Blockierer

Klimaaktivisten besetzen erneut die A100

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Erst vergangene Woche wurde das Frankfurter Tor besetzt.

Erst vergangene Woche wurde das Frankfurter Tor besetzt.

Foto: Paul Zinken / dpa

Mehrere Personen haben sich am Mittwoch in Berlins Westen erneut auf der Fahrbahn festgeklebt.

Wer am Mittwochmorgen in Berlin mit dem Auto zur Arbeit wollte, musste sich in Berlins Westen lange gedulden. Denn mehrere Mitglieder der selbst ernannten Klimaschutz-Initiative „Die letzte Generation“ haben entlang der Stadtautobahn A100 erneut die Fahrbahnen blockiert. Dieses Mal waren die Aktivisten an den Ausfahrten Beussel- und Seestraße sowie auf dem Abschnitt zwischen Beusselstraße und Jakob-Kaiser-Platz in Höhe der Goerdelerstraße im Einsatz.

Nach Angaben der Berliner Polizei hat es sich bei den Blockierern jeweils um kleinere Gruppen von weniger als zehn Personen gehandelt. Sie seien ab kurz vor 8 Uhr aktiv gewesen und hätten sich, wie schon bei vorherigen Aktionen, zum Teil auf der Straße festgeklebt. Während sich längere Rückstaus bildeten, lösten die Polizeikräfte die Verbindungen und räumten die besetzten Bereiche. Zwischen 9.30 und 10 Uhr war die Autobahn wieder frei.

Die Besetzungen der Klimaschutzaktivisten begannen Ende Januar in Berlin. Anfangs wurden die Aktionen mit der Forderung nach einem Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung verbunden. Am Mittwoch wurde nun Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, eine Erklärung abzugeben, in der er Ölbohrungen in der Nordsee ausschließt. Ansonsten sei man „fest entschlossen, immer wieder zu blockieren und dafür auch ins Gefängnis zu gehen“, wird ein Aktivist in einer Mitteilung der Initiative zitiert.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Björn Jotzo, fordert den Senat zum schnellen Handeln gegen die Blockaden auf. „Jetzt rächt es sich, dass die Justiz bisher nicht in der Lage war, auch nur ein einziges Verfahren zum Abschluss zu bringen.“ Vor allem die Justizverwaltung müsse handeln. „Nur konsequentes Vorgehen und zügige Strafverfahren gegen die Straßenblockierer schaffen schnelle Urteile und beugen Wiederholungstaten vor“, so Jotzo.