Neue Studie

BVG und S-Bahn: Berlin fällt beim Kostenvergleich durch

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Tickets in Berlin und Brandenburg sind zum Jahr 2021 teurer geworden.

Tickets in Berlin und Brandenburg sind zum Jahr 2021 teurer geworden.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Der ADAC vergleicht die Ticketkosten in deutschen Großstädten und zeigt: In vielen Ticket-Kategorien zahlt man in Berlin am meisten.

Berlin. Tickets für U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus kosten in Berlin im deutschlandweiten Vergleich in vielen Bereichen am meisten. Das ist das Ergebnis einer neuen ADAC-Studie, bei der die Ticketpreise in 21 deutschen Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern unter die Lupe genommen worden sind. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Preise einzelner Tickets unterschieden sich je nach Stadt beträchtlich und das, obwohl die enthaltenen Leistungen überwiegend gleichwertig sind. Einige Ergebnisse im Überblick:

  • Kurzstrecke für Erwachsene: In Berlin kostet das Ticket 2 Euro. In Bremen, Frankfurt/Main und Stuttgart kostet die Kurzstrecke 1,50 Euro.
  • Einzelfahrt für Kinder: In Berlin kostet das Ticket 1,90 Euro. In Leipzig kostet das Kinderticket 1,20 Euro.
  • Tageskarte für Erwachsene: In Berlin kostet das Ticket 8,80 Euro. In Frankfurt/Main kostet die Tageskarte 5,35 Euro.
  • Wochenkarte für Erwachsene: In Berlin kostet das Ticket 36 Euro. In München kostet die Wochenkarte 17,80 Euro.

Alle getesteten Städte hatten Einzelfahrscheine sowohl für Kinder als auch Erwachsene im Angebot, ebenso Tageskarten und Monatstickets. Wochen- und Monatskarten konnten bis auf einzelne Ausnahmen flexibel an beliebigen Tagen angetreten werden - das war im Jahr 2019 beim ersten ADAC-Preisvergleich noch nicht durchgängig der Fall. Die Fahrradmitnahme war in allen überprüften Städten entweder mit einem Einzelfahrschein oder einem Tagesticket möglich, in Frankfurt, Hamburg und Hannover sogar kostenlos.

Durch die Corona-Pandemie und den massiven Rückgang der Kundenzahlen wurde den Verkehrsverbünden ein tiefes Loch in die Kassen gerissen. Gegensteuern wollen einzelne Städte durch neue Bonus- oder Abo-Modelle sowie mit Rabatten - auch in Berlin. Damit wollen die Verkehrsverbünde verlorene Kunden zurückgewinnen und veränderten Arbeitsmodellen (Stichwort: Homeoffice) Rechnung tragen.

Für den aktuellen Preisvergleich hat der ADAC die Tarifsysteme von deutschen Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern überprüft, in denen sowohl Busse fahren als auch ein Schienenverkehrsnetz besteht. Im Fokus waren die sieben gängigsten Ticketarten, die möglichst in allen Städten verfügbar waren: Kurzstrecke, Einzelfahrkarte, Tages-, Wochen- und Monatskarte für Erwachsene, Einzelfahrkarten für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren sowie Tickets zur Mitnahme von Fahrrädern.

( bee )