Feuer

Erneut Waldbrand in Brandenburg: Glutnester bei Beelitz

| Lesedauer: 2 Minuten
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz.

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz.

Foto: dpa

Die Lage bleibt angespannt: In zwei Landkreisen in Brandenburg gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

Rheinsberg/Beelitz. In Brandenburg ist es erneut zu einem Waldbrand gekommen. Betroffen war diesmal Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo neben dem Landkreis Prignitz die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 gilt. Bei dem Feuer im Ortsteil Schwanow kam es am Donnerstag zu starker Rauchentwicklung. Nach ersten Angaben der Feuerwehr standen etwa fünf Hektar Wald in Flammen. Die Polizei sprach von zwei bis drei Hektar. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera habe das Gelände überflogen, sagte ein Sprecher im Lagezentrum in Potsdam.

Die Regionalleitstelle der Feuerwehr gab eine Gefahrenmeldung heraus. Sie rief Anwohner in Rheinsberg sowie im südlich davon liegenden Neuruppin auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Feuerwehren des gesamten Landkreises seien im Einsatz, sagte ein Sprecher.

Neben Feuerwehrleuten sind auch Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort, hieß es von der Polizei. Einige Bewohner müssten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Es handele sich um Gebäude, die sich in unmittelbarer Nähe des Brandes befänden. Die Polizei ging zunächst nicht davon aus, dass die Flammen auf die Häuser übergreifen könnten. Rheinsberg mit knapp 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im Rheinsberger Seengebiet im Norden Brandenburgs und ist eine beliebte Feriengegend.

Strecke für den RE7 zeitweise gesperrt

Am vergangenen Wochenende hatten zwei Waldbrände in Treuenbrietzen und Beelitz (Kreis Potsdam-Mittelmark) südlich von Berlin für große Gefahr gesorgt. Hunderte Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten der Bundeswehr, waren im Einsatz. Jeweils etwa 200 Hektar standen in Flammen. Feuerwehrleute beobachten weiterhin die Entwicklung vor Ort.

Insbesondere in Beelitz könne noch nicht von 100-prozentiger Entspannung die Rede sein, sagte Landkreis-Sprecher Kai-Uwe Schwinzert auf Anfrage. Vor Ort seien noch zwei Tanklöschzüge im Einsatz. Gefährlich könnten hier im Waldboden versteckte Glutnester werden. "Bei Wind können die leicht aufflammen und ein Feuer entfachen", sagte Schwinzert.

Später kam es tatsächlich an der Bahnstrecke zwischen Beelitz-Heilstätten und Michendorf zu einem erneuten Feuerwehreinsatz. Wie die Deutsche Bahn per Twitter mitteilte, war die Strecke für den RE7 zwischenzeitlich gesperrt. Einzelne Glutnester seien wieder aufgeflammt, sagte ein Polizeisprecher. Die Situation sei aber unter Kontrolle, so der Sprecher am Abend. "Der Zugverkehr wird wieder aufgenommen und der Ersatzverkehr mit Bussen wird eingestellt", hieß es von der Bahn. Es könne aber noch zu Zugausfällen und Verspätungen kommen.

Aktuell herrscht im Land die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5 in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Eine hohe Gefahr besteht danach in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Havelland, Oberhavel und Uckermark, im Rest des Landes eine mittlere Gefahr.

( dpa )