Ermittlungen

Bislang 50 Straftaten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg

dpa
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium.

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium.

Foto: dpa

Potsdam. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat die Polizei in Brandenburg bisher 50 Straftaten registriert. Dabei werde gegen 21 Beschuldigte ermittelt, teilte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Am häufigsten ging es nach Polizeiangaben um Delikte wie die Billigung von Straftaten, etwa im Zusammenhang mit dem verbotenen "Z"-Symbol. Der Buchstabe wird von Befürwortern des Krieges genutzt und steht für "za pobedu" ("Für den Sieg"). In acht Fällen handelte es sich um Sachbeschädigung, zwei Mal seien Menschen bedroht worden, so der Sprecher. Alle Straftaten gelten als politisch motivierte Kriminalität.

Zwei Beschuldigte seien Dänen und Ukrainer, alle anderen seien deutsche Staatsbürger. In vier Fällen seien Menschen mit russischem Migrationshintergrund geschädigt worden, zwei Geschädigte stammten aus der Ukraine.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat die Polizei in Brandenburg am 8. und 9. Mai bei den Veranstaltungen zum 77. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges nach Angaben des Sprechers keine Straftaten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine registriert.

© dpa-infocom, dpa:220513-99-275883/2

( dpa )