Mobilitätswende

Schmaler und mit Radweg: Pläne für Brückenbau überarbeitet

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Berlins Verkehrs- und Umweltsenatorin Bettina Jarasch während einer Pressekonferenz.

Berlins Verkehrs- und Umweltsenatorin Bettina Jarasch während einer Pressekonferenz.

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Berlin. Als Start für den Neubau der Mühlendammbrücke und der Neuen Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte wird 2024 angepeilt. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt am Mittwoch mit. Die neuen Brücken sollen im Vergleich zu den bisherigen Plänen deutlich schmaler werden und einen getrennten Radweg bekommen, der nicht für den Busverkehr freigegeben ist. So sind für die Neue Gertraudenbrücke über den Spreekanal nur noch 29,25 Meter Breite vorgesehen, derzeit sind es 34,10 Meter. Die neue Mühlendammbrücke soll 36,20 Meter breit werden, statt der bisherigen 45,20.

Die beiden bisherigen Brücken in der historischen Stadtmitte Berlins gelten als marode. Die Fertigstellung der Neubauten ist nach Angaben der Senatsverwaltung für 2028 vorgesehen.

Die früheren Pläne für die Ersatzneubauten haben für Kritik von Anwohnern und Verbänden gesorgt. Bei der Überarbeitung sei das berücksichtigt worden. Die geplanten Kosten für die Mühlendammbrücke belaufen sich nach Angaben der Senatsverwaltung auf 46,5 Millionen Euro. Für den Neubau der Neuen Gertraudenbrücke sind 25 Millionen Euro eingeplant.

"Berlin braucht funktionstüchtige Brücken, und der Sanierungsstau in unserer Stadt ist sehr hoch", sagte die Senatorin für Umwelt und Mobilität, Bettina Jarasch (Grüne). "Wenn wir Brücken bauen, dann bauen wir echte Verkehrswendebrücken: mit einem klaren Schwerpunkt auf den Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr, dem der meiste Raum gebührt."

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( dpa )