Klimaschutz-Initiative

Letzte Generation: Keine Blockaden in den nächsten Tagen

Eine Klimaschutz-Demonstrantin der Gruppe "Letzte Generation" sitzt an der Ausfahrt Halenseestraße der Stadtautobahn mit einem Schild mit der Aufschrift "Nordseeöl - nö". 

Eine Klimaschutz-Demonstrantin der Gruppe "Letzte Generation" sitzt an der Ausfahrt Halenseestraße der Stadtautobahn mit einem Schild mit der Aufschrift "Nordseeöl - nö". 

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Initiative Letzte Generation will die Aktionen für ein paar Tage einstellen. Man wolle den Blick auf das G7-Treffen richten.

Berlin. Die Klimaschutz-Initiative Letzte Generation plant in den nächsten Tagen keine Straßenblockaden in Berlin. Man stelle die Aktionen für ein paar Tage ein, um den Blick auf das Treffen von Vertretern der sieben führenden demokratischen Industriestaaten (G7) im bayerischen Elmau zu richten, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) müsse die G7 zu Vorreitern bei Klimaschutz und Klimagerechtigkeit machen. Zu der Gruppe gehören neben Deutschland die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan

In der vergangenen Woche hatten Demonstranten an mehreren Tagen im Berufsverkehr Berliner Autobahnausfahrten blockiert. Dutzende Demonstranten wurden in den vergangenen Tagen von der Polizei vorläufig festgenommen und wieder freigelassen. Auch im Januar und Februar hatte es zahlreiche Autobahnblockaden gegeben.

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann (Grüne), sagte dem "Tagesspiegel" (Sonntag), junge Menschen hätten massive Angst um ihre Zukunft. "Daher habe ich Verständnis für friedlichen Protest, auch wenn ich diese Blockaden für nicht richtig halte." In einer freien und demokratischen Gesellschaft müssen man allerdings auch zivilen Ungehorsam als Form des Protests aushalten. "Wichtig ist, dass Protestaktionen gewaltfrei bleiben und niemand zu Schaden kommt."

( dpa )