Tarifkonflikt

Löhne und Gehälter bei Vivantes-Töchtern sollen steigen

| Lesedauer: 2 Minuten
Pflegekräfte von Vivantes und deren Töchterunternehmen demonstrierten im Oktober vor dem Roten Rathaus.

Pflegekräfte von Vivantes und deren Töchterunternehmen demonstrierten im Oktober vor dem Roten Rathaus.

Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Die Beschäftigten bei den Tochtergesellschaften der landeseigenen Vivantes-Kliniken sollen bis 2025 schrittweise mehr Geld erhalten.

Berlin. Im Tarifkonflikt bei den Tochtergesellschaften der landeseigenen Vivantes-Kliniken sollen die Beschäftigten bis 2025 schrittweise mehr Geld erhalten. Je nach Tochter sollen ihre Löhne und Gehälter in den kommenden vier Jahren nach und nach auf 91 beziehungsweise 96 Prozent des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) steigen. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und das Klinikum am Donnerstag in einem Eckpunktepapier. Die Ergebnisse stellten sie am Freitag in Berlin vor.

Das Papier dient als Grundlage für einen Tarifvertrag, der nun ausformuliert werden muss. „Insbesondere in den unteren Lohngruppen bedeutet das in Zukunft deutlich höhere Einkommen und deutlich mehr Gerechtigkeit“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Ivo Garbe mit. Die Gewerkschaft hatte eine Übernahme des TVöD für sämtliche Tochter-Beschäftigte gefordert.

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck bezeichnete den Kompromiss als „eine gute Grundlage für die Ausformulierung der Tarifverträge“. Das Eckpunktepapier berücksichtige die Belange beider Seiten.

Der Kompromiss stelle die Arbeitgeberseite vor „große finanzielle Herausforderungen“, erklärte der kommissarische Vorsitzende der Vivantes-Geschäftsführung, Johannes Danckert. Diese müssten gemeinsam mit dem Land Berlin bewältigt werden.

Vivantes und Charite in Berlin - mehr zum Thema:

Krankenhausmitarbeiter waren im September in Streik getreten

An allen landeseigenen Kliniken waren Krankenhausmitarbeiter am 9. September in einen unbefristeten Streik getreten. Für Pflegerinnen und Pfleger hatten sich das Unternehmen und Verdi bereits in der zweiten Oktoberwoche auf Eckpunkte für einen Entlastungstarifvertrag mit besseren Arbeitsbedingungen geeinigt. Bei den Tochterunternehmen ging der Tarifstreit weiter. Der Streik war in der vergangenen Woche aber schon an allen Vivantes-Standorten ausgesetzt worden.

( dpa )