SPD-Politikerin

Sawsan Chebli verabschiedet sich aus dem Berliner Senat

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Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli.

Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Nach fünf Jahren als Staatssekretärin bedankt sich Chebli bei ihrer Partei und ihrem Ex-Chef Michael Müller.

Berlin. Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli hat sich am Donnerstag aus dem Berliner Senat verabschiedet. Sie schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter: "Für mich gehen 5 Jahre als Staatssekretärin zu Ende. Danke Michael Müller, mit dem ich etliche Differenzen hatte, was bleibt ist, dass er trotz des Widerstands gegen meine Berufung, damals nicht nachgegeben hat." Sie wünschte der neuen Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) viel Erfolg und dankte ihrer Partei.

Chebli wolle die Zeit nun nutzen, "um zu sehen, was für mich richtig ist", wie sie auf Twitter weiter schrieb. "Für immer bleibt mein unbedingter Wille, diese Welt für mehr Menschen besser zu machen und jenen eine Stimme zu geben, die keine haben. Ich wünsche allen frohe Weihnachten. Bleibt gesund!"

Ihre Nachfolgerin als Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Senatskanzlei ist Ana-Maria Trăsnea. Die 27 Jahre alte Master-Studentin in European Studies kam 2007 aus Rumänien nach Berlin. Seit 2016 ist sie Bezirksverordnete in Treptow-Köpenick.

Sawsan Chebli: Immer wieder massive Anfeindungen und Hassbotschaften

Chebli war im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in einer Kampfkandidatur um ein Direktmandat für den Bundestag gegen Michael Müller angetreten. Müller siegte bei der Urabstimmung der Mitglieder gerade noch gesichtswahrend mit 58 Prozent gegen Chebli.

Die 43-Jährige hatte in der Vergangenheit vor allem durch ihre starke Präsenz in den sozialen Medien von sich reden gemacht. Dort sah sie sich immer wieder massiven Anfeindungen und Hassbotschaften ausgesetzt.

Vor ihrer Zeit als Staatssekretärin in der Senatskanzlei war sie von Januar 2014 bis Dezember 2016 stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts und von März 2010 bis Dezember 2013 Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

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( BM )