Öffentlicher Dienst

Mehrere tausend Streikende am Brandenburger Tor

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Andreas Gandzior
Streik im öffentlichen Dienst: Auch die Gewerkschaft der Polizei demonstriert auf der Straße des 17. Juni.

Streik im öffentlichen Dienst: Auch die Gewerkschaft der Polizei demonstriert auf der Straße des 17. Juni.

Foto: Andreas Gandzior

In Berlin wurde im öffentlichen Dienst erneut gestreikt. Wegen einer Demo kam es zu Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen.

Berlin. Für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung sind am Donnerstag nach Angaben der Veranstalter etwa 4000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf die Straße gegangen. Ab etwa 8 Uhr morgens bis ungefähr 13 Uhr demonstrierten sie auf der Straße des 17. Juni in Charlottenburg und in Mitte. Die Abschlusskundgebungen fanden vor dem Brandenburger Tor statt.

Zum gemeinsamen Streik und der Demonstration hatten die Gewerkschaft Verdi, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) aufgerufen. Die ebenfalls in der GdP vertretenen Feuerwehrleute wurden in Absprache mit Mitgliedern und aus Rücksicht auf die derzeitige immense Belastung im Rettungsdienst nicht zum Streik animiert, hieß es in einer Mitteilung der GdP.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende in Kitas, Schulen, Hochschulen, Bezirksämtern und Senatsverwaltungen sowie aus anderen öffentlichen Bereichen trafen sich vor 8 Uhr auf der Straße des 17. Juni auf Höhe des Ernst-Reuter-Hauses. Dem Aufruf der GdP folgten Beschäftigte aus dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo), dem Landesamt für Einwanderung (Lea) und den Bürger- und Ordnungsämtern.

„Lautstark für unsere Rechte kämpfen“

„Wir erwarten, dass sich die Arbeitgeberseite am Wochenende in der nunmehr dritten Verhandlungsrunde endlich bewegt und auf unsere Forderungen reagiert. In den letzten Wochen gab es deutschlandweit zahlreiche Streikmaßnahmen von denen, die trotz widrigen Arbeitsbedingungen und einer immer noch absolut unzureichenden Personalausstattung unser Land am Laufen halten“, teilte GdP-Landesvize Christian Hanisch am Donnerstag mit. „Das muss sich endlich bezahlt machen und kann nicht einfach mit bloßem Händeklatschen gewürdigt werden. Wir haben heute in der Hauptstadt noch einmal deutlich gezeigt, dass wir lautstark für unsere Rechte kämpfen können und werden es weiter tun, wenn man in Potsdam nicht endlich etwas Ernstgemeintes anbietet.“

Während der Demonstration kam es auf den angrenzenden Straßen zu Verkehrsbehinderungen und Staus. Die Abschlusskundgebungen endeten gegen 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor.