Autoindustrie

Woidke nimmt Tesla wegen Kritik an Wasserverbrauch in Schutz

dpa
Das neue Werk der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg.

Das neue Werk der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg.

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Potsdam/Grünheide. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat Warnungen von Umweltschützern vor drohender Wasserknappheit wegen der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin zurückgewiesen. "Diese Befürchtungen sind unbegründet", sagte Woidke den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" und dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitag) auf die Frage, ob Tesla Brandenburg das Wasser abgrabe. "Und Tesla ist wahrlich nicht der größte industrielle Wasserverbraucher in Brandenburg. Andere Betriebe, etwa in der chemischen Industrie, verbrauchen deutlich mehr." Für die künftige Versorgung gebe es schon länger die Absicht, aus ferneren Regionen Wasser an den Berliner Großraum heranzuführen.

Der US-Elektroautobauer hatte den geplanten Wasserverbrauch in der Planung für die Fabrik gesenkt. Das Unternehmen veranschlagt pro Fahrzeug einschließlich Batterieproduktion 2,2 Kubikmeter und betont, das liege unter dem Branchenschnitt von mehr als 3 Kubikmetern. Umweltschützer und Anwohner hatten dagegen demonstriert, als die Fabrik am 22. März eröffnet wurde. Die Grüne Liga und der Naturschutzbund Brandenburg sehen eine Gefahr in der Genehmigung einer höheren Wassermenge in der Region um die Tesla-Fabrik, das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hatte dies im Urteil zu einem Streit über eine Wasserentnahme verneint.

Mit einem Elektroauto plant Woidke privat nicht. "Weil wir momentan kein neues Auto brauchen", sagte der Regierungschef in dem Interview. "Ich habe gelernt: Je länger man ein Auto fährt, umso besser ist die Klimabilanz. In zwei, drei Jahren kann es durchaus ein Elektroauto werden."

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( dpa )