Maskenverweigerer

FDP fordert von BVG mehr Engagement gegen Corona

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Bei der Durchsetzung der FFP2-Maskenpflicht könnte die BVG nach Ansicht der FDP energischer vorgehen.

Bei der Durchsetzung der FFP2-Maskenpflicht könnte die BVG nach Ansicht der FDP energischer vorgehen.

Foto: Imago

Fahrgäste würden mit Maskenverweigerern allein gelassen, kritisiert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP.

Berlin. Die FDP fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie mehr Engagement von der BVG. „Die BVG lässt die Fahrgäste mit den Problemen weitgehend allein“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Florian Kluckert. „Ich habe zum Beispiel noch keinen Desinfektionsspender auf einem U-Bahnhof gesehen.“

Auch bei der Durchsetzung der FFP2-Maskenpflicht könnte die BVG nach Ansicht der FDP energischer vorgehen. „Die Leute regen sich tierisch darüber auf, wenn Menschen sich nicht an die Maskenpflicht halten.“ Da könne die BVG durch mehr Präsenz dafür sorgen, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen.

BVG will kein zusätzliches Personal einsetzen

Auch der Fahrgastverband Igeb kritisiert die neuen Vorgaben für die Maskenpflicht. „Das ist nicht hilfreich“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Jens Wieseke. „Das sollte jetzt aber auch so bleiben, bis die pandemische Lage beendet ist.“ Die FP2-Maskenpflicht galt bereits bis November 2021, bevor sie zunächst abgeschafft und jetzt wieder eingeführt wurde. Der Verband spricht sich zudem dafür aus, in die Regelung eine soziale Komponente aufzunehmen und sozial schwächeren Personen beim Kauf von FFP2-Masken zu unterstützen.

Seit vergangenem Sonnabend gilt wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante in Bus und Bahn wieder eine FFP2-Maskenpflicht. Die BVG hat angekündigt, wie schon seit Beginn der Pandemie, den Sicherheitsdienst mit der Überwachung der Maskenpflicht zu betrauen, zusätzliches Personal soll dafür allerdings nicht eingesetzt werden.

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Die regelmäßigen Kontrollen beschränkten sich allerdings nicht auf die Maskenpflicht. „Wir werden am Anfang verstärkt auf Kommunikation und Information setzen“, so BVG-Sprecher Jannes Schwentu. Fahrgästen, die sich ausdrücklich weigerten, eine Maske beziehungsweise eine FFP2-Maske zu tragen, drohe allerdings neben dem fälligen Bußgeld durch das Ordnungsamt auch eine Vertragsstrafe der BVG.

S-Bahn verschärft die Kontrollen

Die S-Bahn hat hingegen angekündigt, die Kontrollen zu verschärfen. Bis zu 500 Mitarbeiter sollen die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Personen ohne Maske sollen gezielt darauf angesprochen werden und gegebenenfalls des Zuges verwiesen werden, sollten sie keine geeignete Maske dabei haben.

Die FFP2-Maskenpflicht gilt für alle Busse und Bahnen. In Bahnhöfen gilt sie nicht. So soll sichergestellt werden, dass Menschen, zum Beispiel im Bahnhof Zoo oder Ostbahnhof, auch weiterhin Einkäufe erledigen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.

( -ker )