Bundestag

Michael Müller: So lebt es sich als Abgeordneter

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Charlotte Bauer
Michael Müller bei der Plenarsitzung im Bundestag.

Michael Müller bei der Plenarsitzung im Bundestag.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Michael Müller berichtet von seinem neuen Arbeitsplatz im Bundestag.

Berlin. Inzwischen habe er sich gut im Bundestag eingelebt, sagt Michael Müller, Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister. „Der größte Unterschied im Bundestag ist, dass es eine Riesenmaschinerie ist. Alles ist hoch professionell und spezialisiert“, so der SPD-Politiker. Dadurch sei es jedoch auch anonymer als im Berliner Abgeordnetenhaus. Darüber berichtete Müller unter anderem bei der neuen Diskussionsreihe „Bundespolitik vor Ort“ am Donnerstagabend.

Organisiert hat die Veranstaltung die SPD Grunewald und Halensee. „Wir wollen die neuen Bundestagsabgeordneten einladen zu erzählen, wie sie die Politik gestalten und verändern wollen“, erklärt Claudia Buß, Vorsitzende der SPD Halensee. Die Veranstaltung ist für alle offen und jeder, der will, kann daran teilnehmen. Eigentlich gehe es darum, die Bundestagsabgeordneten vor Ort zu treffen, doch coronabedingt konnte die Diskussion dieses Mal nur online stattfinden. Solche Formate habe es in der Vergangenheit laut Buß zu wenig gegeben.

Ersten Wochen im Bundestag waren nicht einfach

Bei der vergangenen Bundestagswahl gewann Müller als Direktkandidat den Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf. Deshalb durfte er der erste Gast des neuen Formates sein. Hier in Charlottenburg-Wilmersdorf engagierte er sich vor Jahren auch als Verordneter in der Bezirksverordnetenversammlung. „Ich habe die Arbeit immer sehr geschätzt“, sagte Müller. „Vor allem, weil Kommunalpolitik sehr wichtig ist.“

Die ersten Wochen im Bundestag seien für ihn keine einfachen Wochen gewesen, verrät er. „Jeder musste erst mal seinen Platz finden – im wahrsten Sinne des Wortes“, so Müller – eine Anspielung auf die enorme Größe des Bundestages. Erst jetzt beginne so richtig die Arbeit. Am Freitag hielt er seine erste Rede als Abgeordneter. Stolz erzählt er, dass auch die Ausschussverteilung für ihn glücklich verlaufen sei. „Ich habe mir den Ausschuss für Außenpolitik gewünscht und diesen auch bekommen, darüber bin ich sehr froh“, sagt Müller. Er glaube, es werde noch eine große Migrationsbewegung geben, die alle groß beschäftigen wird. Wichtig sei dabei Antworten im Rahmen einer europäischen Außenpolitik zu geben. „Da haben wir sehr große Themen vor der Brust.“