Immobilien in Berlin

Norweger kaufen die Hälfte des „Sony Center“

| Lesedauer: 2 Minuten
Isabell Jürgens
Das Sony Center hat neue Mitbesitzer.

Das Sony Center hat neue Mitbesitzer.

Foto: Chris and Friends GmbH and Chris Hortsch / Realace GmbH.jpg

Mit 677 Millionen Euro steigt Norwegens Zentralbank beim Sony Center am Potsdamer Platz ein. Der Komplex wird umfassend saniert.

Berlin. Das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin-Mitte bekommt norwegische Miteigentümer. Wie die kanadische Oxford Properties Group am Freitag mitteilte, erwirbt die Norges Bank Investment Management (NBIM) für die Summe von 677 Millionen Euro rund die Hälfte des Gebäudekomplexes. Oxford selbst behält demnach 50 Prozent der Anteile.

Der Abschluss der Transaktion, bei der das Gebäudeensemble nach Auskunft von Oxford mit 1,35 Milliarden Euro bewertet wurde, steht unter Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Das kanadische Unternehmen mit Hauptsitz in Toronto hatte das Sony Center erst vor fünf Jahren für rund 1,1 Milliarden Euro erworben. Der deutsch-amerikanische Star-Architekt Helmut Jahn hatte den Komplex aus sieben Gebäuden, dessen Mitte wie eine Zirkusmanege von einem gläsernen Dach überspannt wird, einst entworfen.

„Nachdem wir einen erheblichen Wert schaffen konnten, werden wir in das Sony Center reinvestieren, um den Erlebnisfaktor zu erhöhen“, kündigt Abby Shapiro, Deutschlandchefin bei Oxford, an.

Sony Center in Mitte: 200 Millionen Euro für den Neustart

Im November 2021 hatten die Kanadier umfassende Modernisierungsmaßnahmen für das Sony Center in Höhe von 200 Millionen Euro angekündigt. 22 Jahre nach der Eröffnung des Komplexes, der insgesamt 113.000 Quadratmeter Büro-, Einzelhandels- und Wohnflächen umfasst, besteht in vielen Bereichen Handlungsbedarf.

Vor allem der Gebäudeteil, der die ehemaligen Kinos beherbergte, sollen umfassend umgebaut werden. Das Multiplex-Kino mit zehn Sälen, in dem häufig Filme in Originalsprache gezeigt wurden, war bereits Ende 2019 geschlossen worden. Unter anderen entstehen hier eine „Food Hall“ mit verschiedenen Angeboten des Londoner Gastronomiebetreibers Kerb sowie Fitnesseinrichtungen.

Lesen Sie auch:

Sony Center: Deutsche Bahn muss vorübergehend ausziehen

Neben dem leerstehenden Kino-Komplex ist vor allem der gläserne Bahntower von den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen betroffen. Im Zuge der Sanierung müssen die rund 800 Beschäftigten des DB-Konzerns aus dem Turm ausziehen. Sie werden für anderthalb Jahre in andere Büros im Sony Center umziehen, bevor sie in das technisch ertüchtigte und mit neuem Raumkonzept versehene Hochhaus zurückkehren können.

Der Großteil der Modernisierungsmaßnahmen soll nach Unternehmensangaben bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Auch interessant: