Corona in Berlin

Corona-Regeln in Berlin aktuell: Das müssen Sie wissen

| Lesedauer: 8 Minuten
Corona: Omikron angepasste Impfstoffe in der EU zugelassen

Corona: Omikron angepasste Impfstoffe in der EU zugelassen

In der EU können ab jetzt auch auf die Omikron-Variante des Coronavirus angepasste Impfstoffe verwendet werden: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die von Moderna und Biontech/Pfizer entwickelten Vakzine zugelassen. Diese sind auf die Omikron-Subvariante BA.1 angepasst.

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Viele Corona-Regeln wurden abgeschafft, zum Teil greifen aber weiter Test- und Maskenpflichten. Aktuelle Maßnahmen in Berlin.

Berlin. Im Kampf gegen die Pandemie sind die allermeisten Corona-Regeln in Berlin weggefallen. Weiterhin gültig ist die sogenannte Basisschutzmaßnahmenverordnung. Die Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen zu den aktuellen Corona-Regeln und Bestimmungen zur Quarantäne in Berlin.

  • Corona in Berlin: Das Wichtigste in Kürze
  • Wer gilt als geimpft, getestet, genesen?
  • Aktuelle Corona-Regeln in Berlin: Das gilt im Detail
  • Wo herrscht Maskenpflicht in Berlin?
  • Wo benötigt man einen negativen Test-Nachweis?
  • Was gilt im Restaurant, im Supermarkt, beim Friseur oder in der Schule?
  • Quarantäne-Regeln in Berlin
  • Welche Regeln gelten in Museen und Kultureinrichtungen, in Stadien oder Konzerthallen?
  • Was passiert bei den Berliner Bäder-Betrieben, im Zoo und im Tierpark?

Corona-Regeln in Berlin aktuell: Das Wichtigste in Kürze

Die Maskenpflicht gilt nur noch in Kliniken, zum Teil in Pflegeheimen sowie im öffentlichen Nahverkehr. Alle anderen Innenräume wie Supermärkte, Restaurants, Geschäfte, Friseur-Salons, Konzert-Hallen, Bars oder Schwimmbäder können ohne Maske betreten werden.

Für bestimmte Bereiche sieht der Basisschutz weiterhin Tests vor. Dazu zählen Alten- und Pflegeheime sowie weitere Einrichtungen für gefährdete Gruppen.

Schutzmaßnahmen, wie Zugangsbeschränkungen (3G und 2G-Plus), Zuschauerbegrenzungen, etwa bei Konzerten oder Fußballspielen von Hertha BSC und Union Berlin, oder Kontaktsperren bei privaten Treffen gibt es nicht mehr.

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Wer gilt als geimpft, getestet, genesen?

Als vollständig geimpft gelten Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises sind, welcher eine vollständige Grundimmunisierung gegen das Coronavirus nachweist, indem

  • entweder die Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich ist (Hierzu sind bis 30. September 2022 zwei Impfungen erforderlich), oder
  • bei einer genesenen Person eine Impfstoffdosis verabreicht wurde, oder
  • bei einer Person, die nur eine Impfdosis erhalten hat, eine Covid-19-Infektion mittels PCR- oder PCR-Schnelltest nachgewiesen wird, der vor mindestens 28 Tagen durchgeführt wurde, oder
  • bei einer Person, die einen spezifischen positiven Antikörpertest vorweist, eine Impfdosis verabreicht wurde.

Die Regelungen zur vollständigen Impfung gelten bis 30. September 2022. Ab 1. Oktober 2022 gelten Personen unter folgenden Umständen als vollständig geimpft:

  • Sie haben drei Impfstoffdosen erhalten und die dritte Impfung erfolgte mindestens drei Monate nach Verabreichung der zweiten Impfdosis, oder
  • Sie haben zwei Impfstoffdosen erhalten und können zusätzlich eine Erkrankung mit dem Coronavirus mittels PCR-Test nachweisen. Sofern die Erkrankung nach den Impfungen erfolgte, muss diese mindestens 28 Tage zurückliegen, oder
  • Sie können einen spezifischen positiven Antikörpertest vorweisen, welcher den Kriterien des Paul-Ehrlich-Instituts entspricht und wurden anschließend mit zwei Impfdosen geimpft.

Als genesen gelten hingegen Personen, die im Besitz eines Genesenennachweises sind. Dabei handelt es sich um einen positiven PCR- oder PoC-NAT-Test (PCR-Schnelltest), welcher mindestens 28 Tage und maximal drei Monate (90 Tage) zurückliegt.

Als negativ getestet gelten Personen, die einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Corona-Regeln in Berlin: Das gilt aktuell im Detail

  • Maskenpflicht bei BVG, S-Bahn, Deutsche Bahn: In Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs (U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tram, Regionalbahnen der Deutschen Bahn) besteht Maskenpflicht.
  • Maskenpflicht in Arztpraxen: In Arztpraxen gilt für Besucher und Patienten sowie für das Personal bei der unmittelbaren Versorgung von Patienten eine Maskenpflicht.
  • Maskenpflicht in Krankenhäusern: In Krankenhäusern für Besucher und Patienten, die sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen.
  • Maskenpflicht in Pflegeeinrichtungen: In Pflegeeinrichtungen für Besucher sowie für das Personal bei der Ausübung körpernaher Tätigkeiten oder auf Wunsch der Pflegebedürftigen
  • Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Personen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten, gesundheitlichen Einschränkung keinen entsprechenden Schutz tragen können, für gehörlose und schwerhörige Menschen.
  • Testpflicht in Krankenhäusern: In Krankenhäusern besteht eine Testpflicht für Besucher, Patienten und Beschäftigte. Die Einrichtungen bestimmten selbst, in welchen Umfang die Testpflicht umgesetzt wird. In Notfällen entfällt die Testpflicht für alle Beteiligte.
  • Testpflicht in Pflegeeinrichtungen: In Pflegeeinrichtungen kann eine Testpflicht für Bewohner, Beschäftigte und Besucher gelten. Dies regeln die Einrichtungen eigenständig unter Berücksichtigung der Vorgaben des Robert Koch-Instituts. Sofern eine Testung erforderlich ist, stellen die Einrichtungen entsprechende Tests zur Verfügung.
  • Tests in Schulen und Kitas: Die Corona-Testpflicht an den Berliner Kitas und Schulen wurde abgeschafft. Allerdings können Schulen an zwei Tagen pro Woche freiwillige Schnelltests durchführen.
  • Flughafen BER: In den Terminals des Flughafen BER wird empfohlen, eine medizinische Maske zu tragen. Eine Maskenpflicht besteht nicht.

Die Corona-Regeln im Rahmen der Basisschutzmaßnahmenverordnung lesen Sie auch auf der Website der Berliner Senatskanzlei.

Welche Test-Regeln gelten?

Die Durchführung eines zertifizierten Corona-Schnelltests ist nach einem positiven Selbsttest ohne Aufsicht nicht mehr verpflichtend. Hintergrund ist, dass ein Schnelltest nach der neuen Testverordnung des Bundes nicht mehr für alle kostenfrei ist.

Nach wie vor besteht jedoch die Möglichkeit, dass Personen, denen ein positives Testergebnis nach einem Selbsttest ohne fachkundige Aufsicht vorliegt, einen Arzt aufsuchen und dort gegebenenfalls eine bestätigende PoC-Antigen- oder auch PCR-Testung durchgeführt wird. Dieser Weg wird von der Senatsgesundheitsverwaltung empfohlen.

Eine PCR-Nachtestung ist allerdings nicht mehr verpflichtend in den Fällen, in denen der Selbsttest ohne fachkundige Aufsicht positiv und ein anschließender zertifizierter Schnelltest negativ ist.

Quarantäne-Regeln in Berlin

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich unverzüglich in die häusliche Isolation begeben. Bei einem positiven Testergebnis muss diese grundsätzlich für zehn Tage eingehalten werden. Die Isolationspflicht endet nach diesem Zeitraum ohne Test.

Eine Verkürzung der Quarantäne ist frühestens ab dem fünften Tag der Selbstisolation möglich. Voraussetzung ist, dass Betroffene mindestens 48 Stunden symptomfrei sind und einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten. Wer mittels Schnelltest positiv getestet wurde, kann eine kostenlose PCR-Testung zur Verifizierung durchführen lassen. Fällt der PCR-Test negativ aus, endet die Quarantänepflicht.

Maskenpflicht: Das gilt in Supermärkten
Maskenpflicht: Das gilt in Supermärkten

Berliner Bäder: Zeitfenster und begrenzte Kontingente bleiben

Bei den Berliner Bädern erfolgt der TIcketverkauf weiterhin hauptsächlich über den Online-Ticketshop. 3G-Regel und Maskenpflicht fallen in den Hallenbädern weg.

Badegäste werden darum gebeten, eigenverantwortlich zu handeln und dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, eine Maske zu tragen.

Mercedes-Benz Arena: Keine Kapazitätsbeschränkungen, Wegfall der 2G-Pflicht, keine Maskenpflicht

In der Mercedes-Benz Arena, Austragungsort für Heimspiele der Eisbären Berlin und von Alba Berlin sowie Location für große Konzerte und Shows, gilt wie in allen allen anderen Kultur-Einrichtungen nur ein Mindestmaß an Corona-Einschränkungen.

Maskenpflicht und 3G-Regeln sind längst ausgelaufen. Der Nachweis einer Impfung, einer Genesung oder eines Negativtests ist also nicht länger notwendig. Die Eisbären Berlin empfehlen dennoch dringend, zum Eigen- und Fremdschutz weiterhin eine medizinische Maske während des Besuchs zu tragen. "Wir bitten inständig darum, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben", so der Verein.

Zoo und Tierpark Berlin: Keine besonderen Corona-Maßnahmen

Im Zoo Berlin und im Tierpark in Friedrichsfelde gelten aktuell keine besonderen Corona-Vorkehrungen, auch die Tierhäuser haben wieder regulär geöffnet. Im Tierpark besteht vereinzelt noch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, etwa im Vari-Wald oder in der Elektro-Bahn.

Für einen schnellen Einlass wird weiterhin der Kauf von Online-Tickets empfohlen. Mit Online-Tickets können sich Besucher direkt zum Einlass begeben und so die Wartezeiten an den Kassen umgehen. Die verfügbaren Zeitfenster stellen ausschließlich die Einlasszeit dar. Der Aufenthalt im Zoo ist im Rahmen der regulären Öffnungszeiten nicht begrenzt.

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( BM )