Kidical Mass 2022

Demonstration für sichere Schulwege

Rund 130 Eltern und Kinder demonstrieren am Sonnabend für sicherere Schulwege. 

Rund 130 Eltern und Kinder demonstrieren am Sonnabend für sicherere Schulwege. 

Foto: Julian Würzer

Eltern und Kinder protestieren für ein lebenswertes und kinderfreundliches Berlin. Drei Forderungen sind dabei im Fokus.

Berlin.  Unter der Woche hatte die Kungerkiezinitiative rund 50 „Elterntaxis“ kurz vor Schulbeginn gezählt, sagte Cordula Beyer von der Initiative. „Das ist zu viel, das setzt die Kinder unter Stress“, betonte sie. Deshalb demonstriere man jetzt für sichere Schulwege. So waren es am Sonnabendvormittag rund 130 Eltern und Kinder am Schmollerplatz in Alt-Köpenick mit ihren Fahrrädern los. Die Fahrt führte durch den Kiez, vorbei an zwei Grundschulen.

Damit waren sie nicht allein. Berlinweit an neun verschiedenen Orten sind am Sonnabend Mehrere Hundert Eltern und Kinder auf den Straßen unterwegs. Im Rahmen des internationalen Projekts „Kidical Mess“ demonstrieren sie unter dem Motto „Uns gehört die Straße“. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis mehrerer Initiativen und Vereinen, zu dem unter anderem auch der Fahrrad-Club ADFC Berlin gehören.

Schulen und Kitas sollen an Radnetz angeschlossen werden

Die Idee hinter den Demonstrationen war es, Kindern und Eltern das Gefühl zu geben, wie das Radfahren auf abgesicherten Straßen sein könnte. Im Zentrum standen dabei drei konkrete Forderungen. Das Bündnis will eine bessere Fahrradinfrastruktur. Heißt konkret, das Radnetz soll auch Schulen und Kitas miteinbinden. Zudem soll die Lebensqualität für Kinder in der Stadt erhöht werden, also mehr Platz für Kinder als für Autos. Die dritte Forderung des Bündnisses war es Schulen und Kitas sicherer zu machen, etwa mit temporären Straßensperrungen bei Schulbeginn, um das Problem mit „Elterntaxis“ zu vermeiden.