Hygiene

Geflügelpest: Das müssen Berlins Hunde- und Katzenhalter tun

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Ein Dackel mit einer Hundejacke beim Spaziergang an der Leine.

Ein Dackel mit einer Hundejacke beim Spaziergang an der Leine.

Foto: picture alliance/dpa

Leinenpflicht und Hausarrest: Wegen der Geflügelpest in Brandenburg müssen Berlins Haustierbesitzer diese Hygieneregeln beachten.

Berlin. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in mehreren Geflügelbetrieben hat Brandenburg die Schutzvorkehrungen verschärft und eine Stallpflicht angeordnet. Auch wenn in Berlin bislang keine Verdachtsfälle bekannt wurden, kann sich die Tierseuchenlage durch die Nähe zu den betroffenen Gebieten jederzeit ändern, warnt jetzt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und ruft zu Hygienemaßnahmen auf.

Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks appelliert an alle Geflügel- und Vogelhalter in Berlin, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Geflügelhaltungen kritisch zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern. Sie sollten ihre Tiere besonders achtsam beobachten und sich mit den Anzeichen einer möglichen Infektion und den Anzeigepflichten vertraut machen.

Zudem ruft sie die Bevölkerung dazu auf, Wildvögel nicht zu berühren. Haustierbesitzer sollten ihre Haustiere von toten Wildvögeln fernhalten und Hunde an die Leine nehmen. Katzen sollten im 10-Kilometer-Radius um den Fundort eines infizierten Vogels vorbeugend im Haus bleiben.

Maßnahmen gegen Geflügelpest - Die Empfehlungen im Detail:

  • Beim Fund eines verendeten Wildvogels sofort an die zuständige Behörde wenden. Nicht aufsammeln und berühren!
  • Beobachtung von unnatürlichem Verhalten (z.B. Kopfkreisen) eines Wasservogels an die zuständige Behörde weitergeben.
  • Haustiere, zum Beispiel Katzen und Hunde, von toten Wildvögeln fernhalten.
  • Leinenpflicht für Hunde einhalten.
  • Hausarrest für Katzen: Die Tiere im 10-Kilometer-Radius um den Fundort eines infizierten Vogels vorbeugend im Haus lassen.

Das Virus könne von den Tieren auch auf den Menschen übertragen werden, warnt das Bezirksamt. Möglich seien auch Übertragungen auf manche Säugetiere, z.B. Hunde, aber auch Füchse und Katzen.

Geflügelpest: Brandenburg ordnet Stallpflicht an

In Brandenburg gilt in Risikogebieten, die 15 Prozent der Landesfläche ausmachten, eine Stallpflicht für Hausgeflügel, teilte das Verbraucherschutzministerium am Freitag in Potsdam mit. Die Stallpflicht trete ab Sonnabend (8. Januar) in Randstreifen von mindestens einem Kilometer um bestimmte Feuchtgebiete sowie in Gebieten mit vielen Wildvögeln und mit viel Nutzgeflügel in Kraft.

Die Halter sollten den Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln vermeiden und Hygienevorgaben umsetzen. Außerdem würden Wildvögel verstärkt beobachtet. Zoos und Tierparks sollten Geflügel und Vögel im Stall halten. Zuletzt war die Vogelgrippe in zwei Putenmastbetrieben in Gorgast nahe der polnischen Grenze aufgetreten.

In Brandenburg wurden in diesem Herbst und Winter dem Ministerium zufolge bisher vier Fälle von Geflügelpest bei Nutzgeflügel festgestellt, rund 36.000 Tiere mussten deshalb getötet werden. Bei Wildvögeln wurde die Geflügelpest in sechs Fällen nachgewiesen. In der vergangenen Saison waren 159.000 Tiere getötet worden.

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( BM/dpa )