Leipziger Straße

WBM-Bewohner erhalten 100-prozentige Mietminderung

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Alexander Rothe
168 Wohnungen mussten wegen eines Wasserrohrbruchs geräumt werden. Acht werden jedoch für mehrere Wochen nicht bewohnbar sein.

168 Wohnungen mussten wegen eines Wasserrohrbruchs geräumt werden. Acht werden jedoch für mehrere Wochen nicht bewohnbar sein.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Die WBM verspricht für Mieter an der Leipziger Straße eine Kompensation. Einige Wohnungen sind jedoch länger nicht bewohnbar.

Berlin. Vor drei Wochen mussten rund 300 Bewohnerinnen und Bewohner des Hochhauses an der Leipziger Straße aufgrund eines Wasserschadens ihre Wohnungen verlassen. Vergangene Woche durfte ein Großteil der Mieterschaft der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) zurückkehren.

Ihnen werde laut Pressesprecher Matthias Borowski „für den Zeitraum der Nichtnutzung der Wohnung eine Mietminderung in Höhe von 100 Prozent der Bruttowarmmiete“ gewährt. Darüber würden die Mieterinnen und Mieter in den kommenden Tagen persönlich informiert. Bei acht Wohnungen sei eine Rückkehr derzeit jedoch nicht möglich. Die betroffenen Wohnungen befänden sich in der zehnten, elften und 12. Etage, wie Borowski auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mitteilt. Es müsse einiges Instand gesetzt werden, wodurch die acht Wohnungen für circa sechs Wochen nicht bewohnbar seien. Den Betroffenen werde eine „adäquate Ersatzwohnung“ zugewiesen. Zudem solle für sie in diesem Zeitraum „bezüglich der Mietminderung großzügige und individuelle Vereinbarungen“ gefunden werden.

Im Plattenbau an der Leipziger Straße 40 seien in den nächsten Wochen weitere umfangreiche Arbeiten notwendig. „Primär finden finale Trocknungs- und Reparaturarbeiten in den betroffenen Wohnbereichen statt. Komplexere Arbeiten werden für die dritte Aufzugsanlage und den Neubau der Elektroanlage erforderlich“, so Borowski. „Gerade für die Erneuerung der kompletten Elektrik rechnen wir auf Grund der Komplexität und der aktuellen Marktsituation für die Materialbeschaffung mit einem Zeitraum bis zum Jahresende.“

Erneuerung der Elektroanlage hat Reduzierung der elektrischen Leistung zur Folge

Momentan erfolge die elektrische Einspeisung der Wohnungen über eine provisorische Zuleitung, wodurch weniger Leistung zur Verfügung stehe. „Um ein Abschalten der Wohnungssicherung im Überlastungsfall zu verhindern, haben wir unsere Mieter*innen vorsorglich darüber informiert, den gleichzeitigen Betrieb energieintensiver Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Wäschetrockner oder Geschirrspüler zum selben Zeitpunkt möglichst zu vermeiden.“

Der Wasserschaden ist durch ein defektes Druckventil entstanden. Um einen solchen Vorfall zukünftig in anderen Wohneinheiten der WBM zu verhindern, werden in den 16 Hochhäusern des landeseigenen Unternehmens zusätzliche Sicherheitsüberprüfung der Hochdruckventile außerhalb der regulären Wartungsintervalle durchgeführt.

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