Berlin

GEW für mehr Geld für Lehrerbildung im neuen Doppelhaushalt

dpa

Berlin. Die Berliner Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat an die Landespolitik appelliert, im neuen Doppelhaushalt genügend Geld für die Lehrerbildung bereitzustellen. "Für eine Ausbildungsoffensive ist es notwendig, dass das Programm "Beste Lehrkräftebildung" für Berlin fortgesetzt und ausgebaut wird", forderte GEW-Landesvorsitzende Martina Regulin am Freitag. "Die in der Koalition verabredeten zusätzlichen zehn Millionen Euro für die Lehrkräftebildung müssen im Haushalt abgesichert werden." Wer mehr Lehramtsabsolventen haben wolle, müsse auch in die Lehramtsausbildung investieren.

Die GEW Berlin kritisierte außerdem, der Haushaltsentwurf berücksichtige keine Gelder für den Nachteilsausgleich im Rahmen der Verbeamtung. Berlin will als letztes Bundesland zur Verbeamtung von Lehrern zurückkehren, für einen Teil der Lehrkräfte kommt das aber, zum Beispiel aus Altersgründen, nicht infrage. Für die Lehrer, die Angestellte bleiben, ist ein Nachteilsausgleich vorgesehen. Die GEW warf Rot-Grün-Rot vor, diese Kompensation still und heimlich beerdigen zu wollen. Der Senat hat einen Entwurf für den Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen, über den das Abgeordnetenhaus beraten und abstimmen muss.

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( dpa )