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Bank hilft Mittelstand: 300 Firmen setzen Tilgung aus

dpa
Milos Stefanovic, Sprecher der Geschäftsführung Bürgschaftsbank Brandenburg.

Milos Stefanovic, Sprecher der Geschäftsführung Bürgschaftsbank Brandenburg.

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Die für dieses Jahr befürchtete Schließungswelle bei Mittelständlern ist ausgeblieben. Das hat in Brandenburg auch mit einem speziellen Hilfsprogramm der Bürgschaftsbank des Landes zu tun.

Potsdam. Die von ihr begleiteten mittelständischen Betriebe sind nach Angaben der Brandenburger Bürgerschaftsbank bislang gut durch die Corona-Zeit gekommen. "Die für dieses Jahr erwartete Schließungswelle ist nicht eingetreten", sagte der Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Brandenburg, Miloš Stefanović, der Deutschen Presse-Agentur.

"Die finanziellen Mittel haben geholfen. Schließungen waren meist vorübergehender Art", sagte er. Es habe im Mittelstand unterdurchschnittlich viele Insolvenzen und Schließungen gegeben. Die Bürgschaftsbank habe es ermöglicht, dass Firmen bis zu einem Jahr das Tilgen von Krediten aussetzen konnten. "Zinsen zahlen: Ja. Aber nicht die Tilgung", sagte Stefanović.

Fast 300 Unternehmen, nahezu jeder fünfte betreute Betrieb, habe das Angebot angenommen. Den Firmen sei so erspart geblieben, ihre Liquidität anzugreifen. Etwa 400 Millionen Euro seien derzeit verbürgt. Für 50 Millionen davon seien die Tilgungszahlungen ausgesetzt worden.

Wichtiges Thema der Bürgschaftsbank für 2022 bleibe das Sichern von Unternehmensnachfolgen. Das sei laut Stefanović eine der Aufgaben, die über die Zukunft des Mittelstandes entscheiden werde.

Die Bürgschaftsbank des Landes hat seit Gründung vor 30 Jahren mehr als 8500 Bürgschaften für Kredite und Beteiligungen in Höhe von 2,35 Milliarden Euro ausgereicht. Dadurch wurden Investitionen von 4,8 Milliarden Euro ermöglicht. Mehr als 144.000 Arbeitsplätze sind der Bürgschaftsbank zufolge entstanden oder wurden durch Bürgschaften gesichert.

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( dpa )