Handball-Bundesliga

Füchse dürfen nach Kiel-Coup von Champions League träumen

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dpa
Ein Handball liegt auf einem Tor.

Ein Handball liegt auf einem Tor.

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Berlin. Die Füchse Berlin dürfen nach dem überraschenden Sieg beim THW Kiel nun wieder von der Champions League träumen. "Das war auf jeden Fall ein Schritt", sagte der mit elf Toren überragende Hans Lindberg. Die Füchse bleiben zwar in der Handball-Bundesliga Dritter, aber nur, weil sie zwei Spiele weniger absolviert haben als Kiel auf Platz zwei. "Wir haben Ambitionen und hoffen natürlich, da oben bleiben zu können", ergänzte Kapitän Paul Drux.

Trotzdem waren die Füchse nach dem 31:27-Sieg am Sonntag um Bodenhaftung bemüht. "Es ist eine Momentaufnahme. Wir haben noch viele Spiele zu spielen, aber zumindest ist uns Kiel nicht weiter enteilt", sagte Trainer Jaron Siewert. Auch Vorstand Sport Stefan Kretzschmar warnte vor zu viel Euphorie. "Wir haben noch so ein schweres Programm vor der Brust, dass wir jetzt gut tun das nicht überzubewerten", sagte er.

Denn bei Kiel fehlten mit Torhüter Niklas Landin und während des Spiels dann auch Rückraumspieler Sander Sagosen zwei Leistungsträger. "Ohne Landin tut sich der THW vielleicht auch ein bisschen schwerer. Das ist ein Riesenfaktor und wäre bei uns genau das gleiche", sagte Siewert.

Bei den Füchsen war Stammkeeper Dejan Milosavljev hingegen dabei. Und der Serbe war auch der entscheidende Faktor. "Zum Schluss hält unser Torhüter sehr, sehr wichtige Bälle und ist mit dafür verantwortlich, dass wir hier die zwei Punkten holen", lobte ihn Siewert.

Wegen der Länderspielpause geht es für die Füchse erst wieder am 24. März gegen den TBV Lemgo Lippe weiter. Das passt Siewert gut. "Ich bin nicht traurig, jetzt eine Woche Pause zu haben, weil darin die Gefahr besteht, nach so einem Hoch gegen vermeintlich schwächere Gegner auszurutschen", sagte er. Für Kretzschmar ist da auch ein emotionaler Faktor mit dabei. "So kann man so einen Sieg mal ein bisschen genießen", sagte er.

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( dpa )