Coronavirus

Flickenteppich der 2G-Kontrollen im Alexa und am Kudamm

| Lesedauer: 2 Minuten
Alexander Rothe
Vor dem KaDeWe bildet sich am Sonnabend zu beiden Seiten des Haupteingangs eine lange Warteschlange.

Vor dem KaDeWe bildet sich am Sonnabend zu beiden Seiten des Haupteingangs eine lange Warteschlange.

Foto: Alexander Rothe

Shopping unter 2G-Bedingungen: Nicht überall werden Nachweise der Kunden auch kontrolliert.

Berlin. „Bitte Impf- oder Genesungsnachweis vorzeigen“, fordert der Sicherheitsmann im schwarzen Anzug drei junge Männer auf, die in der Warteschlange vor dem Kleidungsgeschäft Zara im Einkaufszentrum Alexa anstehen. Zwei von ihnen zücken ihr Smartphone, um ihren QR-Code scannen zu lassen. Es folgt ein akribischer Abgleich mit den Daten auf ihren Personalausweisen, dann ein leichtes Kopfnicken: Zutritt gewährt. Nicht jedoch dem Dritten, der sein Genesungsnachweis nicht digital mit sich führt, sondern in Papierform. Nach einem kleinen Hin und Her scheren die drei aus der Warteschlange aus und verlassen das Alexa.

Nicht in jedem Geschäft des Einkaufszentrums wird derart streng kontrolliert. Die Handhabung der 2G-Regel ähnelt einem Flickenteppich und unterscheidet sich von Laden zu Laden. Während der Zugang zu den großen Geschäften, wie Media Markt oder H&M, durch mit Scannern ausgestattetes Personal reguliert wird, ist der Eingang zum Kleidungshändler Bodycheck zunächst durch ein Absperrband blockiert. Erst wenn interessierte Kundschaft vor dem Laden steht, erscheint ein Mitarbeiter, der die digitalen Impf- oder Genesungsnachweise kontrolliert. Im Mobilfunkladen nebenan wird ein Stuhl als Zutrittsbarriere genutzt. Ein Verkäufer schiebt ihn bei Bedarf zur Seite.

Andere Läden wiederum setzen darauf, die Kundschaft mit Aufstellern und Plakaten auf die 2G-Regel hinzuweisen. Der Zutritt wird jedoch nicht reguliert, Mitarbeitende führen keine Kontrollen durch.

Während im Alexa die 2G-Regelung individuell von den Ladenbetreibern umgesetzt wird, wurde im Westen der Stadt eine einheitliche Lösung gefunden: Bereits vor Einlass zum Kaufhaus des Westens (KaDeWe) werden Besucherinnen und Besucher auf ihren Status geprüft, weshalb sich an den verschiedenen Eingängen längere Warteschlangen bilden. Zwar muss die Kundschaft zunächst in der Kälte ausharren, kann sich anschließend aber in den Innenräumen des Einkaufshauses frei bewegen, ohne ihren Nachweis und Personalausweis vorzeigen zu müssen.

Corona in Berlin, Deutschland und der Welt - mehr zum Thema