Corona in Berlin

Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Impfkapazitäten

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Andreas Gandzior
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Bereitstellung von Impfkapazitäten (Symbolbild).

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Bereitstellung von Impfkapazitäten (Symbolbild).

Foto: Robert Günther / dpa-tmn

Der Polizeiärztliche Dienst soll das Impfen der Mitarbeitenden übernehmen. Die Gewerkschaft der Polizei fordert Impfstoff und Codes.

Berlin. Mit Blick auf die weiter hohen Infektionszahlen innerhalb der Berliner Polizei und Feuerwehr fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Bereitstellung von Impfkapazitäten für die Beschäftigten. Die Interessenvertretung schlägt vor, Impfcodes an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verteilen. Des Weiteren fordert die GdP, dass der Polizeiärztliche Dienst das Impfen übernehmen kann.

Nach aktuellen Zahlen sind derzeit 234 Polizistinnen und Polizisten mit Covid-19 infiziert, 137 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Nach einer freiwilligen internen Befragung lag die Impfquote bei der Berliner Polizei am 24. November bei 83 Prozent. Bei der Berliner Feuerwehr sind aktuell 54 Feuerwehrleute infiziert, 64 befinden sich in Quarantäne. Nach Informationen der Berliner Morgenpost lag die Impfquote am Dienstag bei geschätzten 73 Prozent.

Mehr Impfcodes und mehr Impfstoff gefordert

Nach Angaben der GdP würde die Feuerwehr wöchentlich ein Impfkontingent erhalten, jedoch mit der Forderung nach mehr Impfstoff wegen des wachsenden Bedarfs, gibt es für die Polizei keine eigenen Kapazitäten. Die Senatsverwaltung für Gesundheit würde lediglich Impfcodes zur Verfügung stellen, die aber mittlerweile aufgebraucht seien, heißt es.


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Da eine doppelte Impfung auf absehbare Zeit als nicht mehr geimpft gilt, sieht die GdP akuten Handlungsbedarf. „Wir könnten aus unserer Sicht zumindest teilweise beim Polizeiärztlichen Dienst selbst verimpfen“, teilte GdP-Landesvize Stephan Kelm mit. „Da man auch bei den Ärzten irgendwann an personelle Grenzen kommt, brauchen wir angemessene Kontingente mit Impfcodes für beide Institutionen.“

Priorisierte Impfkapazitäten für Polizei und Feuerwehr

Aus Sicht der GdP führt kein Weg daran vorbei, priorisierte Impfkapazitäten für Polizei und Feuerwehr sowie auch für die Beschäftigten des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, des Landesamts für Einwanderung und den Bezirken bereitzustellen, so Kelm. „In den letzten Wochen ist es zu immer mehr so genannten Impfdurchbrüchen gekommen“ teilte Kelm mit. „Selbst doppelt geimpfte Kolleginnen und Kollegen hätten sich infiziert, weil der Impfschutz abnehme und so ein Booster-Impfung allgemein empfohlen wird“