Plätze, Platz und WLAN

Deutsche Bahn modernisiert Züge für den Regionalverkehr

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ARCHIV - 22.04.2015, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Fahrgast läuft im Hauptbahnhof an einer Regionalbahn der Deutschen Bahn vorbei. (zu dpa "Fahrgastverband kritisiert unpünktliche Züge und Bahnen" vom 21.01.2020) Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 22.04.2015, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Fahrgast läuft im Hauptbahnhof an einer Regionalbahn der Deutschen Bahn vorbei. (zu dpa "Fahrgastverband kritisiert unpünktliche Züge und Bahnen" vom 21.01.2020) Foto: Christoph Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Ab Ende des Jahres gibt es auf den Regionalbahn-Linien im Netz Elbe-Spree mehr Sitzplätze, mehr Raum für Fahrräder und WLAN.

Berlin. Mehr Sitzplätze, Gratis-Internetzugang, mehr Raum für Fahrräder – das sind Anforderungen, die mit dem neuen Verkehrsvertrag ab Dezember 2022 für die Regionalbahn-Linien im Netz Elbe-Spree gelten. Die Deutsche Bahn (DB) wie auch die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg), die schon 2019 den Zuschlag zum Betrieb von zwölf beziehungsweise sechs Linien in dem Netz erhalten hatten, sind deshalb bereits dabei, Züge zu modernisieren. Wie die DB mitteilte, sollen 145 Doppelstockwagen erneuert werden, die unter anderem auf den Pendler-Strecken des RE2 und der RB14 sowie für den Flughafenexpress FEX eingesetzt werden.

Sie sollen, neben Wlan und zusätzlichem Platz für Fahrräder, auch komfortablere Sitze, größere Monitore zur Fahrgastinformation in Echtzeit sowie sanierte und neu gestaltete WC-Anlagen bekommen. Außerdem sind weitere Videokameras für mehr Sicherheit vorgesehen. Züge, die für die Fahrten zum Flughafen BER genutzt werden, sollen Extra-Abstellflächen für Gepäck erhalten.

Erste modernisierte Doppelstockzüge sind bereits unterwegs

„Die umgebauten Fahrzeuge sind von neuen Fahrzeugen kaum zu unterscheiden“, erklärte Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost, in der Mitteilung. Fertige Züge würden zudem direkt nach der Modernisierung wieder eingesetzt – Passagiere sollen in ersten Fahrzeugen deshalb bereits vor Dezember von den Verbesserungen profitieren.

Der Umbau der 145 Doppelstockwagen ebenso wie von 29 Elektroloks findet in Werken in Wittenberge und Dessau statt. Weitere 41 sollen bei Alstom in Hennigsdorf umfassend erneuert werden, hieß es.

Die Odeg hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass erste modernisierte Doppelstockzüge im Fahrgastbetrieb unterwegs sind, die nun über kostenloses Wlan verfügen. Eingesetzt werden sie auf zwei Linien: dem RE2, der von Cottbus über Berlin nach Wismar fährt und zurzeit noch von der Odeg betrieben wird, sowie dem RE4, der zwischen Rathenow, Berlin und Jüterbog verkehrt. 16 Millionen Fahrgäste nutzen die zwei Regio-Linien laut Odeg jährlich.

Insgesamt verfügen dem Unternehmen zufolge bislang sechs der 16 Fahrzeuge, die auf den Strecken unterwegs sind, über die neue Technik. Jeden Monat soll eines hinzukommen, kündigte das Eisenbahnunternehmen an. „Somit werden zum Frühlingsanfang 2022 bereits 50 Prozent der Fahrzeuge vom Typ Kiss kostenloses Wlan bieten.“

( jes )