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Franziskanerklosterkirche Angermünde geschlossen: Sanierung

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Blick in die mittelalterliche Klosterkirche.

Blick in die mittelalterliche Klosterkirche.

Foto: dpa

Angermünde. Die als kultureller Veranstaltungsort beliebte Franziskanerklosterkirche in Angermünde (Uckermark) bleibt für Besucher in diesem Jahr geschlossen. Der Dachstuhl des mittelalterlichen Gebäudes ist ins Rutschen gekommen, für den Sakralbau besteht Einsturzgefahr, wie ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten belegt. Es liegt seit Mitte Dezember vergangenen Jahres vor. Seitdem ist die in Teilen aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche aus Sicherheitsgründen geschlossen und mit einem Bauzaun abgesperrt.

Erste Veränderungen am Dachstuhl seien bereits 2020 bei der jährlichen Statik-Kontrolle aufgefallen, erklärte Angermündes Stadtsanierer Klemens Reimann. Im vergangenen Jahr wurde das Dach deshalb vermessen. "Dabei ist festgestellt worden, dass sich der Westgiebel gefährlich nach außen neigt". Reimann schätzt den Sanierungsbedarf auf mindestens eine halbe Million Euro. Mit diesen Kosten sei die Stadt überfordert, sagte er. "Wir müssen alle Fördermöglichkeiten von Bund, Land und Stiftungen ausschöpfen, gehen jetzt erst einmal in die Entwurfsplanung, damit wir noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen können."

Das Land Brandenburg stelle in diesem Jahr im Rahmen der Denkmalhilfe 1,87 Millionen Euro zur Sicherung von bedrohten Denkmalen zur Verfügung, erklärt Stephan Breiding, Sprecher des Kulturministeriums. "Hier kann sich grundsätzlich auch die Stadt Angermünde bewerben." Im vergangenen Jahr seien 50 Projekte auf diese Art finanziell unterstützt worden, so Breiding.

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( dpa )