Fotografie

Ausstellung zeigt Gesamtwerk von Sibylle Bergemann

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Berlin. Zu ihrer Schaffenszeit wollte Sibylle Bergemann (1941-2010) mit ihren Fotografien eine eigene Bildsprache schaffen. Jetzt zeigt die Ausstellung "Sibylle Bergemann. Stadt Land Hund. Fotografien 1966-2010" in der Berlinischen Galerie ihr Gesamtwerk in 220 Fotos. "Diese Ausstellung wirft einen retrospektiven und persönlichen Blick auf das Werk von Sibylle Bergemann", sagte die Leiterin der Fotografischen Sammlung der Galerie, Katia Reich, am Mittwoch in der Galerie in Berlin-Kreuzberg.

Die Ausstellung nähert sich Bergemanns vielseitigem Gesamtwerk in sechs Kapiteln. Diese führen Besucherinnen und Besucher thematisch und weitestgehend chronologisch durch ihre Schaffenszeit zwischen 1966 und 2010: Dazu gehören etwa Fotos ihrer Wohnung in der Hannoverschen Straße in Ost-Berlin, in welcher sie mit ihrer Tochter Frieda und ihrem Lebenspartner Arno Fischer, der ebenso Fotograf war, lebte. Diese Wohnung wie auch die Wohnung später am Schiffbauerdamm wurden zum Treffpunkt und Rückzugsort für Fotografen aus Ost-Berlin, wie Reich erklärte.

Zu sehen sind außerdem Bergemanns wiederkehrenden Motive: Frauen, Städte wie Berlin, New York oder Paris und Hunde hinter minimalistischen Bilderrahmen oder Vitrinen. Meist in Schwarz-Weiß, zum Teil aber auch in Farbe.

Ein siebtes Kapitel "Lebensorte" schließt die Ausstellung und präsentiert neben Bergemanns Fotografien auch Bilder von Arno Fischer und anderen Menschen aus ihrem Umfeld.

Bergemann wurde zu DDR-Zeiten vor allem mit ihren Bildern in der Modezeitschrift "Sibylle" und im "Magazin" bekannt sowie durch ihre Serie "Denkmal". Zudem gründete sie im Jahr 1990 die Fotoagentur Ostkreuz mit. Die Schau läuft von diesem Donnerstag an bis zum 10. Oktober.

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( dpa )