Flüchtlinge

Kitaplätze für Geflüchtete stehen in Berlin bereit

Flüchtlings-Konvoi verlässt südukrainisches Saporischschja

Flüchtlings-Konvoi verlässt südukrainisches Saporischschja

Ein Flüchtlings-Konvoi aus 26 Bussen ist aus der südukrainischen Stadt Saporischschja in das etwa fünf Stunden entfernte Berdjansk gestartet. Die Ukraine wirft Russland vor, Zivilisten auf der Flucht aus Mariupol verschleppt zu haben.

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Nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung sind 3000 bis 4000 Plätze bis zum Ende des Kitajahres für ukrainische Kinder verfügbar.

Berlin. Neben Schulplätzen stehen in Berlin auch Kitaplätze für geflüchtete Kinder aus der Ukraine bereit. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung vom Mittwoch sind 3000 bis 4000 Plätze bis zum Ende des Kitajahres 2022/2023 in ganz Berlin für ukrainische Kinder verfügbar. "Wir setzen von Anfang an auf Integration", bekräftigte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bei einem Besuch einer sogenannten Sprach-Kita in Berlin-Schöneberg gemeinsam mit Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD).

Kindertagesstätten in Berlin werden seit 2016 mit Hilfe eines Bundesprogramms zu Sprach-Kitas ausgebaut. Dort werden sowohl die Muttersprachen von Kindern mit ausländischen Wurzeln als auch Deutsch gefördert. "Denn Spracherwerb beginnt nicht erst in der Schule. Er beginnt ja im ersten Augenblick, an dem ich auf die Welt komme", sagte Busse. Das solle den Kindern einen erfolgreichen Schulstart ermöglichen.

Die Sprach-Kita in Berlin-Schöneberg hat nach Angaben ihrer Geschäftsführerin Gerda Wunschel-Gavlasz bereits zwei geflüchtete Kinder aus der Ukraine aufgenommen - "ganz unbürokratisch". Mit drei weiteren Kindern sei man im Prozess der Aufnahme. Laut den beiden SPD-Politikerinnen ist die Hilfsbereitschaft vieler anderer Einrichtungen ebenso groß.



Es wird geprüft, ob ukrainische Fachkräfte eingesetzt werden können

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung können alle ukrainischen Kinder in Kitas aufgenommen werden, die für eine längere Zeit in Berlin bleiben und mit ihren Familien nicht in andere Bundesländer verlegt werden. Da die Plätze aber für eine große Zahl von ankommenden Kindern nicht ausreichten, würden alternative Betreuungsmöglichkeiten benötigt. Dafür soll Kinderbetreuung etwa in Notunterkünften und Erstaufnahmestellen gewährleistet werden.

Parallel werde geprüft, ob und inwieweit ukrainische Fachkräfte als Unterstützungskräfte oder Sprachmittlerinnen bei den verschiedenen Betreuungsmöglichkeiten eingesetzt werden können.

( dpa )