Fußball-Landespokal

Energie greift nach zehntem Pokalsieg

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dpa
Trainer Claus-Dieter-Wollitz steht vor dem Vereinslogo.

Trainer Claus-Dieter-Wollitz steht vor dem Vereinslogo.

Foto: dpa

Die Sehnsucht nach Profifußball in der Lausitz ist riesengroß. Nun zieht der FC Energie Cottbus ins Landespokalfinale ein und hat auch noch größere Ziele im Blick. Im Finale warten alte Bekannte.

Cottbus. Mit einem Pokalsieg im Brandenburger Landespokal und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal könnte der einstige Bundesligist FC Energie Cottbus zumindest vorübergehend wieder auf die bundesweite Landkarte zurückkehren. "Es würde uns allen sehr, sehr guttun, wieder mal ein solches Fußballfest zu erleben - der Mannschaft, dem Verein, den Fans und der gesamten Region", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Im Halbfinale hatte sich Energie Cottbus am Samstag im Duell der beiden Regionalligisten gegen den Titelverteidiger SV Babelsberg mit 2:0 (2:0) durchgesetzt.

Im Finale geht es am 21. Mai in Luckenwalde gegen den Oberligisten VfB Krieschow, der den MSV Neuruppin ebenfalls mit 2:0 (2:0) bezwang. Das Endspiel soll auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des bundesweiten Finaltages der Amateure ausgetragen werden. Der mögliche Pokalsieg soll für Energie Cottbus aber nur ein Zwischenschritt in Richtung 3. Liga sein.

Nach dem Neuaufbau der Mannschaft im vergangenen Sommer will Wollitz das Team für die Saison 2022/23 weiter verstärken, muss dabei aber erneut mit einem überschaubaren Budget klarkommen. Aktuell haben die Lausitzer bereits 16 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter BFC Dynamo. "Wir müssen in den nächsten Wochen wichtige Personalentscheidungen treffen", kündigte Wollitz an.

Nach dem am Rande des Pokalspiels gegen Babelsberg verkündeten Abschied des Sportlichen Leiters Maximilian Zimmer trägt Wollitz ab sofort wieder allein die sportliche Verantwortung. Zuletzt vermeldete der Verein bereits die Vertragsverlängerungen von Kapitän Axel Borgmann und Jonas Hofmann.

Dass Energie im Finale auf den kleinen Nachbarn VfB Krieschow trifft, ist für Wollitz dagegen zweitrangig. "Für mich zählt nur, dass Energie Cottbus den Pokal holt, egal gegen welchen Kontrahenten. Aber wir müssen natürlich auch gegen einen Oberligisten unsere Qualität auf die Platte bringen", erklärte Wollitz.

Im nur 15 Kilometer entfernten Krieschow ist die Euphorie indes groß. Der Verein fiebert dem größten Spiel seiner Geschichte entgegen. Viele Krieschower Spieler haben auch schon das Trikot des FC Energie getragen - darunter der ehemalige Bundesliga-Profi Dimitar Rangelow, Torjäger Andy Hebler und Felix Geisler. "Es wird ein schönes Spiel und ein besonderes für mich", sagte der 39-Jährige.

Im Berliner Landespokal gelang dem abstiegsgefährdeten Drittligisten Viktoria Berlin ein seltenes Erfolgserlebnis. Mit 2:0 (0:0) schlug das Team am Samstag im Halbfinale den Oberligisten CFC Hertha 06. In der 3. Liga konnte der Aufsteiger in diesem Jahr noch kein Spiel gewinnen. Viktoria trifft im Finale auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem Berliner AK und der VSG Altglienicke (Sonntag, 14.00 Uhr).

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( dpa )