Coronavirus in Berlin

3G oder doch 2G? Regel-Wirrwarr in Berliner Hotels

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Marie Markhoff
Stadtansicht Berlin: Blick über Wohnhäuser an der Bismarckstraße in Richtung Alexanderplatz mit dem Fernsehturm.

Stadtansicht Berlin: Blick über Wohnhäuser an der Bismarckstraße in Richtung Alexanderplatz mit dem Fernsehturm.

Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB

In der Branche gilt die 3G-Regel - doch in bestimmten Fällen dürfen die getesteten Gäste nicht alle Bereiche des Hotels nutzen.

Berlin. Seit Montag gilt in Berlin die 2G-Regel. Cafés, Restaurants und Kinos dürfen nur noch von Genesenen oder Geimpften genutzt werden. Ausgenommen von dieser Regelung ist allerdings die Tourismusbranche. Sie unterliegt nach wie vor dem 3G-Konzept.

Doch viele Hotelrestaurants dürfen von getesteten Gästen nicht genutzt werden. Abhängig ist dies vom Bau des Hotelgebäudes. Ist das Restaurant räumlich getrennt und verfügt über einen separaten Eingang, darf es für die Öffentlichkeit geöffnet werden und fällt somit unter die 2G-Regel. Wie auch alle anderen Gaststätten im Berliner Raum.

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Wegen 2G: Essen nur via Room-Service

In mindestens zwei Hotelbetrieben Berlins ist es zu genau diesem Szenario gekommen. Im Pullmann Berlin Schweizerhof zum Beispiel. Um in dem Hotel an der Budapester Straße übernachten zu können, muss nur ein Impfzertifikat, ein gültiger Genesenennachweis oder ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Wollen Gäste jedoch abends im hauseigenen „BLEND berlin kitchen & bar“ speisen oder das hiesige Frühstücksrestaurant „Le Bouveret“ nutzen, reicht ein negativer Test nicht mehr aus. Stattdessen gibt es lediglich die Möglichkeit „Essen via Room-Service oder über einen Lieferservice zu bestellen“, so Markus Lewe, Managing Director und CEO der Lodging Division HR Group, der Hotelbetreibergesellschaft vom Schweizerhof.

Ähnlich sieht es auch in einem Hotel in Mitte aus

Ähnlich sieht es im 25hours Hotel Bikini Berlin in Berlin-Mitte aus. Hoteldirektorin Francesca Schiano berichtet, dass nur ein geringer Teil der Gäste bisher ungeimpft sei. Dadurch stand ihr Team in den letzten Tagen seit Einführung der Regel noch nicht vor diesem Konflikt zwischen 2G- und 3G-Regel innerhalb der eigenen vier Wände. Sollte aber ein solcher Fall auftreten, wird wohl ausnahmsweise den Gästen das Essen vor die Tür gebracht, da diese es nicht einmal selbst aus dem hoteleigenen Restaurant abholen dürften. Diesen Mehraufwand nimmt das Hotel gerne in Kauf.