Wohnungsneubau

Auch der DGB will Berliner Wohnbündnis nicht unterzeichnen

Wohnen in Berlin

Wohnen in Berlin

Berlin ist eine typische Mieterstadt. Die wichtigsten Zahlen und Fakten gibt es in diesem Video.

Beschreibung anzeigen

Schon der Mieterverein und der Verband ZIA hatten angekündigt, die Erklärung nicht zu unterschreiben. Auch der DGB schert aus.

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg will die Erklärung zum Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen nicht unterschreiben. Zugleich würdigte der DGB die Initiative des Berliner Senats auf seiner Homepage als "richtigen Schritt in die richtige Richtung". Die Gewerkschaften sehen sich aber für die Umsetzung nicht verantwortlich.

Zuvor hatten bereits der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft ZIA und der Berliner Mieterverein angekündigt, die Erklärung nicht zu unterschreiben. Das Bündnis, zu dem Vertreter aus Politik, Wohnungswirtschaft und Verbänden gehören, hat seit Januar verhandelt. Das Ziel der verabredeten Maßnahmen ist es, den Wohnungsbau in der Hauptstadt angesichts des Wohnungsmangels deutlich zu beschleunigen und weitere Mietsteigerungen zu bremsen.

"Berlin nimmt die private und städtische Wohnungswirtschaft in die Pflicht und will trotz Rückschlägen die Situation auf dem Wohnungsmarkt verbessern", hieß es in der DGB-Stellungnahme vom Freitag, über die der RBB am Sonnabend berichtete. Der DGB will sich demnach mit seiner Expertise weiter an der Debatte beteiligen, wenn gewünscht.

Am Neubau von jährlich 20.000 Wohnungen für Berlin werde festgehalten, hieß es weiter. "Allerdings konnte nicht geklärt werden, wie mindestens die Hälfte der Neubauten für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen bezahlbar gemacht werden soll." Zudem monierte der DGB, gute Arbeit auf dem Bau finde in dem Bündnispapier keine Berücksichtigung.

( dpa )