Weltkriegsmunition

Botanischer Garten: Granate gesprengt, Sperrungen aufgehoben

Fahrgäste stehen am S-Bahnhof Botanischer Garten. (Symbolbild)

Fahrgäste stehen am S-Bahnhof Botanischer Garten. (Symbolbild)

Foto: pa

Nach dem Fund der Granate war der S-Bahnhof Botanischer Garten gesperrt worden. Nun wurde die Granate kontrolliert gesprengt.

Berlin. Der S-Bahnhof Botanischer Garten in Berlin-Lichterfelde ist am Dienstag gesperrt worden. Grund war der Fund einer russischen Sprenggranate. Die Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Abend kontrolliert gesprengt, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf konnte die Sperrung aufgehoben werden.

Die Bewohner zweier Wohnhäuser in der Umgebung waren zuvor gebeten worden, sich in der vom Botanischen Garten abgewandten Seite ihrer Wohnung aufzuhalten.

Der Zugverkehr war zwischen Friedenau und Zehlendorf wegen des Polizeieinsatzes unterbrochen. Wie die S-Bahn Berlin mitteilte, sollten Fahrgäste den Bereich weiträumig umfahren und auf aktuelle Verkehrshinweise achten.

S-Bahn Berlin: Verkehr im Südwesten unterbrochen

Zwischen Zehlendorf und Friedenau waren die Busse 115 und 143 mit Umstieg am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz unterwegs. Die S-Bahn empfahl, zwischen Schöneberg und Westkreuz die Linien S41, S42 und S46 sowie zwischen Westkreuz und Wannsee die S7 zu nutzen.

Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) waren in Lichterfelde außerdem die Bereiche Moltkestraße/Enzianstraße zwischen Gardeschützenweg und Hortensienstraße gesperrt. Diese Straßen liegen im unmittelbaren Nahbereich des S-Bahnhofs. Auch diese Sperrungen wurden am Abend aufgehoben.

Noch etwa 4600 Blindgänger aus dem Weltkrieg in Berlin vermutet

Nach Schätzung der Berliner Innenverwaltung liegen in Berlin noch etwa 4600 Blindgänger. Werden diese Bomben bei Bauarbeiten entdeckt, entscheiden Experten, ob sie sicher abtransportiert werden können oder vor Ort entschärft werden müssen.

Oft führen diese Bombenentschärfungen in Berlin für erhebliche Beeinträchtigungen für Anwohner und für den umliegenden Verkehr. Dabei wird häufig ein Sperrkreis eingerichtet, der viele Sperrungen verursachen kann. Zuletzt hatte etwa im September 2021 in Berlin-Rahnsdorf ein Blindgänger für einen größeren Einsatz gesorgt.

( BM )