Demonstrationen

AfD-Mahnwache gegen Corona-Regeln und mögliche Impfpflicht

dpa
Rene Springer (M, AfD) spricht zu den Teilnehmern einer Protestaktion und einer Mahnwache.

Rene Springer (M, AfD) spricht zu den Teilnehmern einer Protestaktion und einer Mahnwache.

Foto: dpa

Potsdam. Die AfD hat vor dem Brandenburger Landtag eine mehrtägige Mahnwache gegen die Corona-Beschränkungen und eine mögliche Impfpflicht begonnen. Die Aktion in der Potsdamer Innenstadt mit dem Titel "Mahnwache für die Freiheit - gegen Impfzwang und Corona-Wahnsinn" soll vom Donnerstag bis zum kommenden Samstag dauern. Dazu haben sich nach Angaben der AfD mehrere Dutzend Teilnehmer angemeldet.

Der Brandenburger AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer lehnte die von Bund und Ländern vereinbarten schärferen Corona-Regeln ab - sie richten sich vor allem gegen Ungeimpfte: "Wenn man weiß, dass auch Geimpfte Erkrankungen übertragen können, stellt sich mir die Frage, warum man Ungeimpfte schikaniert", sagte Springer. Er sprach sich auch dagegen aus, dass zum Beispiel Pflegekräfte geimpft werden sollen, weil dies das Problem im Gesundheitssystem vergrößere.

Der voraussichtlich künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will eine Impfpflicht einführen, die auf Einrichtungen bezogen ist etwa für Beschäftigte in der Altenpflege und in Kliniken. Er kündigte auch an, dass im Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht ohne Fraktionsdisziplin abgestimmt werden soll.

Der AfD-Kreisverband Potsdam hat die Mahnwache angemeldet, organisiert wird sie von Springer, von AfD-Landtagsfraktionschef Hans-Christoph Berndt und dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktion, Dennis Hohloch. Zu der Abschlusskundgebung am Samstag wird AfD-Chef Tino Chrupalla erwartet. Die Partei fordert die Aufhebung aller 2G- und 3G-Regeln und der Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

© dpa-infocom, dpa:211202-99-234701/3

( dpa )