Radverkehr in Berlin

Baustart für Radweg an der Müllerstraße

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An der Müllerstraße in Berlin-Mitte soll ab 28. Juni ein Radweg gebaut werden. Das Vorhaben hat sich mehrfach verzögert.

An der Müllerstraße in Berlin-Mitte soll ab 28. Juni ein Radweg gebaut werden. Das Vorhaben hat sich mehrfach verzögert.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Nach mehreren Verzögerungen will der Bezirk Mitte Ende Juni mit Arbeiten an der Müllerstraße beginnen. Parkplätze fallen dann weg.

Berlin.  Ankündigungen für das Bauprojekt gab es schon mehrfach, nun soll es aber tatsächlich in die Umsetzung gehen: Am 28. Juni will das Bezirksamt Mitte mit den Arbeiten für den Radweg an der Müllerstraße starten. Dieser werde auf einer Gesamtlänge von rund 1,3 Kilometern zwischen dem Leopoldplatz sowie dem S- und U-Bahnhof Wedding entstehen, heißt es in einer Mitteilung des Bezirks. Mehr als zehn Jahre ist es her, dass zum ersten Mal über einen Radfahrstreifen entlang der Hauptverkehrsstraße diskutiert wurde, immer wieder kam es bei dem Vorhaben aber zu Verzögerungen – weil zwischenzeitlich umgeplant werden musste, etwa durch veränderte Vorgaben aus dem 2018 beschlossenen Mobilitätsgesetz, oder später durch Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe, die zunächst noch Regenabläufe instand setzten.

Es sei ein „langer Weg“ gewesen, bis zu diesem Radweg, sagt auch die inzwischen zuständige Verkehrsstadträtin Almut Neumann (Grüne). Für die Zukunft verspricht sie, mit dem Straßen- und Grünflächenamt daran zu arbeiten, „beim Ausbau der Radwege zügiger voranzukommen als in der Vergangenheit“.

Radweg an der Müllerstraße: Nur ein Monat Bauzeit

Der tatsächliche Bau des Radwegs an der Müllerstraße soll dann auch zügig erledigt sein. In vier Abschnitten wird gearbeitet, beginnend an der Luxemburger Straße bis zur Triftstraße, danach bis zum S-Bahnhof Wedding. Anschließend ist die Fahrbahn in die Gegenrichtung dran. Bis zum 26. Juli, also innerhalb eines knappen Monats, sollen die Arbeiten nach Angaben des Bezirks abgeschlossen sein.

Geplant ist, die heutigen Parkbereiche am Fahrbahnrand in den Radweg umzuwandeln. Für den Schutz der Radfahrenden soll der Fahrstreifen durch Poller vom Kfz-Verkehr abgetrennt werden. „Die notwendigen Aufstellflächen für Lieferverkehre der Gewerbeeinheiten in der Müllerstraße, Stellplätze für Mobilitätseingeschränkte und Taxiaufstellflächen werden dann in die Seitenstraßen Schul-, Anton-, Trift- und Burgsdorfstraße verlegt“, erklärt das Bezirksamt. Während der Bauarbeiten gibt es im jeweiligen Abschnitt nur eine Fahrspur für Autos.

Sicherere Bedingungen finden Radfahrer aber künftig nur auf einem Teilabschnitt der Müllerstraße vor. Ein Gesamtkonzept für die Verkehrsader fehlte zuletzt noch. Ein weiterer Teil der Müllerstraße, bis über die Seestraße hinaus, ist aber Teil des Berliner Radvorrangnetzes. Das soll – mit einem Regelmaß von 2,50 Metern – bis spätestens 2027 ausgebaut sein.