Corona

Berliner Polizei aktiviert Krisenstab Covid

| Lesedauer: 2 Minuten
Polizeipräsidentin Barbara Slowik (Archivbild).

Polizeipräsidentin Barbara Slowik (Archivbild).

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Die Berliner Polizei hat am Montag auf die gestiegenen Infektions- und Quarantänezahlen in den eigenen Reihen reagiert.

Berlin. Die Berliner Polizei hat am Montag die „Pandemiestufe I“ eingeleitet. Damit reagiert die Sicherheitsbehörde präventiv auf die polizeiintern gestiegenen Infektions- und Quarantänezahlen, wie sie mitteilte. Laut Polizei handelt es sich um einen geplanten vorsorglichen Akt, in dessen Folge festgelegte, innerbehördliche Maßnahmen getroffen werden. Aktuell sind 796 Mitarbeitende der Polizei infiziert oder befinden sich in Quarantäne.

Dabei geht es sowohl um den Schutz der Mitarbeitenden als auch um die Bündelung von Maßnahmen und Informationen. Auswirkungen für die Menschen in Berlin sind laut Polizei nicht spürbar. Der Rahmenplan Pandemie der Polizei wurde bereits 2010 erstellt und wird laufend an aktuelle sowie prognostizierte Erfordernisse angepasst. Ziel ist die Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Polizei.


Corona in Berlin, Deutschland und der Welt - mehr zum Thema

Corona in Berlin: Das ist das Stufenmodell der Polizei

Wie die Polizei mitteilte, werden auf Grundlagen von Modellen der Weltgesundheitsorganisation und des Robert-Koch-Instituts Infektionsszenarien durchdacht und ein Stufenmodell entwickelt.

  • Pandemiestufe I: krankheitsbedingte Abwesenheit von 15 bis 30 Prozent des Personals
  • Pandemiestufe II: krankheitsbedingte Abwesenheit von 30 bis 50 Prozent des Personals
  • Pandemiestufe III: krankheitsbedingte Abwesenheit von mehr als 50 Prozent des Personals

Polizei Berlin: Krisenstab Covid wieder aktiviert

Mit der Einleitung der ersten Pandemiestufe wird die polizeiinterne Koordinierungsstelle Covid nun erneut zu einem Krisenstab Covid aufgebaut. Dieser bündelt alle gesundheitlichen, organisatorischen, koordinativen und logistischen Fragen der Behörde und trifft alle erforderlichen Maßnahmen.

„Mir war es sehr wichtig, bereits frühzeitig den nächsten Schritt in der vorsorglichen Begegnung der Infektionslage zu gehen. Ich trage die Verantwortung für die Sicherheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Menschen in unserer Stadt“, teilte Polizeipräsident Barbara Slowik mit. „Auch wenn bisher keine Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit festzustellen sind, verbietet sich ein Zuwarten schon aus dieser Verantwortung heraus.“

Berlins GdP-Landeschef Norbert Cioma teilte dazu mit: „Die Pandemie macht auch vor Berlins Polizei nicht halt. Unser Krankenstand ist in den letzten Jahren aufgrund der stetig wachsenden Belastung ohnehin schon dauerhaft auf mehr als zehn Prozent angestiegen. Die aktuell fast 800 coronabedingten Ausfälle kommen jetzt noch hinzu. Dass die Präsidentin die Pandemiestufe 1 ausruft, ist richtig und ein notwendiger Schritt, damit die Hauptstadtpolizei auch weiter handlungsfähig bleibt.“