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Nachhaltig Shoppen: Vintagemöbel, Vasen, Kleider im Schloss

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Frederik Astagneau, Geschäftsführer von „Antikolis“ hat seine Möbel aus den 50er- bis 70er-Jahren ins Einkaufszentrum mitgebracht.

Frederik Astagneau, Geschäftsführer von „Antikolis“ hat seine Möbel aus den 50er- bis 70er-Jahren ins Einkaufszentrum mitgebracht.

Foto: Katrin Lange

Bis zum 28. Mai ist ein Re-Use-Store in dem Steglitzer Einkaufszentrum aufgebaut. Dazu gibt es Workshops und Lesungen.

Berlin. Zwischen den gläsernen Schaufenstern der Geschäfte im Einkaufszentrum „Das Schloss“, die gerade die aktuelle Saisonware präsentieren, ist ein ganz besonderer Verkaufsstand aufgebaut. Es ist ein buntes Sammelsurium: Alte Vitrinen, Sofas, Kommoden und Tische stehen dort, dahinter Kleiderstangen, voll mit Blusen, Hemden, Hosen, Jacken. Wiederverwendung statt Wegwerfen heißt es in der Steglitzer Shoppingmall, in der die Aktion „Re-Use-Berlin“ des Senats für Umwelt und Klimaschutz noch bis zum 28. Mai Station macht. Ziel der Aktion ist es, die Wiederverwendung von Gebrauchtwaren in der Stadtgesellschaft zu verankern und dauerhaft zu etablieren

Mit dabei ist unter anderen Frederik Astagneau, Geschäftsführer von „Antikolis“ (www.antikolis.de). Er verkauft Antiquitäten und Vintageprodukte. „Ich habe einen reinen Online-Shop und nutze die Gelegenheit, um mich hier offline zu präsentieren“, sagt der Händler. Obwohl seine Waren, wie ein grünes Ledersofa, Schreibsekretäre und Anrichten aus den 50- bis 70er-Jahren zwischen 200 und 2500 Euro kosten und nicht so einfach wegzutragen sind, „läuft es gut“, sagt Astagneau. Er freue sich über die Resonanz und habe auch schon verkauft. Noch bis zum Mittwoch, 25. Mai, ist er auf der Ausstellungsfläche in der Rotunde im Einkaufszentrum dabei.

Nur Einzelstücke auf den Kleiderstangen

Neben seinen Möbeln hat der Secondhand-Shop „Zweimalschön“ seinen Stand aufgebaut. Auf den Stangen hängen garantiert nur Einzelstücke – getragen aber hochwertig, darunter vor allem sommerliche Kleidung. Mit dem Kauf der Secondhandware werden internationale Hilfsprojekte der Deutschen Kleiderstiftung finanziert.

Zusätzlich zum Gebrauchtwarenangebot können in einem Repair-Café Kleinelektrogeräte zur Reparatur gebracht werden, in einem Näh-Café werden die Reparatur und das Upcycling von Kleidung angeboten, dazu gibt es Aktionen rund um das Thema „Wertschätzung von Lebensmitteln“ sowie eine Versteigerung von originellen Raritäten, Liebhaberobjekten und anderen gut erhaltenen Gebrauchtwaren.

In eigens aufgestellten Sammelboxen können Brillen, Druckerpatronen und gebrauchte Versandmaterialien abgegeben und gesammelt werden. Eine Ausstellung informiert über die Kernthemen der Berliner Kreislaufwirtschaft unter dem Leitbild „Zero Waste“. „Wir freuen uns besonders, dass wir mit dem Re-Use-Superstore unsere Kundinnen und Kunden und Besucherinnen und Besucher zu so wichtigen Themen wie Abfallvermeidung und Einsparung von Rohstoffen informieren und so zur Sensibilisierung beitragen können“, sagt Centermanagerin Sibylle Wunderlich.

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