Kriminalität

Nach Hinweis auf Maskenpflicht: Zwei Angriffe in Berlin

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Studie: FFP2-Masken schützen besser vor Omikron als vor Delta

Studie: FFP2-Masken schützen besser vor Omikron als vor Delta

Eine Studie zeigt einen großen Unterschied wie wirksam FFP2-Masken bei Omikron im Vergleich zu Delta sind.

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Eine 65 Jahre alte Frau und ein Taxifahrer sind in Berlin angegriffen und verletzt worden, weil sie auf die Maskenpflicht hinwiesen.

Berlin. Gleich zwei Menschen sind am Freitag verletzt worden, als sie ihre Mitmenschen auf die Maskenpflicht hingewiesen hatten. Am Freitagvormittag hatte eine 65 Jahre alte Frau in einem Zug der Linie U7 am U-Bahnhof Rohrdamm eine Gruppe Jugendlicher darauf hingewiesen, die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Nach Zeugenaussagen soll daraufhin ein Mitglied der Gruppe zu der Frau gegangen sein und ihr mehrfach mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Bei diesem Angriff wurde sie schwer verletzt und ihre Brille wurde zerstört. Alarmierte Polizeikräfte entdeckten die Gruppe Jugendlicher am U-Bahnhof Paulsternstraße, wo die Jugendlichen laut Polizei zweifelsfrei als Beteiligte wiedererkannt werden konnten.

Wie die Polizei weiter mitteilte, erlitt die Frau durch die Faustschläge Verletzungen im Gesicht und am Kopf. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten sie zur ambulanten Versorgung in ein Krankenhaus. Die Polizistinnen und Polizisten nahmen den 16 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter fest. Zwei der Jugendlichen, eine 16-Jährige und ein 14-Jähriger, wurden von den Polizeikräften zum Jugendnotdienst gebracht. Die drei weiteren Beteiligten, zwei 16 Jahre alte Jugendliche und ein 17-Jähriger, wurden, wie auch der mutmaßliche Haupttäter, nach der Überprüfung der Personalien vor Ort entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeidirektion 2 (West) geführt.


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Schöneberg: Maskenverweigerer verprügelt Taxi-Fahrer

Der zweite Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag in Schöneberg. Das Opfer: ein Taxifahrer. Nach den bisherigen Ermittlungen war ein 47 Jahre alter Taxifahrer in Schöneberg unterwegs, als er gegen 17 Uhr einen Fahrgast an der Hedweg-Dohm-Straße aufnahm. Der Fahrgast setzte sich ohne Mund-Nase-Bedeckung in den Fond des Wagens. Der Fahrer bat seinen Fahrgast, die Maske aufzusetzen und sich an die Hygieneregeln zu halten. Der Gast ignorierte die Bitte und soll sehr aggressiv sein Fahrtziel genannt haben.

Nur wenig später beugte sich der Unbekannte nach vorn zum Fahrer und schlug ihm mehrfach mit der Faust gegen den Kopf. Dann randalierte er im Taxi und beschädigte die Inneneinrichtung. Der Fahrer flüchtete vor den Angriffen aus dem Fahrzeug. Der unbekannte Täter sprang ebenfalls aus dem Taxi und verfolgte den 47-Jährigen. Als er ihn eingeholt hatte, schlug und trat er den Fahrer zu Boden. Anschließend flüchtete der Mann unerkannt. Der Taxifahrer erlitt leichte Verletzungen, die von Rettungskräften ambulant am Ort behandelt wurden. Der Schläger ließ bei seiner Flucht Bekleidungsgegenstände im Taxi zurück. Diese wurden sichergestellt.