Ermittlungserfolg

Autos in Kreuzberg angezündet: 38-Jähriger verhaftet

Ein von der Feuerwehr gelöschtes Auto an der Masurenallee (Archivbild).

Ein von der Feuerwehr gelöschtes Auto an der Masurenallee (Archivbild).

Foto: Thomas Peise

Nach mehrwöchigen Ermittlungen konnte ein Mann festgenommen werden, der mehrere Autos in Brand gesetzt haben soll.

Berlin. Die Berliner Polizei hat einen 38-Jährigen verhaftet, der Ende Oktober in Kreuzberg mehrere Autos angezündet haben soll. Bei den Brandstiftungen in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober im Bereich rund um Moritzplatz und Wassertorplatz wurden insgesamt sechs Wagen teils erheblich beschädigt. Am frühen Donnerstagmorgen wurde der Mann nun verhaftet.

Wie die Polizei mitteilte, wurden insgesamt an vier Anschriften, die dem Tatverdächtigen und einer weiteren Person zugeordnet werden, Durchsuchungen durchgeführt. Dabei wurde Beweismaterial, darunter mehrere Brandsätze und Material zum Bau von Brandvorrichtungen, beschlagnahmt.

Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen: Hinweise auf linksradikales Milieu

Die Ermittler waren dem 38-Jährigen nach mehrwöchigen Ermittlungen auf die Spur gekommen. Da Hinweise auf einen Tatverdächtigen aus dem linksradikalen Milieu vorlagen, hatte der Allgemeine Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Bearbeitung der Fälle übernommen. Dem Mann werden inzwischen drei weitere versuchte Brandstiftungen an Kraftfahrzeugen, bei der ein Auto beschädigt wurde, zur Last gelegt.

Der Tatverdächtige wird zur Verkündung des Haftbefehls einem Richter vorgestellt. Die Ermittlungen, insbesondere zu weiteren Brandstiftungen, dauern an.

Autobrände in Berlin: Polizei geht meist von Brandstiftung aus

In Berlin haben in den vergangenen Monaten immer wieder Autos gebrannt, statistisch gesehen sind es sogar zwei pro Tag. Die Polizei geht in vielen dieser Fälle von Brandstiftung aus. Nur selten können dabei Tatverdächtige ermittelt werden.

Eine politische Motivation ist laut Ermittlern bei vielen Brandstiftungen nicht nachweisbar. Die meisten Brandstiftungen gelten vielmehr als unpolitisch, das heißt, die Motive sind Vandalismus, Rache- und Eifersuchtsakte, Versicherungsbetrug – oder aber durch die Flammen sollen Spuren an dem Fahrzeug zerstört werden, da es möglicherweise für das Begehen einer Straftat genutzt wurde.

( BM )