Statistik

Weniger Schwangerschaftsabbrüche in Berlin und Brandenburg

dpa
Ein Leuchtkasten mit einem roten Kreuz hängt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Ein Leuchtkasten mit einem roten Kreuz hängt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin und Brandenburg sind im vergangenen Jahr laut einer Statistik deutlich weniger Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen worden. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte, gab es im Jahr 2021 insgesamt 11.343 Abtreibungen von Frauen mit Wohnsitz in Berlin und Brandenburg. Das seien 13,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Jahr 2020 war die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in der Hauptstadtregion hingegen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 gestiegen.

An diesem Freitag will der Bundestag über die Abschaffung des hochumstrittenen Paragrafen 219a - "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft" - entscheiden. Die Vorschrift führt bislang dazu, dass Ärztinnen und Ärzte keine ausführlichen Informationen über solche Eingriffe öffentlich anbieten können, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen.

Zum Zeitpunkt des Eingriffs waren 65,4 Prozent der Berlinerinnen (5365 Fälle) ledig und 31,8 Prozent (2611) verheiratet. 46,7 Prozent der Frauen mit Wohnsitz in Berlin waren zwischen 25 und 34 Jahre alt. 2,1 Prozent waren jünger als 18 Jahre.

In Brandenburg waren 66,4 Prozent der Frauen (2083) beim Eingriff ledig und 31,5 Prozent (990) verheiratet. 46,6 Prozent waren im Alter von 25 bis 34 Jahren. 3,7 Prozent waren unter 18 Jahre alt.

Mit 96,4 Prozent ließen fast alle Frauen in Berlin laut Statistik den Eingriff in ambulanten ärztlichen Praxen vornehmen. In Brandenburg gingen 55,7 Prozent in ambulante Praxen, 41,6 Prozent in ein Krankenhaus.

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