Plakat-Wettbewerb

Schüler-Wettbewerb für eine grüne Zukunft in Berlin

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So sehen Sieger aus: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Plakatwettbewerbs – und im Hintergrund die Jury, unter anderem mit Zoodirektor Andreas Knieriem (4.v.r. hinten), Umweltsenatorin Bettina Jarasch (5.v.r. hinten) Morgenpost-Chefredakteurin Christine Richter (6.v.r. hinten).

So sehen Sieger aus: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Plakatwettbewerbs – und im Hintergrund die Jury, unter anderem mit Zoodirektor Andreas Knieriem (4.v.r. hinten), Umweltsenatorin Bettina Jarasch (5.v.r. hinten) Morgenpost-Chefredakteurin Christine Richter (6.v.r. hinten).

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

1500 Schüler haben sich am Plakatwettbewerb der Initiative „Wir Berlin“ beteiligt. Die Morgenpost vergibt einen Sonderpreis.

Berlin.  Jubel und lauter Applaus – im Shopping-Center Alexa am Alexanderplatz ist ordentlich was los am Montagmorgen, als die Siegerinnen und Sieger des Plakatwettbewerbs 2022 gekürt werden. Nach zwei Jahren Corona können die Gewinner endlich wieder in einem großen Rahmen, gemeinsam mit den Mitschülern, den Lehrern, Eltern und Geschwistern gefeiert werden. Und zu feiern gibt es viel.

Rund 1500 Schülerinnen und Schüler aus allen Berliner Bezirken haben sich an dem Plakatwettbewerb beteiligt, der schon zum achten Mal stattfindet. Er richtet sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, organisiert von der Initiative „Wir Berlin“. Die Initiative setzt sich seit vielen Jahren für ein sauberes Berlin ein, für Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Das Motto des Wettbewerbs war in diesem Jahr gar nicht so einfach umzusetzen: „Mein Zuhause mit Zukunft!“ „Euch sind wieder viele tolle Sachen eingefallen“, sagt die Initiatorin von „Wir Berlin“, Beate Ernst, sichtlich beeindruckt.

Umweltsenatorin staunt über die vielen Ideen

Auch Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) ist ins Alexa gekommen, um die Kinder zu ihrem Engagement zu beglückwünschen. Sie zeigt sich ebenfalls sehr beeindruckt von den vielen Ideen und Vorschlägen für ein grünes Berlin. Das Gewinnerplakat von Felix, Reto und Hanzhang etwa zeigt den Berliner Fernsehturm auf einer grünen Wiese, auf der nicht nur viele Blumen wachsen, sondern auch Kühe weiden. Der Fernsehturm selbst ist von einem futuristisch aussehenden Gebäudekomplex umgeben, der aus mehreren runden Türmen besteht. „Kühe auf dem Alexanderplatz, da seid ihr weiter, als ich es mir vorstellen kann“, sagt Bettina Jarasch lachend, wird ihr doch immer wieder vorgehalten, sie wolle „Bullerbü“ in Berlin.

Toni, ein zehnjähriges Mädchen von der Fichtelgebirge-Grundschule in Friedrichshain-Kreuzberg, hat ein „Berlin für alle“ gemalt – mit Hochhäusern, aber auch mit Wohnungen im Erdreich. „Weil es in Berlin zu wenige Wohnungen gibt“, erklärt die Zehnjährige ihr Bild. „Über eine solche Idee habe ich noch gar nicht nachgedacht“, meint Senatorin Jarasch anerkennend.

„Die wiederholt hohe Beteiligung und ideenreichen Plakate zeigen, dass die Berliner Kinder in die Entwicklung unserer Stadt einbezogen werden wollen“, sagt Anne Sebald, Projektleiterin des Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben sich am Wettbewerb 51 Schulen, Freizeiteinrichtungen, Vereine und Kitas beteiligt. Das ist wieder eine Rekordbeteiligung. „Und die Botschaft der Kinder ist eindeutig: Unser Zuhause mit Zukunft muss lebenswert und umweltfreundlich sein“, sagt Anne Sebald.

Die Berliner Morgenpost ist als Medienpartner seit vielen Jahren dabei – auch 2022 wieder. Und zeichnet mit einem Sonderpreis diejenige Schule aus, die sich besonders beim Plakatwettbewerb engagiert und für die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt. In diesem Jahr werden gleich zwei Plakate gekürt: die bunten Berlin-Entwürfe von Noe und Elly und von Jana, die alle die Stechlinsee-Grundschule in Tempelhof-Schöneberg besuchen. 500 Euro gibt es als Sonderpreis für die Schule – etwa um Zeichen- oder Bastelmaterial zu kaufen oder etwas für den Umweltschutz zu tun. Außerdem sind die Gewinner-Kinder und ihre Klasse zu einem Redaktionsbesuch eingeladen.

„Ich bin immer wieder beeindruckt vom Engagement der Schulen und der Kinder“, sagt Chefredakteurin Christine Richter. „Und in diesem Jahr von den großartigen Ideen, wie unsere Zukunft, unsere Stadt einmal aussehen könnte.“ Auch Zoodirektor Andreas Knieriem ist sichtlich angetan vom Engagement der Kinder, auch von der Tatsache, wie jeder Preis von den Mitschülern bejubelt wird. Einige Kinder haben sogar Plakate gemalt, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im Alexa anzufeuern.

Das Siegerplakat wird von Wall in der ganzen Stadt gezeigt

Über weitere Preise freuen sich dann Karolina und Johanna von der Grundschule am Tegelschen Ort in Reinickendorf, Alisa und Amelie von der Stechlinsee-Grundschule in Tempelhof-Schöneberg und Elisa von der Conrad-Schule Wannsee.

Die Siegerplakate werden jetzt bis zum 9. Juli im Shoppingcenter Alexa in einer Ausstellung gezeigt – und noch viele weitere Einreichungen des Wettbewerbs. Die Kunden können insgesamt 150 Exponate bewerten und ihr Lieblingsplakat küren. Das Siegerplakat von Felix, Reto und Hanzhang wird ab heute von der Firma Wall in der Stadt gezeigt, an insgesamt 1000 Orten.

„Wir freuen uns, die Plakatausstellung des diesjährigen Wettbewerbs von ,Wir Berlin‘ in unserem Haus zu präsentieren“, sagt Oliver Hanna, Center Manager des Alexa. Sie wird im Rahmen der Aktionswoche „Alex – bewusst (er)leben“ gezeigt. Noch bis zum 3. Juli dreht sich im Shoppingcenter alles um die Themen Nachhaltigkeit, Recycling und bewusstes Leben.