Neukölln

Zwei Polizisten bei Einsatz in Neukölln verletzt

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Drei Beamte der Berliner Polizei wurden laut Polizeigewerkschaft in Neukölln verletzt (Symbolbild).

Drei Beamte der Berliner Polizei wurden laut Polizeigewerkschaft in Neukölln verletzt (Symbolbild).

Foto: Carsten Rehder / dpa

Ein 27-Jähriger schlug bei seiner Flucht durch Neukölln auf Polizisten ein und verletzte sie. Er stand offenbar unter Drogen.

Berlin. Bei einem Einsatz auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln am Mittwochmorgen ist ein 27-Jähriger offenbar auf mehrere Polizisten losgegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin wurden drei Beamten dabei verletzt. Der Einsatz zeige einmal mehr, dass Berlins Polizisten „selbst bei unscheinbaren Personenkontrollen angegriffen werden und das mit Verletzungen bezahlen“, sagte Sprecher Jendro. Die Polizei korrigierte die Zahl der verletzten Beamten später auf zwei.

Demnach hatten Zeugen gegen 0.30 Uhr auf der Richardstraße beobachtet, wie ein Mann in mehrere geparkte Fahrzeuge hineinleuchtete, und daraufhin die Polizei alarmiert. Als Einsatzkräfte am Ort erschienen und den Mann ansprachen, sei er geflüchtet. Ein Beamter habe bei der Verfolgung zwei Faustschläge gegen den Kopf bekommen.

Als der Flüchtige auf der Karl-Marx-Straße gestoppt wurde, soll er auf einen zweien Beamten eingeschlagen und ihn an der Hand verletzt haben. „Es kam zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock durch die Einsatzkräfte, beides zeigte jedoch bei dem Tatverdächtigen keine Wirkung, so dass er abermals seine Flucht fortsetzen konnte“, heißt es von der Polizei. Unterstützungskräfte hätten den 27-Jährigen schließlich an der Ecke zur Erkstraße stoppen und überwältigen können, wobei er selbst im Gesicht verletzt

Jeden Tag rund 20 Angriffe auf Polizisten und Feuerwehrleute

Dem Mann wurde Blut abgenommen, da der Verdacht bestanden habe, dass er unter Drogen stand. Dann wurde er wieder auf freien Fuß gelassen. Die verletzten Polizeibeamten wurden ambulant im Krankenhaus behandelt. GdP und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin bekräftigten daher am Mittwoch noch einmal ihre Forderung nach einer flächendeckenden Einführung von Bodycams, da diese zumindest Beweismaterial im Fall einer Gerichtsverhandlung liefern würde.

Seit Anfang 2018 gab es in Berlin fast 32.000 Angriffe auf Polizeibeamte, Feuerwehrleute und sonstige Rettungskräfte. Das entspricht 600 pro Monat und 20 pro Tag. Die meisten geschahen zuletzt im Bezirk Mitte, gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.