Krankenhäuser

Krankenhäuser blicken mit Sorge auf kommende Wochen

dpa

Schon jetzt ist die Lage in Berliner Krankenhäusern angespannt. Sie blicken deshalb mit Sorge auf die mögliche Welle neuer Patienten durch die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante.

Berlin. Angesichts der Virusvariante Omikron blicken Berliner Krankenhäuser mit Sorge auf die kommenden Wochen. "Das Hauptproblem für die Krankenhäuser ist die hohe Infektiosität der neuen Variante und die damit zu erwartenden, stark steigenden Zahlen an Covid-Erkrankten in der Bevölkerung. Dies wird voraussichtlich zur Folge haben, dass in kurzer Zeit viele weitere Covid-Patientinnen und -Patienten in die Krankenhäuser eingeliefert werden", sagte Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft, der Deutschen Presse-Agentur.

Bereits jetzt sei die Versorgung vor allem aufgrund des hohen Personalmangels beschränkt. "Die Politik ist jetzt aufgefordert schnell und entschlossen zu handeln, damit eine unkontrollierte Ausbreitung der Omikron-Variante verhindert und zusätzliche Belastung des Personals in den Krankenhäusern vermieden werden", forderte Schreiner.

"Die Lage bei Vivantes ist angespannt, je nach Krankenhausstandort in unterschiedlichem Maße", berichtete eine Sprecherin. Teilweise müssten geplante Operationen verschoben werden, die Versorgung von Notfällen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen, Unfällen sowie von Tumorpatienten werde sichergestellt.

"Wir bereiten uns auf die nächsten Wochen vor und blicken mit Sorge auf die prognostizierte Zahl von Schwersterkrankten, die das Risiko einer Überlastung der Krankenhäuser, auch unseres Hauses, mit sich bringt", sagte ein Sprecher der Charité. Wegen Covid-19-Erkrankungen seien seit einigen Wochen rund 90 Menschen auf den Intensivstationen zu behandeln. Dies sei schon jetzt ein enormer Kraftakt.

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( dpa )