Bundesliga

Boateng verlängert bei Hertha: Warmer Empfang für Schwarz

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dpa
Kevin-Prince Boateng applaudiert nach einem Spiel in Richtung der Fans.

Kevin-Prince Boateng applaudiert nach einem Spiel in Richtung der Fans.

Foto: dpa

Vor knapp einem Monat hat Hertha BSC den Abstieg aus der Bundesliga abgewendet. Unter dem neuen Trainer Schwarz soll der Klassenerhalt frühzeitiger geschafft werden.

Berlin. Warmer Empfang für den neuen Trainer Sandro Schwarz, Vertragsverlängerung für Führungsspieler Kevin-Prince Boateng: Hertha BSC hat am Mittwoch die erste Trainingseinheit in Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der Fußball-Bundesliga absolviert. Mit einer knappen Viertelstunde Verspätung begann für die Profis um 15.14 Uhr die erste Einheit. Rund 350 applaudierende Anhänger begrüßten die 24 Feldspieler und vier Torhüter sowie Schwarz und sein Trainerteam.

Einen knappen Monat nach der Rettung in der Relegation gegen den Hamburger SV standen Lauf- und Ballübungen im Mittelpunkt der rund 85-minütigen Trainingseinheit auf dem Schenckendorffplatz, die Schwarz mit einer Ansprache beendete. Dann erfüllten Spieler und Trainer auf dem Weg zur Kabine noch geduldig Foto- und Autogrammwünsche.

Die gute Stimmung unter dem Anhang wird in rund sechs Wochen bereits die erste Feuertaufe zu überstehen haben. Nach dem Gastspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig Ende Juli steht am ersten August-Wochenende zum Saisonauftakt die Fahrt zum Lokalrivalen 1. FC Union Berlin an. In der vergangenen Saison hatten die Derby-Niederlagen im DFB-Pokal und in der Rückrunde die Gemüter der Fans stark überhitzt. Aufgrund des frühen Aufeinandertreffens wird der neue Trainer einen gewissen Welpenschutz genießen, soweit die Mannschaft eine engagierte Leistung zeigt.

Welche Spieler dem 43-Jährigen dann zur Verfügung stehen, ist dabei noch teilweise unklar. Mit Jordan Torunarigha, Deyovaisio Zeefuik, Javairô Dilrosun, Jessic Ngankam und Dodi Lukébakio standen fünf Rückkehrer nach ihren beendeten Leihen wieder im Team. Dafür musste der neue Trainer, der zuvor Dynamo Moskau und in der Bundesliga den FSV Mainz 05 trainiert hatte, auf die neun Nationalspieler Fredrik Björkan, Marton Dardai, Dedryck Boyata, Omar Alderete, Peter Pekarík, Jurgen Ekkelenkamp, Daishawn Redan, Krzysztof Piątek und Stevan Jovetic verzichten, die zum Teil bis zum 14. Juni für ihre Auswahlmannschaften aufgelaufen waren und am 4. Juli in den Trainingsbetrieb einsteigen.

Von manchen Rückkehrern und Nationalspielern möchte sich Hertha noch trennen. Santiago Ascacibar dagegen möchte Berlin von sich aus verlassen. Der Argentinier wird eigentlich am Samstag zurückerwartet, liebäugelt aber mit einem Engagement in Südamerika. Eduard Löwen fehlte bereits am Montag, da er sich laut Hertha in Gesprächen mit anderen Vereinen befindet.

Schwarz wird also nur wenig Zeit erhalten, die künftigen Neuzugänge zu integrieren. Helfen wird ihm dabei Kevin-Prince Boateng, dessen Verlängerung um ein Jahr vor dem Trainingsstart öffentlich bekanntgegeben wurde. Der 35-Jährige soll die Mannschaft auch in der neuen Spielzeit auf und außerhalb des Platzes anführen und dafür sorgen, dass Schwarz ein homogenes Team auf dem Platz trainieren kann.

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( dpa )