Bildung

Verkürzter Unterricht zunächst gestoppt

Auch im kommenden Schuljahr wird eine Unterrichtsstunde an der Grundschule am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg 45 Minuten dauern.

Auch im kommenden Schuljahr wird eine Unterrichtsstunde an der Grundschule am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg 45 Minuten dauern.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Auch in der Grundschule am Kollwitzplatz dauert eine Schulstunde nun weiterhin 45 Minuten - zumindest bis zum Schuljahr 2023/24.

Berlin.  Das Vorhaben der Schulleitung der Grundschule am Kollwitzplatz, die Unterrichtsstunde im kommenden Schuljahr auf 40 Minuten zu verkürzen und die Schule eine halbe Stunde später beginnen zu lassen, ist zunächst gestoppt. Nach der Berichterstattung der Berliner Morgenpost informierte die Schulleitung die Lehrkräfte und Eltern nun in einem Schreiben über diesen Schritt.

Zwar sei man weiterhin von den positiven Effekten dieses Konzeptes überzeugt, habe aber zugleich feststellen müssen, „dass eine Einführung schon zum kommenden Schuljahr in der Kurzfristigkeit kaum noch angemessen realisierbar ist“, so die Schulleiterin. „Daher werden wir der Schulkonferenz vorschlagen die Einführung dieses Konzeptes um ein Schuljahr zu verschieben.“

Unterdessen plant eine weitere Berliner Schule, die Unterrichtsstunden auf 40 Minuten zu verkürzen. Allerdings begründet die Schulleiterin der Neuköllner Grundschule, die namentlich nicht genannt werden möchte, den Schritt nicht mit dem Lehrermangel, sondern mit der Unterrichtsqualität. Die solle durch die Maßnahme verbessert werden, da mehr Angebote für die Schülerinnen und Schüler gemacht werden könnten. Doch Teile der Elternschaft sind auch hier skeptisch: „Wir verstehen nicht, wie ein Wegfall von fünf Minuten die Kinder voranbringen soll, gerade wenn sowieso schon genug Nachholbedarf besteht“, so ein Elternteil.

( dol )