Haushaltsbefragung

Zensus 2022: Befragungen in Berlin starten am Montag

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Nach elf Jahren gibt es wieder eine Volkszählung in Deutschland. Millionen Bundesbürger werden ab dem 16. Mai beim Zensus 2022 zu ihrer Person und nach ihren Lebensumständen befragt - auch in Berlin.

Nach elf Jahren gibt es wieder eine Volkszählung in Deutschland. Millionen Bundesbürger werden ab dem 16. Mai beim Zensus 2022 zu ihrer Person und nach ihren Lebensumständen befragt - auch in Berlin.

Foto: dpa

In einem persönlichen Gespräch werden Fragen zur Person gestellt. Das Interview dauert den Angaben zufolge rund fünf bis zehn Minuten.

Potsdam/Berlin. In Berlin steht wie in den anderen Bundesländern eine Haushaltsbefragung an. Beim Zensus 2022 werden zufällig ausgewählte Haushalte von Interviewern befragt, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Die sogenannten Erhebungsbeauftragten werfen dafür einen Terminvorschlag in die Briefkästen. Die Interviews sollen am Montag (16. Mai 2022) starten.

Die ausgewählten Haushalte müssen an den Befragungen teilnehmen. Die Auskunftspflicht findet sich in §23 des Zensusgesetzes. Eine Ablehnung der Teilnahme am Zensus ist demnach nicht möglich. Insgesamt werden beim Zensus 2022 über 30 Millionen Menschen in Deutschland befragt.

In einem kurzen persönlichen Gespräch werden allgemeine Fragen zur Person gestellt, etwa zu Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familien- und Bildungsstand und gegebenenfalls zu weiteren Haushaltsmitgliedern. Das Interview dauert den Angaben zufolge rund fünf bis zehn Minuten.

Befragte müssen den Interviewer nicht in ihre Wohnung lassen. Es besteht keine Pflicht zum Gewähren des Einlasses. Befragte können das längere Interview entweder mit dem Erhebungsbeauftragten an der Tür oder auch selbstständig online durchführen.

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Zensus 2022: Fragen bereits einsehbar

Die Fragen, die beim Zensus 2022 gestellt werden, sind im Wesentlichen durch internationale Empfehlungen und die Europäische Union vorgegeben, damit die Ergebnisse vergleichbar sind. Alle Merkmale, die im Rahmen des Zensus erhoben werden, sind gesetzlich durch das Zensusgesetz festgelegt. Alle Fragebogen sind bereits auf www.zensus2022.de/Musterfragebogen.de einsehbar.

Die ausgewählten Haushalte erhalten dem Amt für Statistik zufolge außerdem Online-Zugangsdaten. Für jedes Haushaltsmitglied gibt es einen Online-Fragebogen. Für das Ausfüllen rechnet das Amt für Statistik mit etwa zehn Minuten. Auf Nachfrage wird der Fragebogen auch in Papierform zugeschickt. Außerdem werden alle Wohnungseigentümer per Brief zu einer Online-Befragung eingeladen.

Zensus 2022: Keine Fragen zu Einkommen oder Impfstatus

Mit dem Zensus soll ermittelt werden, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die Ergebnisse sollen helfen, beispielsweise Fragen zu beantworten, wo Bildungs- oder Pflegeeinrichtungen benötigt werden, wo Wohnraum fehlt oder wie viele Menschen bald das Rentenalter erreichen.

Nicht gefragt wird den Angaben zufolge nach dem Einkommen oder zum Impfstatus. Befragte werden im Rahmen des Zensus niemals aufgefordert, hierzu Auskunft zu geben, heißt es vom Statistikamt. Auch Fragen zur Sozialversicherungsausweisnummer, zu Personalausweis oder Reisepass sind nicht vorgesehen. Selbstverständlich fragen die Interviewer auch nicht nach Geld, Bank- oder Kreditkarten oder Kontoinformationen. Sollte dies doch der Fall sein, sollten Betroffene sofort die Polizei informieren.

Das Statistikamt weist außerdem darauf hin, dass die Befragten nicht per E-Mail kontaktiert werden. Jedem Kontakt geht ein postalisches Anschreiben voraus. Der richtige und einzige Zugang zum Online-Fragebogen des Zensus 2022 ist die offizielle Website www.zensus2022.de.

Interviewerinnen und Interviewer des Zensus 2022 weisen sich mit einem offiziellen Ausweis (sogenannter Ausweis für Erhebungsbeauftragte) aus, den sie von ihrer Erhebungsstelle ausgestellt bekommen. Dieser ist nur zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig.

( dpa/BM )