Denkmäler

Start der Spendenaktion für vergessene Kunstwerke

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Potsdam. Die Dorfkirche Dallmin (Landkreis Prignitz) steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der traditionellen vorweihnachtlichen Spendenaktion "Vergessene Kunstwerke brauchen Hilfe". Brandenburgs Kirchen, Kapellen und Klöster Dorfkirchen stünden für regionale Identität, unabhängig von konfessionellen Bekenntnissen, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Mittwoch zum Auftakt.

Doch ohne ehrenamtliches Engagement wären etliche Kunstwerke nicht zu erhalten. Der Denkmalschutz sei eine der größten Bürgerbewegungen in Brandenburg. Das Land stellt nach Schüles Angaben für die Denkmalhilfe im kommenden Jahr 1,87 Millionen Euro bereit.

Die Kirche - ein um 1400 entstandener Saalbau aus Feldsteinquadern - wurde zuletzt in den 1980er Jahren restauriert. Im Inneren ist ein reicher Schatz an hervorragenden Werken, die restauriert werden müssen. Darunter sind die Kasel, ein wertvolles Messgewand aus der Zeit um 1400, und der etwa 80 Jahre später gebaute spätgotische Schnitzaltar. Für Konservierung und Restaurierung der beiden Objekte werden die Kosten auf rund 21.000 bis 30.000 Euro geschätzt, sagte Landeskonservator Thomas Drachenberg - für die kleine Gemeinde sei das finanziell kaum zu leisten.

Die gemeinsame Spendenaktion vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg läuft zum 13. Mal. Bislang kamen etwa 250.000 Euro Spendengelder zusammen.

Im Vorjahr standen 16.000 Euro für die Restaurierung des Renaissancealtars in der Dorfkirche Schönfeld in der Uckermark bereit. Der Förderkreis hat seit 1990 mehr als zwei Millionen Euro für Restaurierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

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( dpa )