Eigentumswohnungen

Potsdam jetzt fast so teuer wie Berlin

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In Berlin liegt der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen laut einer aktuellen Auswertung bei 4690 Euro.

In Berlin liegt der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen laut einer aktuellen Auswertung bei 4690 Euro.

Foto: Bildagentur-online/Joko / picture alliance / Bildagentur-online/Joko

Eine aktuelle Auswertung von Immobilienpreisen zeigt: Potsdam und das Umland werden deutlich teurer, in Berlin flacht der Anstieg ab.

Berlin. Die Immobilienpreise legen in Ostdeutschland deutlich zu. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Immobilienportals Immowelt. In Berlin fällt der prozentuale Kaufpreisanstieg zwar geringer aus als in vielen anderen Städten und Landkreisen. Nach einem Zuwachs von 6 Prozent kosten Eigentumswohnungen in der Hauptstadt aktuell 4690 Euro pro Quadratmeter. Vor einem Jahr waren es noch 4410 Euro. Allerdings flacht sich die Preiskurve bei Bestandsimmobilien in den vergangenen Monaten deutlich ab, wie es in der Analyse heißt.

In Potsdam steigen die Wohnungspreise hingegen stärker als in Berlin. Mit einem Zuwachs um 21 Prozent auf 4670 Euro kosten Wohnungen in der brandenburgischen Landeshauptstadt mittlerweile fast so viel wie in Berlin.

Potsdam erfreue sich insbesondere bei Berlinern, die des Großstadtlebens überdrüssig sind, großer Beliebtheit, heißt es in der Auswertung. Unsicherheiten rund um den Berliner Mietendeckel hätten zudem dafür gesorgt, dass Potsdam für Eigennutzer und Kapitalanleger nochmals attraktiver geworden sei, was die Preise in der Stadt zusätzlich steigen lasse.

Auch im übrigen Berliner Umland legen die Wohnungspreise prozentual deutlich stärker zu als in der Hauptstadt. In den Landkreisen Oberhavel (3080 Euro; +23 Prozent) und Märkisch-Oderland (2600 Euro; +24 Prozent) fällt der prozentuale Preiszuwachs sogar bis zu viermal so stark aus wie in Berlin.

Corona: Verlagerung der Nachfrage in den Speckgürtel von Großstädten

Die Corona-Pandemie, der damit verbundene Wunsch nach mehr Platz und Naturnähe, sowie die Möglichkeit von Homeoffice würden für eine Verlagerung der Nachfrage in den Speckgürtel von Großstädten sorgen, so die Auswertung.

Neben Berlin und seinem Umland zählen die küstennahen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zu den teuersten Kreisen Ostdeutschlands. Im Stadtkreis Rostock fallen die Kaufpreise auch wegen der teuren Immobilien im Ostseebad Warnemünde am höchsten aus. Nach einem Zuwachs von 23 Prozent kostet der Quadratmeter aktuell im Median 3450 Euro.

Auch in den Landkreisen Rostock (3100 Euro; +22 Prozent) und Vorpommern-Rügen (3090 Euro; +12 Prozent) lässt die starke Nachfrage nach Wohnungen an der Ostsee die Preise weiter steigen.

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der jeweils zwischen Januar und Oktober 2020 und 2021 angebotenen Wohnungen (Bestand ohne Neubau, 40 bis 120 Quadratmeter) wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

( BM )