Blutkrebs

Zweijährige Alea aus Berlin benötigt Stammzellspende

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Die zweijährige Alea aus Berlin hat Blutkrebs.

Die zweijährige Alea aus Berlin hat Blutkrebs.

Foto: DKMS

Um zu überleben, braucht Alea dringend eine Stammzellspende. So kann man der kleinen Berlinerin helfen.

Berlin. Die zweijährige Alea aus Berlin hat Blutkrebs und benötigt dringend eine Stammzellspende, um zu überleben. Wie die DKMS am Freitag mitteilte, war die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ bislang erfolglos. Familie und Freunde setzen nun bei der Suche nach Spendern alle Hebel in Bewegung. Gemeinsam mit der DKMS organisieren sie eine Online-Registrierungsaktion. Wer helfen möchte, gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich über www.dkms.de/alea ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter oder zur Lebensretterin werden.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, will Alea im Juli ihren dritten Geburtstag feiern und ihren Ehrentag gemeinsam mit Familie und Freunde genießen. Oder ganz nach Familientradition im Stadion mit Hertha BSC mitfiebern wie der Papa. Doch leider seien diese Erlebnisse in weite Ferne gerückt, denn Alea kämpfe gegen Blutkrebs.

Ende September 2021 wurde in Folge einer Zahnfleischentzündung nach einem Ärzte- und Untersuchungsmarathon eher zufällig entdeckt, dass Alea unter akuter Leukämie leidet. Diese Diagnose stellte die Welt von Alea und ihrer Familie auf den Kopf: „Die ersten Tage verbrachten wir wie in einem Nebel, in einem Albtraum. Aber mit unserer Hilfe und der des Krankenhauspersonals bekämpfte Alea den Krebs. Freunde und Familie standen dabei hinter uns und gaben uns Kraft. Je weiter die Chemos den Krebs zurückdrückten, desto mehr blühte unsere kleine Maus auf. Zum Glück waren die Behandlungen erfolgreich und die Krebszellen besiegt. Alea durfte immer mehr am ‚normalen‘ alltäglichen Leben teilnehmen, wir durften nach langer Zeit wieder nach Hause. Endlich konnten wir aufatmen. Zu Ostern durfte Alea Ostereier suchen – wie ein normales Kind. Ab Oktober hat Alea sogar einen Kitaplatz und möchte neue Freund:innen zum Spielen und Toben kennenlernen!“, erzählen Aleas Eltern.

Eine Stammzellspende ist die einzige Möglichkeit für Alea, wieder gesund zu werden

Doch die Normalität hielt nicht lange an. Wiederholt plagten Alea Bauchschmerzen und eine wachsende Beule am Kopf. Ihre Eltern drängten auf intensive Untersuchungen der Ursache. Ihr Gefühl täuschte nicht: Der Krebs ist zurück - und diesmal reichen Chemotherapien allein nicht aus. Eine Stammzellspende ist die einzige Möglichkeit für Alea, wieder gesund zu werden.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Stammzelltransplantation ist der Grad der Übereinstimmung zwischen den Gewebemerkmalen von Spendern und Patienten, wie es in der DKMS-Mitteilung heißt. Das perfekte Match finde sich deshalb meistens bei Menschen mit einem ähnlichen ethnischen Hintergrund. Und der ist in Aleas Fall vielschichtig: Ihre Mama Nura wurde in Syrien geboren, Papa Maurice hat einen afroamerikanischen Familienhintergrund. Da die Gewebemerkmale sowohl genetisch als auch regional variieren, unternimmt die DKMS alles, um möglichst viele Spender unterschiedlicher Ethnien und Nationalitäten zu einer Registrierung zu motivieren. Eine genetisch vielfältige Spenderdatenbank ist notwendig, um wirklich allen Patienten die Chance zu geben, ihre passende Spenderin oder ihren passenden Spender zu finden.

( BM )