2G und 2G plus

Das sind die neuen Corona-Regeln in Berlin

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Corona: Unterschied zwischen Impfpflicht und Impfzwang

Corona: Unterschied zwischen Impfpflicht und Impfzwang

Immer wieder rufen Politiker und Experten zum Impfen auf. Viele Menschen fühlen sich zur Impfung gezwungen. Im nächsten Jahr soll eine Impfpflicht kommen.

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Der Berliner Senat hat auf die aktuelle Corona-Situation reagiert. Diese Corona-Regeln gelten ab Mittwoch.

  • Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle sind in Berlin neue Regeln in Kraft getreten.
  • Durch die verschärften Corona-Regeln kommt es zu neuen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.
  • In Berliner Clubs ist das Tanzen verboten.
  • Weihnachtsmärkte dürfen nur noch unter erweiterten 2G-Bedingungen durchgeführt werden.

Berlin. In Berlin gelten seit Mittwoch, 8. Dezember 2021, verschärfte Corona-Maßnahmen. Die neuen Regeln hat der Senat beschlossen, nachdem sich Bund und Länder bei einer Ministerpräsidentenkonferenz auf strengere Corona-Regeln verständigt hatten. Ein Überblick.

  • Obergrenzen bei Großveranstaltungen: Berlin geht bei den Regeln für Großveranstaltungen mit sogenanntem Hygienerahmenkonzept über die Vorgaben von Bund und Ländern hinaus. So gilt für draußen eine Obergrenze von 5000 Teilnehmern, in geschlossenen Räumen von 2500 Teilnehmern. Für andere Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 1000 zeitgleich Anwesenden im Freien und 200 in geschlossenen Räumen.
  • Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Treffen, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind in Berlin auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts beschränkt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres bleiben unberücksichtigt.
  • Clubs und Diskotheken: Das Tanzen in den Berliner Clubs ist verboten. Zwar werden die Clubs wegen rechtlicher Fragen noch nicht geschlossen, aber es darf nicht mehr getanzt werden. Aber: "Tanzlustbarkeiten im Freien können unter 2G-Bedingungen für den Publikumsverkehr geöffnet werden", hieß es in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Senats.
  • Gastronomie: Restaurants in Berlin bleiben geöffnet. Explizite Regeln will der Senat aber noch ausarbeiten werden.
  • Weihnachtsmärkte dürfen nur noch öffnen, wenn sie sicherstellen und kontrollieren, dass nur Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt haben. Zusätzlich gilt Maskenpflicht. Praktisch heißt das, dass sie umzäunt sind und an den Zugängen den Impfstatus der Besucher kontrollieren.
  • Öffentliche Gebäude dürfen nur noch unter 3G-Regeln betreten werden, also von Geimpften, Genesenen und Getesteten.
  • Nahverkehr: Ergänzend zur 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr gilt die Verpflichtung entsprechend auch für Bahnsteige und Fährterminals. Es gilt die Maskenpflicht.
  • Bibliotheken und Archive dürfen, soweit geschlossene Räume betroffen sind, nur unter der 2G-Bedingung geöffnet werden.
  • Sport und nicht professioneller sportlicher Wettkampfbetrieb im Freien ist bei Unterschreitung des Mindestabstands nur unter der 3G-Bedingung, allein oder mit dem engsten Angehörigenkreis zulässig. Kontaktfreier Sport im Freien, bei dem der Mindestabstand gewährleistet ist, bleibt ohne Auflagen zulässig.

Corona: Berlin weitet die 2G-Regel aus

Bereits Ende November hatte der Berliner Senat die Corona-Regeln deutlich verschärft. Seit Ende November gelten in Berlin 2G-Regeln inklusive einer Maskenpflicht. Ungeimpfte werden auf diese Weise weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen.

  • Einzelhandel: Ungeimpfte Menschen dürfen künftig nur noch Geschäfte des lebensnotwendigen Bedarfs aufsuchen, der übrige Einzelhandel bleibt ihnen verschlossen.
  • Freizeit: Auch für Freizeitveranstaltungen gilt weitgehend 2G inklusive einer Maskenpflicht. Ausnahmen gelten künftig nur für Minderjährige. Die Möglichkeit, mit einem negativen Test Zugang zu erhalten, entfällt vielerorts.
  • Sport und Kultur: Sporthallen bleiben künftig nur geimpften oder genesenen Sportlern vorbehalten, auch in der Kultur gilt flächendeckend 2G. Zusätzlich gilt grundsätzlich eine Maskenpflicht.
  • Restaurants, Bars, Lokale: In der Gastronomie gilt beim Betreten und Verlassen ebenfalls zusätzlich zu 2G auch eine Maskenpflicht, die am Sitzplatz aufgehoben ist.
  • Hotels: 2G gilt künftig auch in Hotels, in denen bisher auch noch Ungeimpfte mit Test (3G) einchecken konnten.
  • Friseure: Bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren (2G) können die Betreiber entscheiden, ob sie eine Masken- oder eine Testpflicht anordnen.

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3G in U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) bleibt es bei der 3G-Regel. Eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entfällt. Das Infektionsschutzgesetz des Bundes schreibt vor, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske getragen werden muss. Eine Maskenpflicht gilt auch auf den Bahnsteigen.

In den Berliner Schulen bleibt das dreimalige Testen pro Woche weiter aufrecht erhalten. In Klassen, in denen es mindestens zwei positive Schnelltests gab, soll danach eine Woche lang täglich getestet werden.

Eine Abkehr vom Präsenzunterricht wie in Brandenburg ist in Berlin derzeit nicht geplant. In Kitas sollen Lollitests verpflichtender und flächendeckender als bislang eingeführt werden. Kitas müssen sich von Eltern die Durchführung der Tests bestätigen lassen und die Ergebnisse dokumentieren.

( BM )