Sturm-Newsblog Berlin

Neuer Orkan: Märkte, Parks und Zoo bleiben in Berlin zu

| Lesedauer: 56 Minuten
Orkantief "Ylenia": Chaos auf Straßen und Schienen

Orkantief "Ylenia": Chaos auf Straßen und Schienen

Stürmische und ungemütliche Tage: Orkantief "Ylenia" sorgt in weiten Teilen Deutschlands für Chaos auf Straßen und Schienen. Vielerorts sind Schulen und Kitas geschlossen. IMAGES AND SOUNDBITES

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Der Wetterdienst warnt vor dem herannahenden Orkantief Zeynep. Gegen Abend wird es erneut stürmisch. Alle News im Blog.

  • Orkantief Zeynep zieht in Richtung Berlin und Brandenburg. Ab Freitagabend, 20 Uhr, gilt eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Erneut wird mit orkanartigen Böen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h gerechnet.
  • Die Deutsche Bahn stoppt am Freitag sukzessive ihren Fern- und Regionalverkehr in Norddeutschland. Viele Verbindungen von und nach Berlin sind betroffen.
  • Auf den Straßen in Berlin läuft es am Freitag weitgehend störungsfrei. Auch bei der S-Bahn Berlin und bei der BVG gibt es keine Einschränkungen mehr.
  • Die Berliner Feuerwehr meldete am Donnerstag mehr als 1300 Sturm-Einsätze. Zwischenzeitlich galt der Ausnahmezustand. Zwei Menschen wurden von herabfallenden Ästen leicht verletzt.
  • Behörden warnen weiter vor dem Betreten von Parks, Grünanlagen und Wäldern. Es bestehe Lebensgefahr.

Berlin. Die Berliner Morgenpost berichtet über das Unwetter in Berlin und Brandenburg im Newsblog. Alle überregionalen Nachrichten zum Unwetter lesen Sie in diesem Newsblog.

Sturm-News in Berlin am Freitag, 18. Februar: Keine Wochenmärkte in Tempelhof-Schöneberg

16.47 Uhr: Auch Tempelhof-Schöneberg schließt wegen Orkan Zeynep Am Samstag die Wochenmärkte. Betroffen sind die Standorte Winterfeldtmarkt, Crellestraße, Mariendorfer Damm und Breslauer Platz. Das teilte das Bezirksamt auf Twitter mit.

Parks und Gärten bleiben bis einschließlich Montag geschlossen

15.40 Uhr: Wegen der Sturmwarnung bleiben alle Parks und Gärten bis einschließlich Montag vorsorglich geschlossen. Das teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am Freitag mat. Die Schließung gelte auch für alle in den Parkanlagen befindlichen Schlösser, hieß es weiter. Nur das Schloss Charlottenburg bleibe geöffnet.

Dachschaden im Jahn-Sportpark

15.20 Uhr: Sturm Ylenia hat für Sturmschäden am Stadiondach im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg gesorgt. Dort löste sich die Dachverkleidung auf mehreren Quadratmetern, wie die Senatssportverwaltung am Freitag bei Twitter mitteilte. Der Sportpark wurde komplett gesperrt.

Wetterdienst gibt neue Unwetterwarnung heraus

14.59 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg erneuert. Sie gilt ab Freitagabend 20 Uhr bis Samstag früh 4 Uhr. Ab heute Abend deutliche Windverstärkung und aufkommende Sturmböen bis orkanartige Böen zwischen 85-105 km/h. In Schauer- und Gewitternähe sowie von der Nordhälfte Brandenburgs bis Berlin vereinzelt Orkanböen bis 120 km/h!

Steglitz-Zehlendorf verbietet Buden und Zelten auf Wochenmärkten

14.45 Uhr: Auf den Wochenmärkten in Steglitz-Zehlendorf sind am Sonnabend Buden und Zelte verboten. Die Marktverwaltung behält sich eine komplette Absage der Märkte vor, wie es in einer Mitteilung des Bezirks hieß. Betroffen sind die Märkte am Hermann-Ehlers-Platz, am Kranoldplatz und am Moltkeplatz.

Odeg stellt gesamten Verkehr im Nordosten ein

14.33 Uhr: Die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) stellt heute ab 17 Uhr ihren gesamten Verkehr im Nordosten Deutschlands aufgrund der angekündigten Unwetter ein, wie das Unternehmen am Freitagnachmittag mitteilte. Das geschehe auf eine Anordnung des Infrastrukturbetreibers DB Netz, hieß es. Die Einschränkung soll voraussichtlich bis morgen um 7 Uhr gelten. In Brandenburg ist davon die Regionalexpress-Linie RE2 betroffen, die in dem Zeitraum nicht zwischen Wittenberge und Wismar fährt. Es gibt auch keinen Ersatzverkehr mit Bussen. Zudem sei in Brandenburg mit Zugausfällen und Verspätungen aufgrund von sicherheitsbedingten Geschwindigkeitsreduzierungen zu rechnen, so die Odeg. Für Berlin sieht das Unternehmen zunächst keine Einschränkungen vor. Insgesamt empfiehlt die Odeg aber, im Unwetterzeitraum von nicht zwingend notwendigen Reisen abzusehen.

Fernverkehr ab Berlin nach Hamburg und Hannover eingestellt

14.25 Uhr: Die Deutsche Bahn hat die allermeisten Fernverkehr-Verbindungen ab Berlin eingestellt. Wie eine Abfrage bei bahn.de ergibt, fallen die ICE- und IC-Züge Richtung Hamburg oder Hannover wetterbedingt aus. Bei Zügen Richtung Frankfurt/Main und Leipzig werden noch vereinzelte Verbindungen angezeigt. Die Bahn hat eine Hotline zur aktuellen Verkehrslage eingerichtet: 08000 90 60 30.

Mitte und Tempelhof-Schöneberg schließen Friedhöfe

14.20 Uhr: Wegen der amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes bleiben die Friedhöfe Seestraße, Turiner Straße und Gerichtstraße in Berlin-Mitte am 19. und 20. Februar geschlossen. Das teilte das Bezirksamt Mitte mit. Es könnten wegen der vorhergesagten schweren Sturmböen in der Nacht zum 19. Februar Bäume umstürzen und Äste abbrechen lassen, heißt es in der Mitteilung. Es bestünde Lebensgefahr. Der Zugang soll am 21. Februar, ab etwa 7 Uhr wieder möglich sein, insofern der Zutritt gefahrlos möglich sei. Auch der Heidefriedhof in Mariendorf bleibt geschlossen.

VBB - Vor Fahrtantritt über mögliche Ausfälle informieren

13.25 Uhr: Der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bittet Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt in der App oder auf den Webseiten der Verkehrsunternehmen über mögliche sturmbedingte Ausfälle zu informieren. "Aufgepasst: Wegen #Sturmwarnung kann es im gesamten #VBBLand zu Ausfällen bis hin zu vorübergehenden Einstellungen im Schienenverkehr kommen", heißt es in dem Tweet.

Zoo und Tierpark Berlin bleiben am Sonnabend geschlossen

13.20 Uhr: Wegen der Unwetterwarnung mit orkanartigen Böen bleiben Zoo und Tierpark Berlin am Sonnabend vorsorglich geschlossen. "Herabfallende Äste des alten Baumbestandes könnten eine Gefahr für Besucher*innen darstellen, auch die Tiere werden sicherheitshalber in Häusern und Stallungen untergebracht", erklärt das Unternehmen. Beim Unwetter am Donnerstag wurde vor allem der Tierpark wurde von den Orkan-Böen stark getroffen. "Mehr als 20 Bäume und diverse Bauzäune sind umgekippt", erklärte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Das Aquarium Berlin bleibt geöffnet.

Wer Tickets für den 19. Februar 2022 hat, soll sich wegen einer Umbuchung an ticket@zoo-berlin.de bzw. ticket@tierpark-berlin.de wenden.

Tierpark Cottbus wird erneut wegen Sturmwarnung geschlossen

12.45 Uhr: Nach einer erneuten Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes bleibt der Tierpark Cottbus am Samstag geschlossen. Das teilte der städtische Eigenbetrieb am Freitag mit. Es sei vorgesehen, am Sonntag wieder für Besucher zu öffnen.

Bereits am Donnerstag hatte der Cottbuser Tierpark seine Pforten geschlossen gehalten. „Das durchziehende Sturmtief hat auch im Tierpark mehrere Bäume entwurzelt und zu Beschädigungen am Außenzaun geführt“, hieß es in der Mitteilung. Menschen, Tiere und Gebäude seien nicht zu Schaden gekommen.

Bahn stoppt nach und nach den Fernverkehr in Norddeutschland

12.15 Uhr: Die Deutsche Bahn stoppt wegen des heraufziehenden Orkantiefs Zeynep am Freitag sukzessive ihren Fern- und Regionalverkehr in Norddeutschland. Das kündigte ein Unternehmenssprecher in Berlin an. Der Stopp des Regionalverkehrs betreffe Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen sowie Teile Nordrhein-Westfalens.

Die Einstellungen im Regionalverkehr erfolgten „im Laufe des Tages“, sagte der Sprecher. In Nordrhein-Westfalen werde damit auf einigen Linien ab 14 Uhr begonnen. Im Fernverkehr sollen die Verbindungen von Hamburg aus in Richtung Berlin, Hannover und Köln betroffen sein. Auch auf der Ost-West-Strecke zwischen Köln über Hannover nach Berlin soll der ICE- und IC-Verkehr den Angaben zufolge eingestellt werden.

Der Sprecher sprach von „gravierenden“ Unwetterwarnungen. Der Stopp erfolge aus Sicherheitsgründen aufgrund der Erfahrungen mit früheren vergleichbaren Extremwetterlagen. Es sei besser, Züge in den Bahnhöfen zurückzuhalten als Nothalte auf freien Strecken zu riskieren. Dort könnten gestrandete Passagiere sehr viel schlechter betreut werden.

Die Bahn riet allen Kunden dazu, ihren Fahrten möglichst auf den früheren Freitag vorzuziehen oder ganz zu verschieben. Sollte dies nicht möglich sein, sollten sich Passagiere unbedingt laufend über das aktuelle Unwetter- und Verkehrsgeschehen informieren, sagte der Sprecher.

Folgende Verbindungen sind betroffen:

  • Ab dem Nachmittag bis zum Tagesende verkehren keine Fernzüge mehr nördlich von Dortmund, Hannover und Berlin.
  • ICE-Züge Köln - Hannover - Berlin fallen ab dem Nachmittag bis zum Tagesende aus.
  • ICE/IC-Züge Frankfurt(Main) bzw. Berlin - Amsterdam fallen den gesamten Tag lang aus.

Zeitgleich mehr als 60 Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr

12.10 Uhr: Während des Ausnahmezustands bei der Berliner Feuerwehr am Donnerstag sind kontinuierlich zeitgleich mehr als 60 Anrufe in der Leitstelle eingegangen. Das geht aus der Einsatz-Bilanz hervor, die die Feuerwehr am Freitag veröffentlichte. An sonstigen Tagen seien es durchschnittlich fünf zeitgleiche Anrufe. Im gesamten Tagesverlauf seien insgesamt 1366 wetterbedingte Einsätze durch die Berliner Feuerwehr aufgenommen und abgearbeitet worden. Beim Sturmtief Nadia vor knapp drei Wochen waren es rund 600 Einsätze.

Sonnenallee in Neukölln wieder frei

11.27 Uhr: Nach der Beseitigung von Sturmschäden an der Sonnenallee in Neukölln wurde die Straße für den Verkehr wieder freigegeben, wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitteilte.

Sperrungen und Stau wegen der Beseitigung von Sturmschäden

9.40 Uhr: Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) meldet, dass an der Avus (A115) derzeit Sturmschäden beseitigt werden. Stadtauswärts gebe es hinter der Anschlussstelle Hüttenweg einen Stau (+ 10 Min.).

Zu einer Sperrung kommt es wetterbedingt auch auf der Sonnenallee in Neukölln zwischen Schönstedtstraße und Wildenbruchstraße. Laut VIZ wurden dort Schäden an einem Dach festgestellt.

In Tegel sind wegen Sturmschäden weiter die Berliner Straße und die Veitstraße gesperrt. Die Berliner Straße ist zwischen Ernststraße und Veitstraße auch für den Fuß- und Radverkehr gesperrt.

"Kurz und heftig": Wetterexperten zeigen Kaltfrontdurchgang von Orkantief "Zeynep"

8.55 Uhr: Kurz und teils heftig: So beschreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Tweet den Kaltfrontdurchgang von Orkan Zeynep. In dem Tweet wird die Lage farbig visualisiert. Die Lage um 18 Uhr ist rot eingekreist. Zu dieser Zeit seien bereits schwere Sturmböen, vereinzelt auch orkanartige Böen um 110 km/h möglich.

Großteil der Bahnstrecken nach Sturm wieder befahrbar

8.02 Uhr: Nach dem Sturm Ylenia ist der Großteil der Strecken im Bahnverkehr wieder befahrbar. Insbesondere zwischen Berlin und Hamburg sowie zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen seien wieder Fernverkehrszüge unterwegs, teilte die Bahn am Freitagmorgen mit. Dennoch komme es weiterhin aufgrund von gesperrten Streckenabschnitten im Fernverkehr zu Einschränkungen. Auf der Strecke nördlich von Berlin Richtung Ostseeküste und nördlich von Hamburg und Münster sowie den internationalen Verbindungen von Frankfurt/Main und Berlin nach Amsterdam würden noch keine ICE und Intercity-Züge fahren. Es komme zu Zugausfällen und Verspätungen.

Im Regionalverkehr habe sich der Verkehr weitgehend wieder normalisiert. Beeinträchtigungen seien noch auf einzelnen Verbindungen in den besonders von dem Sturmtief betroffenen Gebieten, wie Teile Niedersachsens, möglich.

Ab Freitagnachmittag geht der Deutsche Wetterdienst von einer weiteren Sturmfront mit teilweise noch höheren Windgeschwindigkeiten aus. Mit erneuten Einschränkungen sei deshalb zu rechnen. Die DB bittet ihre Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung auf bahn.de oder im DB Navigator zu informieren.

Wetterdienst erneuert Warnung vor Orkantief Zeynep

6.50 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Orkantief Zeynep. "Heute zunächst Wetterberuhigung, ab dem Abend und in der Nacht zum Sonnabend erneut orkanartiger Sturm!", heißt es auf der Webseite. Demnach geraten Berlin und Brandenburg ab Freitagmittag langsam in den Einfluss von Zeynep. Der Wind verstärke sich am Abend und in der Nacht zum Sonnabend zu schwerem bis orkanartigem Sturm.

Am Nachmittag werden Wind- und Sturmböen von 60 bis 75 km/h erwartet, am Abend und in der Nacht schwere Sturmböen bis orkanartige Böen mit 90 bis 115 km/h. Lokal sind laut DWD auch Orkanböen bis 120 km/h möglich.

Sturm-News in Berlin am Donnerstag, 17. Februar: Feuerwehr beendet Ausnahmezustand

23.59 Uhr: Die Feuerwehr beendet den Ausnahmezustand Wetter. Ingesamt wurden am Donnerstag 1366 wetterbedingte Einsätze aufgenommen und zum größten Teil abgearbeitet, twitterte sie mit einem Dank bei Kräften der Berufs- und insbesondere der Freiwilligen Feuerwehren und dem Technischen Hilfwerk (THW).

S-Bahn Berlin verzeichnet keine Störungen mehr

22.50 Uhr: Die S-Bahn Berlin meldet keine weiteren Störungen mehr. Die Deutsche Bahn meldete am Abend, dass die Züge des RE5 zwischen Südkreuz und Zossen ausfallen.

Insgesamt warnt die Bahn für die Zeit bis Sonnabend: "Der Bahnverkehr ist voraussichtlich bis 19.2. bundesweit beeinträchtigt." Reisende sollen sich vorab informieren - zum Beispiel auf dieser Seite oder hier.

Deutscher Wetterdienst aktualisiert Warnmeldungen

21.15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnungen für den Raum Berlin und Brandenburg am Donnerstagabend aktualisiert. Demnach wird bis zum Freitagmorgen um 3 Uhr vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 km/h gerechnet.

Für Freitagabend gibt es eine Unwetterwarnung. Ab 20 Uhr können orkanartige Böen mit einem Tempo zwischen 85 und 105 km/h auftreten. Sie kommen aus westlicher Richtung. Wenn Schauer in der Nähe sind oder ein Gebiet besonders ungünstig liegt, können die Böen auch bis zu 115 km/h schnell sein. Diese Unwetterwarnung gilt bis Sonnabend um 4 Uhr.

Regionalliga-Spiele in Berlin fallen aus

20.45 Uhr: Die für Freitag angesetzte Partie zwischen der VSG Altglienicke und dem Chemnitzer FC fällt aus. Wegen des Sturmtiefs und der daraus resultierenden Gefährdung für Mannschaften und Zuschauer wurde das Stadion der VSG von der Berliner Senatsverwaltung gesperrt, wie die Chemnitzer am Donnerstagabend mitteilten.

Berliner Feuerwehr noch nicht entspannt

19.55 Uhr: „Die Einsätze ziehen sich weiter hin“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz, sie waren noch bis weit in den Abend hinein beschäftigt. Der Ausnahmezustand Wetter besteht nach wie vor.

Avus weiterhin gesperrt

19.09 Uhr: Die A115 ist stadtauswärts zwischen Hüttenweg und Spanische Allee gesperrt. Die Vekehrsinformationszentrale berichtet von einem Stau von länger als zwei Stunden. Inzwischen staut es sich auch auf der A100 Richtung Wedding ab Konstanzer Straße.

Böen auch in der Nacht zu erwarten

19 Uhr: Studentische Wetterbeobachter weisen darauf hin, dass es weiterhin stürmt - wenn auch "nur" mit Stärke 9, in Einzelfällen mit Stärke 10. In der Nacht flacht der Sturm etwas ab.

Sturm deckt Teile des Daches von Charité-Klinik ab

18.20 Uhr: Der Sturm hat Gebäude der Berliner Charité beschädigt. An der Zahnklinik habe sich ein Teil des Vordachs gelöst, sagte Kliniksprecher Markus Heggen. Menschen seien nicht verletzt worden. Der Betrieb in dem Gebäude in der Aßmannshauser Straße in Wilmersdorf ist demnach nicht beeinträchtigt. Am Campus Benjamin Franklin in Steglitz löste sich an der Nordrampe ein Teil des Dachs. Auch dort kamen laut Heggen keine Menschen zu Schaden.

Flughafen BER: Gepäck kann nicht verladen werden

17.18 Uhr: Am Flughafen BER kommt es immer noch zu Einschränkungen in der Abfertigung. Zwar können Flugzeuge starten und landen, Passagiere ein- und aussteigen, aber das Gepäck kann in der Regel nicht ein- oder ausgeladen werden. Grund sind immer noch die starken Windböen, sagte ein Flughafen-Sprecher. "Wir tun alles, was möglich ist, aber müssen natürlich auch die Sicherheitsbestimmungen einhalten", sagte er. Die Airlines müssten nun für die nächsten Stunden und Tage organisieren, wie die Koffer zu ihren Eigentümern kommen. Gehofft wird auf nachlassenden Wind am Abend, sodass die Einschränkungen aufgehoben werden können.

Mehr als doppelt so viele Notrufe als üblich in Brandenburg

17.05 Uhr: Die Polizei verzeichnete am Donnerstag bis 14 Uhr mehr als 1000 Notrufe. Dies seien doppelt so viele wie im selben Zeitraum vor einer Woche, sagte Sprecherin Stefanie Klaus. Die Anrufe führten zu 430 Einsätzen. Meist sei es dabei um Unterstützung der Feuerwehren bei Räumungsarbeiten wegen umgestürzter Bäume oder abgedeckter Dächer gegangen.

Viele Stromausfälle im Süden Brandenburgs

17 Uhr: Im Süden Brandenburgs verursachte „Ylenia“ viele Stromausfälle. Am frühen Donnerstagmorgen waren im Umland von Cottbus rund 5000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mitteilte. Am Vormittag reduzierte sich die Zahl auf rund 700 Haushalte. Betroffen waren noch die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Am Nachmittag teilte das Unternehmen mit, dass der erneut aufkommende Sturm die Reparaturarbeiten erschwere.

Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg aufgehoben

16.35 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg am Nachmittag aufgehoben. Aber: Für den Abend rechneten die Meteorologen in Berlin weiterhin mit Sturmböen der Windstärke acht bis neun. Stärke acht bedeutet eine mittlere Geschwindigkeit von 65 bis 70 Kilometern pro Stunde. Zweige brechen von Bäumen, das Gehen im Freien ist erschwert. Bei Windstärke neun fegt der Wind mit einer mittleren Geschwindigkeit von 75 bis 85 Stundenkilometer über freies Gelände. Es kann kleinere Schäden an Häusern geben, wie abgehobene Dachziegel. „Es liegt keine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen mehr vor“, hieß es am Nachmittag.

Bahnverkehr weiterhin stark beeinträchtigt

16.15 Uhr: Der Bahnverkehr ist nach Angaben des DB-Sprechers Achim Stauß weiterhin stark beeinträchtig. Bei einem Pressestatement am Nachmittag sagte er: „Unsere Reparaturtrupps sind unermüdlich dabei, Strecken von umgefallenen Bäumen zu befreien.“ Auch Oberleitungsmasten müssten wieder Instand gesetzt werden. Man habe zwar schon einen Großteil räumen können, aber viele Schienen seien weiterhin nicht frei. Deshalb und wegen der nicht ganz vorhersehbaren Situation wolle man den Fahrgästen den Aufenthalt in einem Bahnhof ermöglichen als Gefahr zu laufen, dass sie bei einer Fahrt von einem umgestürzten Baum gestoppt würden. „Solche Situationen müssen wir verhindern“, sagte der DB-Sprecher. Zudem sei die Kulanzregelung erweitert worden. Gäste mit Tickets, die bis einschließlich Sonntag gelten, könne diese auch in der kommenden Woche flexibel nutzen.

Feuerwehr sieht noch keine Entspannung

16.10 Uhr: Insgesamt wurden bei der Berliner Feuerwehr mehr als 1100 wetterbedingte Einsätze gemeldet. Mittlerweile sei man dabei, die nicht priorisierten Fälle abzuarbeiten, teile ein Feuerwehrsprecher mit. Von Entspannung könne jedoch noch keine Rede sein.

Sturm fällt Baum in Alt-Buckow

16.14 Uhr: In Alt-Buckow ist gegenüber der Dorfkirche ein Baum umgestürzt.

Sturm knickt Baum in Steglitz um

15.43 Uhr: Sturm Ylenia hat in Steglitz einen Baum umgelegt. Er stürzte an der Kreuzung zur Schildhornstraße auf die Paulsenstraße.

Ringe am Olympiastadion abmontiert

15.41 Uhr: Wegen eines gerissenen Stahlseils in Folge von Sturmtief Ylenia sind die Olympischen Ringe am Olympiastadion aus Sicherheitsgründen abgenommen worden. „Sturmtief Ylenia zieht über Deutschland und macht auch vor unserem Stadion kein Halt“, hieß es am Donnerstag auf dem Twitter-Account des Stadionbetreibers. Es sei bei dem Vorfall an der Spielstätte von Fußball-Bundesligist Hertha BSC niemand zu Schaden gekommen.

Zwei Fahrzeuge fahren gegen umgestürzten Baum: Zwei Verletzte

15.20 Uhr: Beim Zusammenstoß mit einem beim Sturm umgestürzten Baum sind an der Landesgrenze von Mecklenburg zu Brandenburg zwei Autofahrer verletzt worden. Wie eine Polizeisprecherin sagte, lag der Baum am Morgen auf der Landesstraße zwischen Wittstock (Kreis Ostprignitz-Ruppin) und Wredenhagen (Mecklenburgische Seenplatte). Bei Dunkelheit fuhr demnach ein 21-Jähriger aus der Müritzregion mit dem Auto dagegen, dann von der anderen Seite ein Mann mit seinem Transporter.

Die beiden Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Fahrzeuge könnten sich geblendet haben, hieß es. Das Auto des Mannes von der Seenplatte musste geborgen werden. An beiden Fahrzeugen entstand rund 12.000 Euro Sachschaden, hieß es. Der Unfall ereignet sich in einem dichten Waldstück

Rathaus Lichtenberg gesperrt

14.48 Uhr: Wegen herabfallender Dachziegel ist vorsorglich das Rathaus Lichtenberg gesperrt worden, teilte das Bezirksamt mit.

Baum stürzt auf Kreuzberger Grundschule

14.40 Uhr: Ein Baum ist auf die Otto-Wels-Grundschule in Kreuzberg gefallen. Einsatzkräfte der Feuerwehr sind im Einsatz, um den Baum vom Dach zu ziehen.

Impf-Drive-In in Lichtenberg am Freitag geschlossen

14.35 Uhr: Der Impf-Drive-In an der Landsberger Allee 300 in Lichtenberg bleibt am Freitag witterungsbedingt geschlossen. Das kündigte die Gesundheitsbehörde auf Twitter an. Auch heute öffnete die Impfstation wegen des Sturms nicht.

Busse fahren nicht mehr zum Flughafen BER

14.23 Uhr: Der Flughafen BER kann derzeit von Bussen nicht mehr angefahren werden, meldet die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) auf Twitter.

Baum fällt auf Avus - A115 teilweise gesperrt

14.21 Uhr: Auf der Avus ist ein Baum umgestürzt, teilt die VIZ mit. Die Autobahn A115 ist aktuell zwischen Hüttenweg und Spanische Allee gesperrt. Der Verkehr staut sich. Autofahrende müssen aktuell ca. 90 Minuten mehr Zeit einplanen.

Fassadenteile stürzen in Mitte auf Auto

14.20 Uhr: Im Bezirk Mitte hat Sturm Ylenia Teile einer Hausfassade an der Almstadtstraße losgerissen. Trümmerteile stürzten auf Fahrbahn und Gehweg. Sie trafen auch ein am Straßenrand geparktes Auto, dessen Dach komplett zertrümmert wurde. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Feuerwehr sperrte die Straße. Experten müssen nun prüfen, ob die Sicherheit des Wohnhauses noch gewährleistet ist.

Ylenia knickt Tanne um - Union trauert um seinen Weihnachtsbaum

13.55 Uhr: Sturmtief Ylenia hat auch beim 1. FC Union Berlin Schaden angerichtet. Eine mehr als 20 Meter hohe Tanne direkt vor der Geschäftsstelle der Eisernen in Köpenick knickte am Donnerstagvormittag bei einer heftigen Sturmböe um.

„Der Baum ist hin. Wir sind alle sehr traurig“, sagte Kommunikationschef Christian Arbeit bei der Pressekonferenz der Eisernen vor dem Bundesliga-Spiel bei Arminia Bielefeld. Weiterer Schaden sei aber nicht verursacht worden. Vor Weihnachten wurde der imposante Baum immer festlich mit roten Kugeln geschmückt. In den sozialen Netzwerken betrauerten viele Fans den Vorfall.

Ob der 1. FC Union noch weitere Hindernisse wegen der stürmischen Wetterlage hinnehmen muss, war am Donnerstag noch unklar. Geplant ist am Freitag die Anreise mit der Bahn nach Bielefeld. „Wenn keine Bäume auf den Gleisen liegen“, sagte Arbeit.

Tempelhofer Damm wieder freigegeben

13.45 Uhr: Die Sperrung des Tempelhofer Damms in Tempelhof zwischen Ringbahnstraße und Platz der Luftbrücke ist am frühen Donnerstagnachmittag aufgehoben werden. Die Straße sei wieder in beiden Richtungen befahrbar, wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) bei Twitter mitteilte. Kurz darauf teilte auch die Berliner Feuerwehr mit, dass der Antennenmast sicher umgelegt worden sei. Der herabgestürzter Mast hatte dort für stundenlange Sperrungen gesorgt.

Ylenia reißt Floß auf der Spree los

13.35 Uhr: Sturm Ylenia hat am Donnerstagvormittag ein Floß auf der Spree losgerissen. Es kollidierte mit Schubleichtern, wie die Berliner Polizei bei Twitter meldete. Die Wasserschutzpolizei und das Wasseschutzamt Spree-Havel seien nun dabei, das Gefährt zu bergen und zu sichern, hieß es weiter.

Baum stürzt in Moabit auf Postfahrzeug

13.20 Uhr: In Moabit (Mitte) ist an der Rathenower Straße ein Baum auf ein Postfahrzeug gestürzt. Der Fahrer des Transporters blieb unverletzt. Die Feuerwehr zersägte Stamm und Äste und räumte die Fahrbahn, wie ein Video der Instagram-Userin @thrsfs zeigt. Bei den Aufräumarbeiten soll sich ein Mitarbeiter verletzt haben, berichtete eine Augenzeugin.

Baum in Moabit umgestürzt
Baum in Moabit umgestürzt

Hochwasser-Warnung für die Müggelspree

13.19 Uhr: Für Berlin liegt eine sogenannte "Hochwasserinformation" vor. Wie es auf dem "Länderübergreifenden Hochwasser Portal" (HLP) heißt, komme es wegen der Sturm-Lage zu erhöhten Wasserständen in Bereichen der Müggelspree, des Dämeritzsees und des Gosener Kanals.

Sturmschäden auf dem Campus Adlershof

13.17 Uhr: Auf dem Campis Adlershof der Humboldt Universität ist es zu Sturmschäden gekommen. Wie die Universität bei Twitter mitteilte, lösten sich Fassadenelemente am Erwin-Schrödinger-Zentrum. Verletzt wurde niemand. die Feuerwehr ist vor Ort.

Berliner Feuerwehr: Mehr als 600 Einsätze

12.56 Uhr: Die Feuerwehr meldet mehr als 600 sturmbedingte Einsätze seit 9 Uhr in Berlin. Alle Freiwilligen Feuerwehren seien zum Dienst gerufen worden. "Es gibt vielerorts zum Beispiel lose Dachteile oder Äste von Bäumen, die runterfallen", so ein Feuerwehr-Sprecher. Die Bearbeitung der Fälle erfolge nach Prioritäten. Bisher gebe es in Berlin zwei verletzte Personen. Sie wurden von herabstürzenden Ästen getroffen.

Umgestürzter Mast am Tempelhofer Damm geborgen

12.43 Uhr: Der umgestürzte Mast am Tempelhofer Damm ist mithilfe eines Krans von den S-Bahn-Gleisen entfernt worden. Mehr als zwei Stunden dauert der Einsatz schon. Jetzt muss er noch in Position gebracht werden, um abtransportiert zu werden. Der Tempelhofer Damm ist in Höhe des S-Bahnhofs für den Verkehr gesperrt.

Aktuell mehr als 340 Feuerwehr-Einsätze

12.41 Uhr: Die Feuerwehr-interne App zeigt an, wie viele Einsätze es in Berlin gerade gibt - jeder schwarzer Punkt ist ein Einsatz, aktuell sind es also mehr als 340.

Sturm führt zu Flugverspätungen am Flughafen BER

12.10 Uhr: Passagiere am Flughafen BER brauchten am Donnerstagvormittag Geduld. Wegen starker Windböen war die Flugzeugabfertigung stark eingeschränkt, es kam zu Verspätungen, wie ein Sprecher der Betreibergesellschaft sagte. „Wir versuchen, die Abfertigung so schnell wie möglich wieder hochzufahren.“

Die erste Welle von Starts und Landungen am BER zu Betriebsbeginn am frühen Morgen war den Angaben zufolge noch reibungslos gelaufen. Weil der Sturm danach wieder stärker wurde, durften die Ausleger der Fluggastbrücken des Terminals nicht an die Maschinen herangefahren werden. Teilweise wurde auf mobile Brücken ausgewichen. Wegen starker Böen durften zeitweise auch keine Gepäckklappen geöffnet werden.

Wie groß die Verspätungen waren, blieb zunächst offen. Auch über Flugabsagen gab es noch keine abschließende Information. Die Lufthansa hatte in der Nacht Flüge nach Frankfurt annulliert.

Brandenburger Feuerwehr warnt: „Unnötigen Aufenthalt im Freien vermeiden“

12 Uhr: Abgelöste Dachteile, umgestürzte Bäume: wegen den Gefahren durch das Sturmtief „Ylenia“ warnt die Feuerwehr Potsdam vor unnötigen Aufenthalten im Freien. „Die #Feuerwehr Potsdam hat bislang 28 #Sturm Einsätze in der @LH_Potsdam abgearbeitet. Weitere 17 Einsätze sind offen“, hieß es auf Twitter am Donnerstagmittag. Bisher habe es einen leichtverletzten Menschen gegeben.

Die Leitstelle Lausitz im Süden des Landes zählte gegen 11 Uhr 144 sturmbedingte Einsätze. Vor allem seien die Helfer im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald, Elbe-Elster sowie im Nordosten von Spreewald-Lausitz im Einsatz. Die Feuerwehr Potsdam sprach von einem sehr hohem Notrufaufkommen in der Regionalleitstelle Nordwest. „Bitte nur bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen um eine Überlastung zu vermeiden. Einsätze werden priorisiert abgearbeitet“, hieß es auf Twitter.

Probleme bei Bergung von Signalmast in Tempelhof

11.52 Uhr: Am Tempelhofer Damm ist der Verkehr auf Höhe des S-Bahnhofs jetzt in beide Richtungen gesperrt. Die Feuerwehr versucht nun, den hinabgestürzten Signalmast zu bergen. Dies wird aber erschwert, weil unter der Brücke die U-Bahn entlang verläuft, genau dort, wo der Kran stehen muss. Parallel zum Einsatz in Tempelhof finden aktuell 420 Feuerwehr-Einsätze statt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Polizei und Feuerwehr sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, außerdem vor Ort sind ein Vertreter der BVG und Mitarbeitende im S-Bahnhof, die Fahrgästen Alternativen zur S-Bahn aufzeigen sollen. Betroffen von der Straßensperrung sind auch die Buslinien 140 und 184.

Sturm sorgt für Stromausfälle in Brandenburg

11.51 Uhr: Der Sturm hat im Süden Brandenburgs viele Stromausfälle verursacht. Am frühen Donnerstagmorgen waren um das Umland von Cottbus rund 5000 Haushalte ohne Strom, wie der Netzbetreiber Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mitteilte. Am Vormittag reduzierte sich die Zahl auf rund 700 Haushalte. Betroffen waren noch die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Hauptursache für die Stromausfälle waren demnach zusammenschlagende Leiterseile sowie Bäume und Äste, die Stromleitungen beschädigten. Der Netzbetreiber warnte davor, sich während des Sturms elektrischen Anlagen und Leitungen zu nähern. Während des Sturms sei immer wieder mit Ausfällen zu rechnen, sagte ein Sprecher.

Auch in Nordbrandenburg und Westmeclenburg waren Tausende Haushalte ohne Strom. Wie der regionale Stromversorger Wemag mitteilte, kam es im gesamten Netzgebiet zu Störungen an Leitungen. Die Reparaturarbeiten hätten schon in der Nacht begonnen. Am Morgen seien noch etwa 2000 Kunden von den Störungen betroffen gewesen. Der größte Teil der Schäden sei durch herabfallende Äste oder entwurzelte Bäume verursacht worden. Besonders betroffen gewesen seien die Regionen um Bützow, Gadebusch, Hagenow, Neustadt-Glewe und Perleberg, hieß es.

Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben davon aus, dass sich die Störungen bis in den Abend hinein fortsetzen können. Das anhaltend stürmische Wetter mit starken Windböen erschwere die Behebung der Schäden, die schrittweise beseitigt würden. Alle verfügbaren Kräfte seien im Einsatz, hieß es.

Neue Sperrungen wegen Sturmschäden

11.45 Uhr: Die Berliner Stadtautobahn A100 ist in Richtung Wedding zwischenzeitlich gesperrt worden. Inzwischen soll der Verkehr wieder laufen, wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitteilte. Zu Sperrungen kam es auch in Richtung Wedding zwischen AD Funkturm und Kaiserdamm. Auch der Lichtenrader Damm ist wegen Sturmschäden stadteinwärts zwischen Im Domstift und Marienfelder Straße gesperrt worden.

Sturmschaden im Reichstag - Künast muss Fenster zuhalten

11.42 Uhr: In einem Restaurant neben dem Plenarsaal des Reichstags hat der Sturm ein Fenster aufgedrückt. Das berichtet die Berliner Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Grüne) bei Twitter. Das Fenster müsse nun abwechselnd mit Körperkraft zugehalten werden. "Sonst fliegt alles! Wo bleibt die Technik, Frau Präsidentin?", fragte Künast an die Adresse der Bundestagstagspräsidentin Bärbel Bas.

S-Bahnhof Tempelhof nach umgestürzten Mast gesperrt

11.17 Uhr: Der S-Bahnhof Tempelhof ist derzeit für Fahrgäste gesperrt. Wie eine Bahnsprecherin erklärte, sei auf dem Bahnsteig ein ehemaliger Antennenmast des Flughafens Tempelhof mit einer Höhe von 15 Metern umgestürzt, der nun das Gleis blockiert. Der Verkehr ist deshalb zwischen Herrmannstraße und Südkreuz unterbrochen, das betrifft unter anderem die Ring-Bahnlinien S41 und S42.

GdP-Sprecher dankt Einsatzkräften von Feuerwehr und THW

11.15 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin dankt den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilswerks (THW). "Wir sollten nie vergessen, dass sie das nicht nur tun, wenn ein massives Unwetter über die Region zieht und für große Gefahr sorgt, sondern als Säule unserer Infrastruktur auch bei weit mehr als 1.000 täglichen Einsätzen an 365 Tagen im Jahr", so GdP-Sprecher Benjamin Jendro.

Sturm legt Fähre und Tram in Potsdam streckenweise lahm

11.12 Uhr: Das Sturmtief „Ylenia“ hat in Potsdam zu streckenweisen Ausfällen beim Fähr- und Tramverkehrs geführt. Wegen zweier umgestürzter Bäume in den Wendeschleifen Marie-Juchacz-Straße und Gaußstraße ist der Tramverkehr der Linien 92 und 96 derzeit nur bis/ab Bisamkiez möglich, teilte der Verkehrsbetrieb Potsdam mit. Zwischen Waldstraße/Horstweg und Marie-Juchacz-Straße wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. „An der Beseitigung der Bäume wird gearbeitet, anschließend muss noch die Fahrleitung überprüft werden“, hieß es weiter.

Auch der Fährverkehr der Linie F1 zwischen Auf dem Kiewitt und Hermannswerder wurde am Vormittag eingestellt. Fahrgäste können die Buslinie 694 von/bis S-Hauptbahnhof und aus Potsdam-West bis/von S-Hauptbahnhof die Tram 91 und die Busse der Linien 605, 606 und 631 nutzen.

Wetterdienst warnt vor weiteren Orkanböen ab Freitagabend

11 Uhr: Am Freitag nähert sich von Westen her ein weiteres Orkantief Deutschland. Im Tagesverlauf frischt der Südwestwind kräftig auf und erreicht am späten Nachmittag bereits Sturmböen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in einer "Vorabinformation Unwetter vor Orkanböen" mitteilte. Am Freitagabend und eingangs der Nacht zum Samstag nehme der Wind weiter zu und erreiche Böen zwischen 90 und 110 km/h, stellenweise sind auch Orkanböen um 120 km/h aus westlichen Richtungen nicht ausgeschlossen, wie es weiter heißt.

In der zweiten Nachthälfte zieht das Starkwindfeld ostwärts weiter und der Wind lässt deutlich nach. Laut DWD wird das Unwetter verbreitet erwartet, insbesondere in höheren Lagen. "Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Unwetterwarnungen erfolgen. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit", heißt es.

BSR: Kurzfristige Schließungen von Recyclinghöfen möglich

10.57 Uhr: Wegen der Sturm-Lage in Berlin kann es aus Sicherheitsgründen kurzfristig zu Schließungen von BSR-Recyclinghöfen im gesamten Stadtgebiet kommen, teilte das Unternehmen mit.

Berliner Feuerwehr - "Wir haben sehr gut zu tun"

10.55 Uhr: Nach Angaben der Berliner Feuerwehr gebe es aktuell drei größere Einsätze. So seien in Prenzlauer Berg und in Tempelhof Teile von Lagerdächern geweht. Die Einsatzkräfte seien bereits auf den Weg. „Wir haben sehr gut zu tun“, sagt eine Feuerwehrsprecher.

Meistens hätten die Feuerwehrleute Bäume und Äste beseitigt, die auf der Straße und zum Teil auch auf Autos lagen. Menschen seien nicht verletzt worden. Der Feuerwehrsprecher warnte auch für den ganzen Donnerstag: „Die Wohnung ist der sicherste Ort. Man sollte auf keinen Fall Wälder oder Parks betreten, weil es da wegen herabstürzender Äste oder umstürzender Bäume besonders gefährlich ist.“ Auch Gegenstände auf Balkonen sollten gesichert werden.

Immer mehr Fahrgäste stranden am Hauptbahnhof

10.50 Uhr: Der Zulauf an Fahrgästen vor den Reiseinformationen der Deutschen Bahn wird immer größer. Fahrgäste erzählen von ausgefallenen Weiterfahrten oder deutlichen Verspätungen. Unter den gestrandeten Fahrgästen ist auch Roy Rösler. Der Berliner hat an diesem Morgen eine wahre Odyssee hinter sich. Eigentlich wollte er am frühen Donnerstagmorgen von Berlin nach Duisburg fahren. Um kurz vor 9 Uhr hätte er dort sein müssen, da er auf einem Binnenfrachtschiff anheuerte. Seine Verbindung startete zunächst auch um 4.30 Uhr, sagt er. Doch dann habe es einen technischen Defekt gegeben. Also habe er in Spandau aussteigen müssen und schaute sich nach einer alternativen Route um, die schließlich nach Magdeburg führte. „Doch da ging es dann auch nicht weiter“, erzählt er. Man habe ihm lediglich gesagt, die Chance von Berlin aus nach Düsseldorf zu kommen sei größer. Also nahm er am Morgen den Regioexpress zurück nach Berlin und wartet.

Zu- und Abfahrt der Stadtautobahn in Tempelhof gesperrt

10.45 Uhr: In Tempelhof sind die Zu- und Abfahrt der Stadtautobahn A100 gesperrt worden. Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitteilte, droht ein Mast auf die Fahrbahn zu stürzen. Es staut sich auf dem Tempelhofer Damm, Autofahrer müssen etwa 20 Minuten mehr einplanen. Laut Feuerwehr ist auch die S-Bahn davon betroffen.

Reisende stranden am Hauptbahnhof

10.15 Uhr: Die Auswirkungen des Sturms sind auch am Berliner Hauptbahnhof zu sehen. Nachdem die Deutsche Bahn bundesweit mehrere Strecken gesperrt hat, zeigt die große Anzeigetafel in der Eingangshalle viele Zugausfälle und Verspätungen an. So gibt es etwa keine Verbindungen nach Wien, München oder Hamburg. Regionalzüge nach Cottbus haben teils mehr als eine Stunde Verspätung. Die gestrandeten Passagiere sammeln sich deshalb vor dem Reisezentrum der Deutschen Bahn an. Auch am Eingang haben Mitarbeiter eine provisorische Information für die Zugreisenden eingerichtet. Dort können sie mögliche Weiterfahrten erfragen. Zudem stellt die Deutsche Bahn auf Gleis 8 einen Aufenthaltszug für alle Zugreisenden zur Verfügung, um die Wartezeit im warmen verbringen zu können.

So ist die aktuelle Lage bei der BVG

9.50 Uhr: Wegen des Sturms haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vorsorglich die Fährlinie 12 zwischen Grünau und Wendeschloss eingestellt. Seit 9 Uhr ist das Schiff nicht mehr unterwegs, wie das Unternehmen mitteilte, die anderen Fähren fahren derzeit ohne Einschränkungen. Auch der Verkehr der F10 (Wannsee-Alt-Kladow) wurde eingestellt.

Auch bei den Straßenbahnen wurde auf den Sturm reagiert, dort gilt derzeit ein Tempolimit von 40 Kilometern pro Stunde. Zu Störungen sei es bei den Tram-Linien in der Nacht und dem frühen Morgen aber nur vereinzelt gekommen.

Auch bei den Bussen waren in den vergangenen Stunden verhältnismäßig wenige Fahrten von Einschränkungen betroffen, insgesamt habe es bislang auf elf Linien Umleitungen oder Unterbrechungen wegen umgestürzter Bäume oder anderer Gegenstände auf der Fahrbahn gegeben. Insgesamt bewertet die BVG die Störungen bislang weniger stark als erwartet, verletzt wurde niemand.

Die BVG twitterte, dass es aktuell im gesamten Stadtgebiet zu Verspätungen und kurzfristigen Umleitungen oder Unterbrechungen komme. "Bitte plant heute definitiv mehr Zeit ein", hieß es.

Flughafen BER muss Bodenabfertigung einstellen

9.38 Uhr: Am Flughafen BER musste am Morgen gegen 9 Uhr die Bodenabfertigung eingestellt werden, das heißt: Passagiere dürfen aktuell nicht in Flugzeuge ein- oder aussteigen, die Maschinen können außerdem nicht mehr be- oder entladen werden. Grund dafür seien Böen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Knoten, sagte Flughafen-Sprecher Jan-Peter Haack. Unter diesen Bedingungen dürften bestimmte Gerätschaften nicht mehr bedient werden, wie etwa Fluggastbrücken.

Landungen und Starts von Flugzeugen, die schon beladen sind, seien aber noch möglich.Durch die Nacht war der Flughafen dem Sprecher zufolge noch gut gekommen. "Wir haben uns gestern gut vorbereitet und bei allen Dienstleistern Geräte gesichert, damit nichts rumfliegen kann", sagte der Sprecher. Auch der Betriebsstart um sechs Uhr hatte noch planmäßig funktioniert. Für den weiteren Tag wurden allerdings mehrere Flüge durch Airlines gestrichen, betroffen sind etwa Flüge der Lufthansa nach Frankfurt oder von Swiss nach Zürich.

S-Bahn Berlin mit neuen Störungen

9.22 Uhr: Die S-Bahn Berlin gibt ein neues Update zu den Störungen im Nahverkehr. Diese Einschränkungen gibt es aktuell:

  • Linien S41 und S42 verkehren nur im 10-Minuten-Takt.
  • Linien S3 und S9 sind zwischen Olympiastadion <> Pichelsberg unterbrochen.
  • Linie S3 verkehrt zwischen Erkner <> Olympiastadion, sowie Pichelsberg <> Spandau.
  • Linie S9 verkehrt zwischen Flughafen Terminal 1,2 <> Olympiastadion. Fahrgäste benutzen bitte zwischen Olympiastadion und Pichelsberg die Verkehrsmittel der BVG.

Berliner Feuerwehr wieder im Ausnahmezustand

9.15 Uhr: Bei der Berliner Feuerwehr wurde erneut der "Ausnahmezustand Wetter" ausgerufen. Dies war bereits in der Nacht zwischenzeitlich der Fall. Weitere Freiwillige Feuerwehren seien in Dienst gerufen worden, hieß es. Wegen des Sturms ist die Feuerwehr bisher zu mehr als 100 Einsätzen gerufen worden. „Die Zahl steigt weiter“, sagte ein Sprecher. Meistens hätten die Feuerwehrleute Bäume und Äste beseitigt, die auf der Straße und zum Teil auch auf Autos lagen. Menschen seien nicht verletzt worden.

Sturmschäden in Kaulsdorf - Gestrandet in Frankfurt/Main

9.10 Uhr: Der Berliner Linken-Politiker Kristian Ronneburg zeigt bei Twitter die Sturmschäden in Kaulsdorf und bedankt sich für den Einsatz der Berliner Feuerwehr.

Der Berliner CDU-Mann Christian Graeff steckt derweil sturmbedingt am Hauptbahnhof in Frankfurt/Main fest und schreibt angesichts der Ausfälle im Fernverkehr: "Ich finde ja wir Deutschen sind manchmal zu panisch… oder geht die Welt unter in Berlin?"

Sturmschäden in Potsdam

9.05: Die Freiwillige Feuerwehr Potsdam-Bornstedt zeigt am Vormittag Sturmschäden in Potsdam.

Windgeschwindigkeit von 128 km/h in Wannsee gemessen

9 Uhr: In Berlin-Wannsee ist eine Windgeschwindigkeit von 128 km/h gemeldet worden. Das meldet der RBB. Weitere Höchstwerte aus der Region laut Deutschem Wetterdienst (DWD):

  • Berlin-Dahlem: 104
  • Potsdam: 111
  • Angermünde: 125
  • Doberlug-Kirchhain: 111

Schiffe kollidieren im Westhafen

8.50 Uhr: Im Mittelbecken des Westhafens ist es am Vormittag zur Kollision zweier Schiffe gekommen. Wie es aus der Senatsumweltverwaltung hieß, war es aufgrund eines technischen Defekts zunächst zum Ausfall der Bordelektronik auf einem Fahrgastschiff gekommen. Verstärkt durch den Sturm trieb das Fahrgastschiff dann ab und stieß mit einem weiteren Schiff zusammen. Das Mittelbecken sollte bis auf weiteres nicht mehr angesteuert werden.

Sperrungen in Lichterfelde

8.40 Uhr: Der Ostpreußendamm in Lichterfelde ist in Höhe Bahnhofstraße gesperrt, meldet die Verkehrsinformationszentrale (VIZ). Dort sind Bäume umgestürzt und haben sich verkeilt. Die Freigabe der Straße werde erst zum Vormittag erwartet, heißt es. Die Buslinien 186 und 380 werden umgeleitet.

S-Bahn Berlin gibt Störungs-Update

8.21 Uhr: Die S-Bahn Berlin hat ein Update zu witterungsbedingten Störungen veröffentlicht. Diese Einschränkungen gibt es aktuell:

  • Linien S41 und S42 verkehren nur im 10-Minuten-Takt.
  • Linie S3 verkehrt zwischen Erkner <> Olympiastadion, sowie Pichelsberg <> Spandau. Zwischen den Busstationen Flatowallee/Olympiastadion <> Scholzplatz (Pichelsberg) verkehrt die Buslinie M49.
  • Linie S9 verkehrt zwischen Flughafen Terminal 1,2 <> Olympiastadion.

Wetterdienst aktualisiert Vorhersage für Berlin und Brandenburg

8 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Vorhersage für Donnerstag und für die kommenden Tage aktualisiert. Demnach ziehen auch heute zeitweise schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h über Berlin und Brandenburg hinweg. In Schauer- und Gewitternähe werden Orkanböen (120 km/h) erwartet. Gegen Abend komme es zu einer allmählichen Windabnahme, dann gebe es zunächst meist noch Sturmböen. In der Nacht zum Freitag lässt der Wind weiter nach.

Nach vorübergehender Wetterberuhigung am Freitag folgt in der Nacht zum Sonnabend ein weiteres Orkantief mit verbreitet schweren Sturmböen sowie teils Orkanböen aus Südwest bis West. Der Schwerpunkt ist laut DWD voraussichtlich die Nordhälfte Brandenburgs.

S-Bahn Berlin hebt Sperrung auf

7.05 Uhr: Die S-Bahn Berlin hat die witterungsbedingte Sperrung der Linie S2 zwischen Mahlow und Blankenfelde aufgehoben, wie das Unternehmen bei Twitter meldete.

Auswirkungen des Sturms auf die BVG in Berlin „kleiner als erwartet“

7 Uhr: Die Auswirkungen des Sturmtiefs „Ylenia“ auf die U-Bahn, Straßenbahn und Busse in Berlin waren „kleiner als erwartet“. Das teilte ein Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstagmorgen mit. Wegen eines in Mahlsdorf auf die Schienen gefallenen Baums musste lediglich eine Buslinie (398) umgeleitet werden. Als Vorsichtsmaßnahme fahren die Bahnen auf den Außenstrecken zudem mit reduzierter Geschwindigkeit, hieß es. In der Nacht sei es zu kurzzeitigen Verspätungen bei den Nachtbuslinien gekommen. Insgesamt sei die Lage aber sehr ruhig, sagte der Sprecher.

Bahn stellt Fernverkehr in mehreren Bundesländern ein

6.55 Uhr: Die Deutsche Bahn hat wegen des Sturms den Fernverkehr in mehreren Bundesländern eingestellt. In Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg verkehren keine Züge des Fernverkehrs, wie das Unternehmen am Donnerstagmorgen mitteilte. Auswirkungen gebe es auch in anderen Bundesländern.

Feuerwehr mit 76 Wetter-Einsätzen

6.45 Uhr: Die Berliner Feuerwehr hat 76 wetterbedingte Einsätze bearbeitet. Größtenteils handele es sich um umgestürzte Bäume oder lose Bauteile, wie die Feuerwehr bei Twitter mitteilte.

Feuerwehr in Brandenburg wegen Sturmtiefs „Ylenia“ im Dauereinsatz

6.30 Uhr: Wegen des Sturmtiefs „Ylenia“ ist die Feuerwehr in Brandenburg in vielen Landkreisen im Dauereinsatz. Bisher sei es noch zu keinen witterungsbedingten Verkehrsunfällen gekommen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilte. In den Landkreisen Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster sei es demnach in der Nacht zu Donnerstag zwischen 1.00 Uhr und 5.30 Uhr zu insgesamt etwa 150 Einsätzen wegen umgefallener Bäume gekommen, sagte der Sprecher. Besonders in den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz seien viele Bäume auf die Fahrbahn gefallen, hieß es.

Auch in den Landkreisen Frankfurt (Oder), Oder-Spree und Märkisch Oderland habe es seit etwa 2 Uhr viele witterungsbedingte Einsätze gegeben – insgesamt etwa 80, wie ein anderer Sprecher am Donnerstagmorgen mitteilte. Auch dabei handelte es sich um umgefallene Bäume.

VIZ meldet Straßensperrungen

6.20 Uhr: Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) meldet am Donnerstagmorgen, dass einige kleinere Straßen wegen Sturmschäden noch gesperrt seien. Aktuell komme es an der Dorfstraße in Malchow zu einem Feuerwehreinsatz. Gemeldet wird zudem eine Sperrung der Finsterwalder Straße zwischen Eichhorster Weg und Calauer Straße im Märkischen Viertel und in Nikolassee die Sperrung der Matterhornstraße zwischen Spanischer Allee und Rolandstraße.

Störungen bei der S-Bahn Berlin

5.15 Uhr: Wegen witterungsbedingter Störungen (Bäume im Gleisbereich, Streckensperrungen, vorsorgliche Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit der Züge) kommt es im Berliner S-Bahn-Netz zu Verspätungen und vereinzelten Ausfällen. Diese Einschränkungen gibt es aktuell:

  • S5: Der 10-Minuten-Takt kann nur zwischen Westkreuz <> Mahlsdorf angeboten werden.
  • S1: Der 10-Minuten-Takt kann nur zwischen Frohnau <> Zehlendorf angeboten werden.

Die S-Bahn Berlin weist darauf hin, dass es auch bei den Zügen des Regionalverkehrs sowie den Bus-, Straßenbahn und U-Bahnlinien der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu Einschränkungen kommen kann.

Kurzzeitiger Ausnahmezustand bei der Berliner Feuerwehr

4.05 Uhr: Die Feuerwehr Berlin hat am frühen Donnerstagmorgen wegen des Sturmtiefs „Ylenia“ vorübergehend den Ausnahmezustand ausgerufen. „Auch uns hat das Unwetter erreicht“ sagte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Berlin. Rund zwei Stunden später, um 4.30 Uhr, konnte der Ausnahmezustand wieder beendet werden. Der Feuerwehr zufolge war die Lage am frühen Morgen wieder entspannter, man kümmere sich nun vor allem um Folgeeinsätze.

Ab 2 Uhr war den Angaben zufolge zunächst ein starker Anstieg an wetterbedingten Einsätzen verzeichnet worden. Gegen 2.30 Uhr habe man sich entschieden, den Ausnahmezustand auszurufen. Mehrere Freiwillige Feuerwehren wurden in den Dienst gerufen, um die Berufsfeuerwehr zu unterstützen. Zudem waren Einsatzkräfte mit sogenannten Erkundungsfahrzeugen unterwegs, die nach der Meldung eines Schadens erst einmal herausfinden sollen, ob und in welchem Umfang der Einsatz der Feuerwehr wirklich nötig ist.

Die Feuerwehr musste zu Dutzenden Einsätzen ausrücken. Dabei handelte es sich ihren Angaben nach überwiegend um umgestürzte Bäume und lose Dachziegel oder ähnliche Gebäudeschäden. An der Schillerstraße in Lichtenrade waren etwa drei Bäume auf parkende Autos gefallen, auch ein Lichtmast wurde mitgerissen. An der Ringstraße in Lichterfelde stürzte ein großer Tannenbaum um und beschädigte ein Auto und eine Laterne. In Marienfelde wurden Teile eines Flachdachs abgedeckt. „Von Verletzten ist uns aber nichts bekannt“, sagte der Feuerwehrsprecher.

Wetter-News in Berlin am Mittwoch, 16. Februar: Erster Höhepunkt zwischen 1 und 3 Uhr erwartet

22 Uhr: Wetter-Experte Jörg Kachelmann hat via Twitter eine für Berlin angepasste Warnung veröffentlicht: "Bitte heute Nacht in der Hauptstadt vor allem zwischen 1 und 3 Uhr nicht in irgendwelchen bewaldeten Gegenden und Parks sein".

Studentische Wetterbeobachter vom Wetterturm in Dahlem erläuterten Berechnungen, wonach gegen 2 Uhr auch Gewitter zu erwarten sein könnten.

Bahn und BER sind auf Sturm vorbereitet

17.40 Uhr: Die Deutsche Bahn und der Flughafen BER haben sich angesichts des erwarteten schweren Sturms vorbereitet. „Mitarbeitende und Einsatzfahrzeuge werden in Bereitschaft versetzt, um eventuelle Sturmschäden schnell beseitigen zu können“, sagte ein Bahnsprecher. Einige Züge in Berlin und Brandenburg werden in den frühen Morgenstunden am Donnerstag vorsorglich erst ab 6.30 Uhr ihren Betrieb aufnehmen und mit verminderter Geschwindigkeit fahren. Davon sind zum Beispiel die Linien RE6 zwischen Wittenberge und Neuruppin oder die RB23 zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Michendorf betroffen.

Auch beim Flughafen BER werde die Wetterentwicklung überwacht und alle Geräte zum Beispiel auf dem Vorfeld wetter- und windfest gemacht. „Wir stellen sicher, ob bei allen Gepäckwagen die Bremsen angezogen sind, ob keine Pylonen mehr rumstehen und alles abgedeckt ist, was rumfliegen könnte“, sagte Flughafensprecher Jan-Peter Haack. Vorausgesagte Flugausfälle oder Einschränkungen im Flugverkehr gebe es derzeit nicht, vielmehr müsse die Lage ständig überwacht und bewertet werden. „Für den Luftverkehr sind starke Windböen aber deutlich problematischer als die reine Windgeschwindigkeit.“ Starker Wind, der konstant aus einer Richtung komme, könne ausgesteuert werden, aber bei starken Böen aus verschiedenen Richtungen werde es schwieriger.

Keine Präsenzpflicht an Berliner Schulen

16.28 Uhr: Die Sturmwarnung hat auch in Berlin Auswirkungen auf den Schulbetrieb: Zwar bleibe die Schulpflicht auch am morgigen Donnerstag bestehen, "allerdings dürfen die Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder trotz des Unwetters zur Schule schicken wollen", so Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) zur Morgenpost. Das sei ein übliches Prozedere. Es werden schwere Sturmböen erwartet. Die Behörden warnen vor Lebensgefahr in Parks und die Feuerwehr rät, zu Hause zu bleiben. In Nordrhein-Westfalen bleiben die Schulen deshalb aus Sicherheitsgründen von vornherein geschlossen.

Keine Präsenzpflicht in Brandenburger Schulen

16 Uhr: Wegen der Sturmwarnung für die Region hat das Brandenburger Bildungsministerium die Präsenzpflicht im Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler am Donnerstag vorsorglich ausgesetzt. Die Sicherheit habe oberste Priorität, teilte das Ministerium am Mittwoch dazu mit. Das Fernbleiben vom Unterricht gelte daher an diesem Tag grundsätzlich als entschuldigt. „Die Sicherheit geht immer vor, deshalb sollten Eltern sich ständig über die aktuellen Straßen- und Witterungsverhältnisse erkundigen und dann abwägend entscheiden“, betonte das Ministerium.

Die Lehrkräfte und das sonstige pädagogische Personal sollen allerdings in den Schulen erscheinen, um den eintreffenden Schülern Aufenthalt zu gewähren und den Minderjährigen, wenn notwendig, Betreuung anzubieten.

Parks und Anlagen in Brandenburg schließen am Donnerstag

15.55 Uhr: Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten teilte am Mittwoch mit, ihre Parkanlagen ab dem Donnerstag bis auf weiteres nicht für den Besucherverkehr zu öffnen. Auch der Tierpark und der Spreeauenpark Cottbus sollen am Donnerstag geschlossen bleiben, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die Schließungen können sich den Angaben zufolge je nach Wetterlage auch auf die darauffolgenden Tage erstrecken.

Wochenmärkte in Charlottenburg-Wilmersdorf wegen Ylenia abgesagt

15.45 Uhr: Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat wegen der Unwetterwarnung die Wochenmärkte am Bundesplatz, an der Charlottenbrunner Straße, am Fehrbelliner Platz und am Richard-Wagner-Platz abgesagt. Dies geschehe im Interesse der Sicherheit, wie Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger mitteilte.

Impf-Drive-in in Lichtenberg bleibt am Donnerstag geschlossen

15.30 Uhr: Der Impf-Drive-in in Lichtenberg bleibt am Donnerstag, den 17. Februar, wegen der amtlichen Unwetterwarnung geschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

Das Wetter in Berlin - immer aktuell

Wetter Berlin: Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes im Detail

  • Freitag, 18. Februar 2022: Anfangs teils heiter, im Verlauf zunehmend bedeckt. Ab Mittag von Sachsen-Anhalt aufkommender Regen, am Abend Übergang zu Schauerwetter. Höchsttemperatur zwischen 8 und 11 Grad. Mäßiger Süd- bis Südwestwind, am Nachmittag Windböen bis 60 km/h (Bft 7). Ab dem Abend deutliche Windverstärkung und aufkommende schwere Sturmböen bis orkanartige Böen zwischen 85 und 105 km/h aus Südwest (Bft 9-11)! In der Nacht zum Sonnabend verbreitet schwere Sturmböen bis orkanartige Böen zwischen 85 und 105 km/h aus Südwest bis West (Bft 9-11)! Vor allem von der Nordhälfte Brandenburgs bis zum Berliner Raum vorübergehend einzelne Orkanböen bis 120 km/h (Bft 12)! Dazu wolkig bis stark bewölkt, in der Südhälfte teils klar. Anfangs lokal Schauer, ostwärts abziehend. Abkühlung auf 5 bis 3 Grad.
  • Sonnabend, 19. Februar 2022: Am Sonnabend heiter, teils wolkig, meist trocken, von der Prignitz bis zur Uckermark einzelne Regen, Schneeregen- oder Graupelschauer. Höchstwerte um 8 Grad. Frischer bis starker Südwest- bis Westwind und verbreitet Sturmböen (Bft 8-9), am Abend allmählich Windabnahme. In der Nacht zum Sonntag stark bewölkt mit Regen, gelegentlich auch Schneeregen. Tiefstwerte zwischen 4 und 2 Grad. Mäßiger bis frischer Südwestwind mit Wind- und stürmischen Böen (Bft 7-8).
  • Sonntag, 20. Februar 2022: Am Sonntag viele Wolken und zeitweise Regen, teils schauerartig verstärkt. Höchstwerte um 9 Grad. Mäßiger, teils frischer Süd- bis Südwestwind, örtlich Windböen (Bft 7), zum Abend stürmische Böen (Bft 8). In der Nacht zum Montag dichte Bewölkung und regnerisch. Abkühlung auf Werte um 5 Grad. Mäßiger bis frischer Südwest- bis Westwind mit Wind- und stürmischen Böen (Bft 7-8).,
  • Montag, 21. Februar 2022: Am Montag viele Wolken, zeitweise Regen. Höchstwerte 7 bis 9 Grad. Mäßiger bis frischer Südwestwind, am Abend auf Nordwest drehend. Sturmböen (Bft 8-9) aus Südwest bis West. In der Nacht zum Dienstag wolkig, örtlich Regen oder Schneeregenschauer, später teils gering bewölkt und trocken. Mäßiger bis frischer Nordwestwind mit anfangs Sturmböen (Bft 8-9), in der Nacht Windabnahme.

Die Wettervorhersage des Wetterdienstes lesen Sie auch auf den DWD-Seiten.

Eine Visualisierung des Sturm-Geschehens weltweit bietet die "Earth Wind Map".

( BM )