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Berlinische Galerie übernimmt Arbeit des Verborgenen Museums

dpa

Berlin. Seit 35 Jahren ist das Verborgene Museum in Berlin auf der Suche nach den Lebenswerken in Vergessenheit geratener Künstlerinnen. Nun geht die Arbeit dieser singulären Einrichtung in der Berlinischen Galerie auf. Ziel ist es dabei nach Angaben vom Dienstag, "die Entdeckung und Erforschung von Künstlerinnen fortzusetzen, in einem Museum mit Sammlung und Archiv zu institutionalisieren und zugleich eine größere Reichweite zu erzielen". Berücksichtigt werden sollen künftig auch zeitgenössische Positionen und aktuelle Themen wie etwa Diversität.

Das als Verein organisierte Verborgene Museum hat nach eigenen Angaben durch die Zusammenarbeit mit Museen oder Archiven, Galerien und Nachlässen ein internationales Netzwerk aufgebaut, auf dessen Basis vergessene und verstreute Lebenswerke von Künstlerinnen ausgestellt und publiziert werden konnten. Unter den mehr als 150 wiederentdeckten Künstlerinnen finden sich Namen wie Malerin Lotte Laserstein, die Fotografinnen Yva oder Eva Besnyö, Marianne Breslauer, die Tänzerin Olga Desmond, die Grafikerin Alice Lex-Nerlinger oder die Bildhauerin Louise Stomps.

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( dpa )