Flugverkehr

Ruhiger Auftakt in die Winterferien am BER

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Überschaubarer Andrang: So wie auf diesem Bild vom 2. Januar war es auch am Freitag zum Auftakt der Winterferien am BER.

Überschaubarer Andrang: So wie auf diesem Bild vom 2. Januar war es auch am Freitag zum Auftakt der Winterferien am BER.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Chaos wie in Herbstferien blieb aus. Flughafen Berlin Brandeburg (BER) rechnet erst wieder ab Osterferien mit steigender Nachfrage.

Berlin. Zwar ist es zum Auftakt der Winterferien am Freitag am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) an den Sicherheitskontrollen und Check-In-Schaltern voller geworden, von chaotischen Zuständen wie teils in den vergangenen Monaten konnte aber keine Rede sein.

Bilder von meterlangen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen und auch Beschwerden über soziale Netzwerke blieben aus. „Es ist ein ruhiger Start in die Winterferien“, sagte Flughafen-Sprecherin Sabine Deckwerth auf Nachfrage. Die Menschen würden Direktflüge in den Urlaub bevorzugen, etwa auf die Kanarischen Inseln, nach Ägypten oder in den Skiurlaub nach Österreich.

30.000 Passagiere am ersten Ferientag

Rund 30.000 Passagiere hätte man am ersten Ferientag abgefertigt. Damit zählte der Freitag schon zu einem Spitzentag in diesem Januar. An Wochentagen erreiche man derzeit lediglich eine Passagierzahl von bis zu 20.000. Zum Vergleich: Im Dezember lag der Durchschnitt zwischen 35.000 und 45.000 Passagieren am Tag.

Zu Beginn der Herbstferien, als die chaotischen Zustände am BER Schlagzeilen machten, waren es mehr als doppelt so viele Fluggäste wie an diesem ersten Ferientag. Damit befindet sich der BER aber noch über den Werten von Januar 2021, als im gesamten Monat nur knapp 208.000 Fluggäste registriert wurden.

Dennoch mache sich die Omikron-Welle bemerkbar, so Deckwerth. „Die Reiselust ist zwar ungebrochen, aber viele Menschen sind unsicher.“ Viele Flugbuchungen würden zurückgehen oder verschoben werden. Dadurch sinke auch die Auslastung der Maschinen. In der Folge reagieren auch die Fluggesellschaften. Gerade für Januar und Februar haben viele Airlines ihre Flugpläne ausgedünnt.

BER rechnet 2022 mit 17 Millionen Fluggästen

Einen Aufwind verzeichnete hingegen die britische Billigfluglinie Easyjet. Deutschland-Chef Stephan Erler sprach von steigenden Buchungen für die Winterferien in Berlin. Die Airline erwartet ohnehin ein starkes Sommergeschäft mit einer aufgestauten Nachfrage.

Auch der BER erwartet ab den Osterferien eine steigende Nachfrage, so Flughafen-Sprecherin Deckwerth. Bereits im vergangenen Jahr seien die Buchungen nach dem Lockdown „schlagartig“ nach oben gegangen.

In Zahlen rechnet man in diesem Jahr mit insgesamt 17 Millionen Fluggästen. Das wäre deutlich mehr als im Jahr 2021. Damals zählte man knapp zehn Millionen Passagiere. Für den BER hatten Experten zuletzt erst für das Jahr 2025 damit gerechnet, dass Zahlen wie im Vor-Corona-Jahr erreicht werden.